Beiträge von Kris24

    So schnell wandelt sich das Bild. Jetzt sind AKWs für Habeck doch notwendig.

    Notwendig ja, weil mehr als die Hälfte der französischen AKWs abgeschaltet sind. Dann lässt man ungeprüfte AKWs aus Deutschland laufen (die Tests bis 2012 waren sehr lasch, nach Fukushima wurde dies überarbeitet und wurde einem Teil der jungen französischen zum Verhängnis). Die deutschen wurden nie den strengeren Tests unterzogen. Wir hoffen halt, dass es weiterhin gut geht (und es nur kleine rechtzeitig gefundene Löcher in Neckarwestheim gibt und nicht gleich einen Riss, der zu einem GAU führt, Korrosionsschäden gibt es hier auch extrem zunehmend). Die Franzosen überarbeiten ihre und rechnen trotzdem mit Blackouts im nächsten Winter.

    Ich denke, es ist wieder eine politische Entscheidung. Nicht Sicherheit gewinnt, sondern lieber Ruhe bei den Schreihälsen (vielleicht sind diese in einer Demokratie auch gefährlicher als ein Störfall) . Überall wird behauptet, dass unser AKW entscheidend sei (nennenswert Strom liefert in den nächsten 6 Monaten ja nur noch Isar-2), wer nicht informiert ist, glaubt dies. Und wie soll Habeck gegen die BILD-Zeitung ankommen? Also Augen zu und durch. Wie auch schon bei Corona etc.

    (Wusstet ihr, dass ca. 20 Jahre nach der Spanischen Grippe, ehemals Infizierte mehr als doppelt so häufig an Demenz litten? Auch bei Covid-19 ist die Zahl nach einem Jahr erhöht. Was in 20 Jahren ist? Es wird keinen interessieren. Damals gab es den 2. Weltkrieg, in 20 Jahren Klimakatastrophe oder ein anderes Problem. Die meisten Menschen können nur ein Problem beachten. Z. Z. geht es nur um Energie. Alles andere selbst der Krieg in der Ukraine wird ausgeblendet. Und was nicht in der Zeitung steht, existiert sowieso nicht. Waldsterben, Amazonas, beides war noch nie so von der Vernichtung bedroht wie heute. Aber wen interessiert es? Du selbst hast hier vor kurzem geschrieben, dass es sie nicht mehr gibt. Stimmt nicht, aber wer weiß das?)

    Ich habe noch nie erlebt, dass jemand eine 1,0 im ersten Examen hat. Weder in meinem eigenen Examensdurchgang, noch bei Kommilitonen, Freunden, Kollegen, im Referendariat oder sonst irgendwo.

    Wieviele schließen denn das erste Examen im Gymnasiallehramt mit einer 1,0 ab? Wieviele das zweite?

    Dass man für sehr gute Einstellungschancen am Gymnasium zwei 1,0er Examen bräuchte, ist übrigens genauso unsinnig, wie die Annahme, man bräuchte fürs Medizin Studium ein 1,0er Abi.

    Eine Mitreferendarin mit Chemie und Bio hatte sowohl im 1. als auch 2. Staatsexamen1,0 und vor 26 Jahren reichte das in Baden-Württemberg für Gymnasium in diesen Fächern nicht (es gab angeblich in ganz Baden-Württemberg nur 1 Stelle). Mit Mathe war bei 1,4 gesamt Schluss und das auch nur in wenig beliebten Regionen. Hier in meiner Gegend war 1,2 notwendig. Ein älterer Kollege erzählte, dass ihm knapp 20 Jahre zuvor 2,5 reichte und ich beneidete ihn. 2,5 und eine Beamtenstelle hier in Südbaden.


    Was lernt der TE daraus? Zeiten ändern sich immer wieder. Ich musste damals flexibel sein, bin für einige Jahre als fest angestellter Lehrer an eine Gesamtschule nach NRW und irgendwann hat es geklappt und ich wurde in Baden-Württemberg verbeamtet. (NRW hat ein paar Jahre nicht verbeamtet, bevor es zu Mangel kam und sie es änderten.)

    Tja, ihr macht es Baden-Württemberg wieder nach. ;)

    Wir haben vor euch mit dem GTR angefangen (ich hatte um 2005 mit meinen ehemaligen NRW-Kollegen darüber diskutiert) und vor euch in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" wieder abgeschafft. Seitdem gibt es fast überall wieder "nur" WTRs (mit "spezifischen Baden-Württemberg‐Funktionen"), der musste damals erst noch entwickelt werden und ging prompt bei hp schief (sie haben einen anderen Rechner umprogrammiert und schlaue Schüler haben dies rückgängig gemacht).

    Es kam damals völlig überraschend, ich erfuhr es gemeinsam mit div. Matheseminarleiter während einer Fortbildung (deren überraschte Gesichter vergesse ich nicht). Auch sie hatten keine Ahnung.

    Wir hatten bisher mehrere hörgeschädigte Schüler, einige Autisten (verschieden stark beeinträchtigt), motorische Handicaps usw. Nachteilsausgleich funktioniert gut (wird teilweise sogar von Kollegen vorgeschlagen und Eltern haben erst überrascht, aber dann dankend akzeptiert (dankend, weil sie gar nicht wussten, dass es so etwas gibt).

    Geistige Beeinträchtigungen am Gymnasium sehe ich dagegen als schwierig. Bei uns müssen Kinder wegen zu schlechten Leistungen das Gymnasium verlassen und noch schlechtere sollen bleiben? Und unsere Klassen sind deutlich größer als Real- und Gemeinschaftsschulklassen hier vor Ort. Wir haben viel mehr Fachlehrer- und Raumwechsel. Letztendlich würde es das Leistungsprinzip am Gymnasium abschaffen. Für mich kein Problem, ich habe zu Beginn an einer integrativen Gesamtschule unterrichtet (aber teilweise mit 2 Kollegen pro Stunde in Hauptfächern). Nur sollte man das ehrlich so sagen (und das traut sich niemand).

    Siehst du, das ist bei uns sowohl in Brandenburg als auch Berlin nicht so, mag sein, dass einzelne Schulen das so handhaben, aber da muss eben außer dem Klassenlehrer (nicht mal der Stellvertreter) niemand da sein, wenn er nicht möchte.

    Vorstellungen sind z.T. jetzt über die Cloud erfolgt, aber auch das macht jeder, wie er möchte.


    Wie gesagt, in allen Klassen würde gar nicht gehen, zumal man dann ja auch noch auf Teilzeit Rücksicht nehmen müsste, wie soll das gehen, dass ich bei 10 Elternabenden bin und aber nur ca. 60% der Zeit dort verbringe, die die Vollzeitkollegen da sind?!?

    Auf Teilzeit wird bei uns auch Rücksicht genommen, aber das bedeutet nicht, bei jeder Aufgabe z. B. 60 %. (Allerdings sind Kollegen mit weniger Stunden je nach Fach auch in weniger Klassen. Nebenfachlehrer haben zwar mehr Klassen, werden aber selten (nur bei großen Problemen) zum 2. Elternabend eingeladen.)

    Bei uns wird es z. B. über Aufsicht und Vertretung geregelt. Bei einer 5/6- Stelle hat man nur 3/4 so viele davon, bei einer 1/2-Stelle nur noch 1/4. (Seit einigen Jahren wird darüber genau Buch geführt.)

    Ich habe in der Vergangenheit festgestellt, dass es viel weniger Probleme mit Eltern gibt, wenn ich mich anfangs kurz vorstelle. Ähnliches hat auch die SL berichtet. Bei uns gibt es daher keine Einwände (auch nicht von Teilzeitkollegen).

    Mit der FDP habe ich eher in wenigen Punkten sympathisiert, aber bei der Corona-Politik bin ich der Partei DANKBAR.

    Ich dachte eher an die Energiepolitik (wir sind ja in diesem Thread).

    Aber ja, Rücksicht auf andere nehmen, passt auch bei Corona nicht zur FDP (ich denke aber, sie wollten die Stimmen der Querdenker). Mich widert es nur an. Ich hatte gerade heute ein Gespräch dazu. Lt. FDP bringt ein Tempolimit zu wenig Energieeinsparung, aber der noch geringere Beitrag der AKWs ist unbedingt notwendig. Interessant war auch die Plauderei von Porsche zu efuels und Lindner.

    Ich hätte an Habecks Stelle gefordert, dass endlich mal die deutlich strengeren Tests seit 2012 (Folge von Fukushima) durchgeführt würden. Die französischen sind ja durchgefallen, unsere werden einfach weil sie deutsch sind, für sicher erklärt. Die letzte lasche Überprüfung war ja 2009.

    Komischerweise. Wären frühere Generationen so links gewesen, wie jetzt eingefordert, hätten Lehrer die Priviligen nicht, auf denen sie sich jetzt ausruhen können.

    Verstehe ich nicht.

    Rechte sind doch eher konservativ und wollen keine Veränderungen. Wir wären immer noch in der Steinzeit und würden uns dort ausruhen.

    Ich dachte eher an FDP (und weniger rechts oder links) (egoistisch, nur keine Privilegien abgeben, auch wenn alle anderen Schaden nehmen. Hinterher aber alle Schuld abschieben, Wendehals hoch drei).

    Beim 1. Elternabend ist vorgesehen, dass bei uns alle Fachlehrer sich vorstellen. Beim 2. sind nur Klassenlehrer und Stellvertreter anwesend, sowie eingeladene Kollegen (oft Hauptfachlehrer).

    Das erspart uns aber Elternsprechtage. Wir haben höchstens einen pro Jahr (in 21 Jahren Baden-Württemberg hatte ich bisher 6).

    Genau, wir haben, als wir neue Geräte angeschafft haben darauf geachtet. Das Warmwasser, welches die Wärmepumpe erhitzt, benötigt weniger Energie als die Maschine dafür.

    Das stimmt. Aber die Geräte sind meistens teurer (und dann wird es zur Rechenaufgabe).

    Ich spare seit langem, nicht wegen Putin, der lebte damals noch unbekannt in der DDR, sondern wegen der Klimakrise (inzwischen fast schon Klimakatastrophe, dauert nicht mehr lange) . Dabei bin ich schon älter und habe keine eigenen Kinder, könnte denken, "nach mir die Sintflut". Aber ich habe tatsächlich resigniert (und habe mich bisher hier zurück gehalten), sollen doch unter 50jährige die Folgen ihres Tun selbst noch erleben, sollen Eltern ihren Kindern erklären, warum sie nur an sich selbst gedacht haben.

    Der Durchschnittsdeutsche verbraucht mehr als doppelt so viel Energie wie die Erde für ihn bereit hält. Energie ist zu billig, weil die Folgen/Schäden nicht eingepreist sind. Das könnte man wissen. Aber wir sind es so gewohnt und gewohntes zu ändern, schwer bis unmöglich. Und die meisten leben nach dem Motto, "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". Mit Unwissenheit lebt es sich viel leichter.

    Interessant fand ich, wer hier was liked (politische Richtung entspricht wieder mal all meinen "Vorurteilen").

    Wir haben auch an 4 Abenden Elternabend und ja, wenn man Pech hat, muss man mehrfach kommen (ich dieses Jahr 3x als Lehrer). Aber wir Lehrer löschen selbst das Licht (der Klassenlehrer der letzten Klasse ist für die Gänge verantwortlich) und abschließen kann und muss bei uns jeder Lehrer. In Baden-Württemberg hat jeder Lehrer, sogar jeder Referendar ein Schlüssel für alle Eingänge.

    Die Mutter der einen Schülerin ist in der Ukraine Englischlehrerin. Wir haben uns zuerst massiv gefreut und sie wollte uns auch unterstützen. Aber sie darf nicht. Ich glaube, weil sie kein Wort Deutsch spricht. Aber bei den ukrainischen Kindern hätte man sie doch einsetzen können. es geht nicht. :weissnicht:

    Ja, deutsch ist notwendig. Die Kinder sollen so schnell wie möglich deutsch lernen (fast alle Stunden in der Willkommensklasse sind deutsch, der Rest ist "wie funktioniert Deutschland"), damit sie spätestens im 2. Jahr am normalen Unterricht teilnehmen können und normal benotet werden (Regeln gelten für Baden-Württemberg wie ich gelernt habe).

    Bei uns haben anfangs russisch sprechende Klassenkameraden übersetzt. Wir haben in fast jeder Klasse mehrere russisch und teilweise sogar ukrainisch sprechende Kinder. Inzwischen haben wir eine Willkommensklasse mit 20 Stunden (Lehrerin ist eine ukrainische Mutter, die im perfekten Deutsch ihr Kind bei uns angemeldet hat und in Ukraine Deutschlehrerin war (sie hat zuvor in Deutschland studiert). Die übrige Zeit sind sie im Regelunterricht.

    Das habe ich auch nicht behauptet. Aus meinen eigenen Erfahrungen sind aber Informatik- und Matheklausuren mit 135 Minuten Länge deutlich schneller zu korrigieren, als Englischklausuren mit 135 Minuten Länge.

    Kleiner Hinweis noch: auch in der Informatik schreiben wir in der Sek I Klausuren, da das ja ein WP Fach ist.

    Dich meinte ich nicht. Ich hatte parallel zu dir geschrieben, ich wurde unterbrochen und schrieb daher länger.

    (Ich kenne diese Argumente aus dem Forum.)

    Ja, die Belastung ist unterschiedlich. In der Unterstufe ist die Korrektur vermutlich in allen Fächern kürzer, dafür die Lärmbelastung größer. Das gleiche gilt für Sport. Ein Sport- und Englischkollege wünscht sich daher möglichst viel Englisch und keine Unterstufe, weil er den Lärm nicht mehr erträgt.

    Ich dachte wieder, typisch NRW und seine Korrekturfächer. In Baden-Württemberg ist Englisch/Deutsch am Gymnasium eine sehr häufige und völlig normale Kombination (eher zu häufig, wir haben mehrere). Bei uns schreiben auch alle Fächern wie Djino schrieb ab Klasse 5 Klassenarbeiten. Und weil Nebenfachlehrer doppelt so viele Klassen haben, haben sie genauso viele Klassenarbeiten zu korrigieren wie Hauptfachlehrer.

    Nur (?) in NRW ist es nicht so. Und genau deshalb denken NRW-Deutsch-und- Englischlehrer, sie seien benachteiligt. Nein, in anderen Bundesländern korrigieren alle (und eine Chemiearbeit ist nicht kürzer als ein Aufsatz, dazu kommen Versuchsaufbauten und Schülerversuche). Meine Chemiekollegen wollen daher mehr in ihrem 2. Fach Englisch, Deutsch bzw. Französisch unterrichten als Chemie.

    Kurz, auch meine Deutsch-und Englischkollegen unterrichten genauso Vollzeit wie alle anderen. Und man hört hier nie, dass sie irgendwie mehr belastet seien als andere. Das hört man eher von/über naturwissenschaftlichen Kollegen auch dank Gefährdungsbeurteilungen etc.

    Dass die Eltern Hausaufgaben einsehen können, führt zu verstärktem Helikoptern.

    Die Schüler sollen ja lernen, selbst groß zu werden.

    In der Oberstufe war ich selbst häufig mit Klassenkameraden im Café und habe mal eine Stunde blau gemacht, ohne dass mein Leben den Bach runterging. Wenn das die Eltern heutzutage sehen, kann man das schon Überwachung nennen.

    Wie wird gewährleistet, dass Eltern volljähriger Schüler keinen Zugang mehr haben?

    Zu deiner letzten Frage, indem das Passwort nicht mehr funktioniert. Lässt sich alles einrichten (wurde aber nach Erfurt teilweise geändert, wenn volljährige Schüler zustimmen.)

    Vergessene Hausaufgaben trage ich deshalb nur in der Unterstufe ein, erspart mir Anrufe. Helikoptereltern gibt es bei uns wenige, eher U-Boot-Eltern. (Bei uns gibt es sehr wenige Einzelkinder, beide Eltern arbeiten, soviel Zeit haben sie gar nicht.)

    Dass die Kinder selbstständig werden sollen, haben wir bei Arbeitsterminen diskutiert. Da hat das praktische gesiegt. Niemand kann mehr behaupten, er hätte den Termin nicht gewusst. Verhaltenseinträge werden dagegen nicht automatisch übertragen, das bleibt genau deshalb in der Schule.

    Wir haben viel diskutiert und im Laufe der Jahre entschieden und auch wieder geändert, es wird immer wieder hinterfragt. Aber deine Schülerklientel ist nicht meine. Bei uns schwänzen manche extrem und wenn die Polizei die Kinder in die Schule oder nach Hause bringt, bleibt es auch nicht geheim.

    Falls das Kind verlustig gegangen ist, kann ich die Telefoniererei im Laufe des Vormittags noch verstehen.

    Aber was ist der Mehrwert bei einem typischen Schulwegunfall, da hinterherzutelefonieren?

    Ich gehe davon aus, dass die Rettung schneller da ist und die Sorgeberechtigten informiert hat, bevor unser Sekretariat den Hörer in die Hand nimmt.

    Eben. Das sage ich zu meinen eigenen besorgten Eltern auch immer.

    Bei uns geht es um Schwänzen (aber das kann man Eltern so nicht sagen und deshalb Schulwegunfall).

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