Ich unterrichte an einer Schule mit sehr vielen Migranten und "biodeutschen" Kindern aus der Unterschicht. Mich stößt ab, wie manche Kollegen über sie sprechen. Ich hoffe, ihr zeigt bei euren Schülern mehr Empathie. Auch ich musste mich hoch kämpfen, ich bin die erste und bisher einzige in meiner Familie, die studiert hat. Auch bin ich deshalb für meine Schüler oft Vorbild (das geht soweit, dass ich inzwischen von mindestens 4 ehemaligen Schülern weiß, die wegen mir Chemie und Mathe auf Lehramt studieren bzw. inzwischen schon Lehrer sind. Weitere studieren bzw. promovieren in Chemie, weil ich an sie geglaubt habe. Auf jedem Elternsprechtag höre ich nur Lob (ich dachte lange, das sei bei allen so, wurde aber inzwischen von Kollegen korrigiert).
Das ist für mich wichtig, darüber freue ich mich. Und ja, ich arbeite weiter an meiner Grammatik, es ist mir nicht egal. Allerdings ist mir der Inhalt wichtiger und die Empathie für den Mitmenschen.