Beiträge von Kris24

    Verstehe ich nicht. Was meinst du mit Schwarz-Weiß-Malerei? Die Jugendlichen haben auch dank offener Schulen eine Inzidenzzahl von 200 bis 700 (vor 2 Wochen zumindest, in Stuttgart war 3mal so hoch wie Gesamzinzidenz). Vielleicht kommt es dir so vor, weil du zu sehr verharmlost?

    Wenn die Geschäfte geschlossen sind, laufe ich auf dem Heimweg vorbei und kann mich nicht anstecken. Meine Mobilität wird sogar größer, wenn ich mit dem Auto zur Post fahren muss, um meine Bestellung abzuholen.

    Politische Maßnahmen hätte es ohne Warnung nicht so schnell so stark gegeben (Kretschmer hat gestern noch gegen die Bundesnotbremse geschossen), bei einer Verdoppelung vo 12 Tagen (Anfang Januar bis Anfang März) hatte ein Einschreiten 2 Wochen später verdoppelte Zahlen bedeutet (statt 200 also 400). Impfungen alleine spielen vermehrt eine Rolle, entscheidend ab 50 %. Bei Schnelltests haben viele die Sorge, dass sie kontraproduktiv sind (jeder 2. wird herausgefischt, die andere Hälfte ist vielleicht noch sorgloser, weil negativ getestet und verzichtet auf Massnahmen (war auch bei unseren Schülern ein Problem).

    Die Person hat eine Allergie gegen jede Form der Belastung.

    Dann Einleitung der (Zwangs-)Pensionierung, wenn keine Chance auf Besserung besteht. Oder bei erwiesener (Schwer-)Behinderung darf/muss der Betroffene weniger Stunden unterrichten (und alle sind glücklich).

    Aber wir kennen alle die Hintergründe nicht. Ich bin aber nicht mehr bereit, deshalb dauerhaft mehr zu tun (schadet nämlich meiner Gesundheit).

    Bitte versteh mich nicht falsch - ich kritisiere nicht den flächendeckenden Einsatz von Schnelltests. Ich denke nur, dass man deren Wirkung nicht überschätzen sollte. Die Schnelltests sind ja vor allem zur Aufdeckung asymptomatischer Infektionen bedeutsam. Und diese werden eben nur zu einem verhältnismäßig geringen Anteil aufgedeckt.

    Zudem schätze ich, dass der Effekt von Schnelltests in den Prognosen von März und Anfang April enthalten sein sollte. Schließlich startete die breit angelegte Einführung bereits Anfang/Mitte März.

    Wenn statt 58% der symptomfreien 30 % gefunden werden, senkt es den R-Wert um wieviel? (Ohne Schnelltests wäre keiner gefunden worden und der R-Wert ging ja nur etwas (0,3) zurück.)

    es gab von den Fachleuten keine Schwarz-Weiß-Malerei, es wurden verschiedene Modelle mit den zugrundeliegenden Annahmen vorgestellt. Dass sich Medien meistens nur die extremste heraussuchen (und die Annahmen verkürzt darstellen oder ganz weglassen), ist so. Die meisten lesen nur Überschriften und kurze Texte (wer mehr las, wusste die Zahlen auch damals einzuordnen).

    (Ich selbst habe erwartet, dass Maßnahmen ergriffen werden (und es daher die Inzidenzzahl nicht deutschlandweit über 300 steigt), gehofft, habe ich dass sie rechtzeitig ergriffen werden (und da war ich mir nicht sicher). Aber was mit weniger Maßnahmen geschieht, sieht man bei den aktuellen Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen, die @Kalle29 hier erst heute morgen für Stuttgart geschrieben hat (im Vergleich zur Gesamtzahl) . Sie sind überall deutlich höher, zu hoch für unser Gesundheitssystem, wenn es die meisten Altersgruppen treffen würde (die ganz alten lasse ich mal weg, da sie fast komplett geimpft sind). Und es war klar, dass eine Senkung von R-Wert unter 1 für Rückgang reicht.

    Wenn du bereits vorher weitgehendst die Maßnahmen eingehalten hast, brauchtest du ja nichts zu ändern. Ich selbst war Anfang März in einem großen Schuhgeschäft und die verlangten "click&meet"-Maßnahmen wurden nicht eingehalten (es war z. B. viel zu voll, nur einer trug sich von einer Gruppe in die Liste ein, meistens konnte man ohne Kontrolle/ Eintrag am Eingang herein). Mir war es bewusst, habe es beobachtet, trotzdem habe ich mehrere Schuhe probiert und ein Paar gekauft. Schließlich war die Schule auch offen (Inzidenzzahl unserer Stadt damals 400, aber der Landkreis lag offiziell deutlich darunter) und die Maßnahmen wurden auch nur pro forma beachtet. Es war eben diese Sorglosigkeit oder das Gefühl, nichts daran ändern zu können (außer FFP3-Maske und wenn möglich Abstand).

    Und wenn man weiß, dass Covid-19 eine Gefäßerkrankung ist (und keine Atemwegserkrankung), dann sieht man jetzt die hohen Zahlen bei Kindern, die noch lange nicht geimpft werden können, mit Sorge. Ich verstehe Eltern mit kleinen Kindern daher sehr gut. Drosten sagte auch erst letzte Woche, dass alle innerhalb von 1,5 Jahren entweder geimpft oder mit Sars-CoV2-Viren infiziert sind. Und Kinder unter 12 können sich vorerst nicht impfen lassen. Aber auch sie haben nach einer symptomlos verlaufenden Infektion 6 - 10 mal so viele Biomarker für Entzündungen im Blut (Mikrothrombosen) , ein Teil sogar geschädigte Nieren etc.

    Dank der Warnungen wurden 80 % vorsichtiger (meine Umgebung und ich auch). Die anderen 20 % glaubten schon immer, dass alles nur Panikmache sei. Diese Vorsicht wurde verstärkt durch die Diskussionen über die Bundesnotbremse. Die meisten haben bereits vor Vollzug sich danach gerichtet. Sie war deshalb notwendig, auch wenn manche unwissende es abstreiten. (Man sieht es deutlich an der Kurve, sie stieg nach Ostern noch einmal stark an, bevor sie fiel.)

    Aber die Vorsicht von 80% drückte den R-Wert von 1, 1 - 1,2 auf 0,8 - 0,9 (und das reicht).

    Ohne Warnungen? (Viele waren bei dem schönen Wetter und fast alles offen (Anfang März) zu sorglos geworden. Es war ja nicht böswillig, nur gedankenlos. Jetzt haben sich die meisten noch einmal etwas zusammen gerissen (etwas, weil andere Länder drückten den R-Wert auf 0,5 - 0,6).)

    Ist bei euch die AfD-Wählerquote hoch? Ich dachte nur, im Erzgebirge gibt's diese Verknüpfungen ja möglicherweise. Und da Ba-Wü durchaus auch so seine Hochburgen hat...:flieh:

    Wo wurden die Querdenker "erfunden"? (Wer es nicht weiß, Stuttgart. Dort gab es auch die erste Demo.)

    Es gibt die Hypothese, dass sie (auch eine) Folge von Wutbürgern (Stuttgart 21) sind. (Mancher Bürger fand dadurch Gefallen, gegen die da oben auf diese Weise zu protestieren. In Stuttgart ist dadurch eine "Bewegung" (Blase) entstanden (die Jugendfreundin meiner Mutter gehört dazu, wir hatten immer viel Kontakt, seit gut 10 Jahren artet es, wenn wir nicht auf die Zunge uns beißen, in Streit aus). Auch Waldorfschulen (Steiner, Anthroposophie) stammt aus Stuttgart. Und eine 3. wichtige Gruppe der Querdenker sind fundamentalistische Christen (Pietisten) sind in der Umgebung von Stuttgart mindestens so stark wie im Erzgebirge.


    (Und 2 der (absoluten) Spitzen der AFD stammen aus Baden-Württemberg. )

    Auch SK Heilbronn ist heute lt. LGA Baden-Württemberg bei 186, Stuttgart sank innerhalb von wenigen Tagen von 200 auf 123, es kann auch bei Heilbronn sehr schnell gehen. (Schwarzwald-Baar, für mich interessanter sank innerhalb von wenigen Tagen von 270 auf 147.) Nur Zollern-Alb-Kreis (als einziger knapp über 200) macht Sorgen (aber das betrifft uns beide nicht, wenn ich richtig kombiniert habe). Ich hätte auch nicht erwartet, dass es jetzt so schnell geht.

    CDL, es wird. :troest:

    Ach herrje, bei so kurzen Mittagspausen gingen bei uns aber einige, mich eingeschlossen, auf die Barrikaden. Nach 14 Uhr kriegt man in der Gegend der Schule nichts gscheits mehr zu Essen, und die Abendschullehrer (und Schüler, wir haben auch einige, die morgens und abends da sind) könnten dann fröhlich vor sich hin hungern.

    Wir haben nach der 6. 45 Minuten Pause. Der letzte Vorstoß, sie zu kürzen, weil die, die nie abends dran sind, gerne ne Viertel Stunde früher heim wollten, wurde zum Glück abgeschmettert.

    Die Regelung "keine KA mittags" erklärt dann aber auch, warum man hier so oft von Studienplänen mit vielen Lücken liest, bei denen ich immer dachte "komisch, in unserem riesigen Bunker mit zig Schulformen geht's doch auch". Da MUSS man ja alle ein- oder zweistündigen Fächer irgendwie morgens einplanen. Eure Planer tun nir echt leid.

    Wir haben Stundenpläne mit vielen Lücken unf Klausuren /Klassenarbeiten bis abends. Grund, bei uns kann jeder ab Klasse 5 zunehmend zwischen verschiedenen Profilen/ Fächern wählen. Es sind mindestens 46 Slots in der Kursstufe notwendig (Pflichtsstunden, zu verteilen auf 4,5 Tage, freitags also nur bis mittags, nachmittags sind einige AGs), so viele Stunden haben weder Schüler noch Lehrer. Bei den jüngeren sind es natürlich weniger, aber bereits in Klasse gibt es 5 Wahlmöglichkeiten, ab Klasse 6 sind es 7 Wahlmöglichkeiten.

    Mal schauen, wäre schön, wenn das klappt, wobei unsere Impfquote - leider- unterdurchschnittlich ist (das passende Gegenstück zur Inzidenz...), zuletzt lagen wir über 10% unter dem Landesdurchschnitt bei den Erstimpfungen. Danke auf jeden Fall für die Information. :)

    Wir wissen es nicht, weil viele außerhalb des Landkreises sich haben impfen lassen. Und da wir ein großer Landkreis sind, sollen wir in Zukunft mehr erhalten.

    Naja, das es allen gut tut, glaube ich nicht, aber mir ging es eher darum, dass eben keine Vollbesetzung mehr bei uns stattfinden wird, sondern bis zum Schluss Wechselunterricht und sowas würde ich mir für euch eben auch wünschen. Das man sie ruhigen Gewissens sehen kann und nicht gleich wieder Angst haben muss, weil einfach zuviele Leute auf zu engem Raum sind.

    Mir wäre es aktuell auch wohler, aber es sind ja noch 5 Wochen. Selbst eintägige Wandertage sollen bei uns dann erlaubt sein (und es kommen noch weitere Unterbrechungen wie mdl. Abitur dazu (kein Unterricht möglich, weil alle Räume belegt sind).

    bis Anfang Juni sollen 50 % einmal geimpft sein, drei Wochen (2 Wochen nach Pfingstferien) evtl. später ca. 70 %. Dann sind Inzidenzzahlen unter 100 (das bedeutet 300 bei ungeimpften) überall möglich. Dass in Schulen fast alle ungeimpft sind, zählt nicht. (Und spätestens dann sind Inzidenzzahlen unsinnig. )

    (Ich habe vorher noch einmal meinen Beitrag geändert, weil ich nicht weiß, inwieweit ich es weiter geben darf, aber die Nachricht kam heute von ganz oben.)

    1. Ist das bei euch prinzipiell rechtlich zulässig Online-Klausuren schreiben zu lassen, in welchem BL bist du denn nochmal? Falls ja, SL fragen, welche Vorgehensweise zu beachten wäre, dann kannst du darauf verweisen und hast deren Rückendeckung. In BW ist das beispielsweise explizit nicht zulässig.

    2. fossi74 hat hier ja schon beschrieben, wie sie das generell beim Online-Gymnasium machen (Kamera eingeschaltet, ich meine sogar eine zweite Kamera die von hinten auf den Bildschirm filmt, damit dort nichts angezeigt oder verdeckt am Handy gemacht werden kann).

    3. MrsPace hat hier auch schon einige Male geschrieben, sie lasse (nicht wirklich legal, da BW, aber pragmatisch ;) ) Online-Klausuren schreiben und kann bestimmt ebenfalls noch etwas zur Vorgehensweise schreiben.

    4. Wenn bei euch Online-Klausuren rechtlich zulässig sind, muss natürlich die Kamera eingeschaltet werden. Wer das nicht möchte (bzw. wo die Eltern dem nicht schriftlich zustimmen möchten), muss eben in die Schule kommen und dort unter Aufsicht schreiben. Ich würde mir wohl eher überlegen, wie viele das betrifft, die sowieso in die Schule kommen würden und ob das dann letztlich nicht weniger Aufwand ist für dich dort für die gesamte Klasse einen Termin (mit Abstand plus zwei Räumen für getestet/ungetestet) anzubieten, als einen Teil als Online-Klausur, einen Teil in Präsenz im "Getestet-Raum", einen Teil in Präsenz im "Ungetestet-Raum".

    (Komplette Online-Klausuren wären mir aktuell auch lieber, aber ich konnte zuletzt noch nicht einmal einen simplen Test über Forms vernünftig schreiben lassen, weil an dem Tag die halbe Schule Verbindungsprobleme hatte und Seiten nicht luden/abgeschickt werden konnten, Verbindungen plötzlich kompett weggebrochen sind... In Präsenz schreiben zu müssen ist wirklich ein unfassbarer Aufwand durch die vielen Räume und Aufsichten und Vorgaben. Wir werden wohl für die Abschlussprüfungen 2/3 des Kollegiums an insgesamt 4 Tagen als Aufsichten im Einsatz haben, damit das alles klappen kann bei fast 200 Abschlussschülern, 4 Räumen je Klasse- 2x getestet, 2x ungetestet- wegen der erforderlichen Abstände und unseren Raumgrößen, Toilettenaufsichten, zusätzlichen Kräften für die Testungen vorab, von den ganzen Springern- der Rest des Kollegiums- soweit nicht in Elternzeit/Mutterschutz/komplett raus aus der Präsenz- ganz zu schweigen. :autsch:)

    In Baden-Württemberg ist beabsichtigt, dass 2 Wochen nach Pfingstferien und stabilen Werten unter 100 Unterricht für alle auf den Plan steht. Ich werde dann meine Klassenarbeiten schreiben lassen.

    Bei uns zählt die Schulleitung die verwendeten Tests. Du musst schon entsprechend ausgebildet sein, um diese wichtige Tätigkeit zu übernehmen. :pfeifen:

    Wir müssen vorher selbst abzählen und übrige anschließend sofort zurück bringen (sonst reicht es vielleicht nicht).


    Also wenn man hier im Fred 6 Stunden nicht mitgelesen hat, kommt man ja völlig durcheinander. Roter Tee als Getränk bei der Eucharistie? Wird in der Kirche jetzt getestet? Und kann man da die Pakete spenden, die man in der Schule nicht mehr braucht und auf Ebay keine Abnehmer finden? Was hat Bullerbü oder die Schneeschmelze damit zu tun? Wer filtert Kaffee in Damenstrumpfhosen? Fragen über Fragen.

    Ich habe nur eine Antwort auf alles: Roter Tee ist Hagebuttentee, den gab es immer im Zeltlager und in Jugendherbergen.

    Ging mir gerade auch so, 5 Stunden in einer hervorragenden Online-Fortbildung (die möchte ich nach Corona beibehalten) und weiß immer noch nicht, was gelber Tee ( kleiner gruener frosch ) ist. Roten Tee gab es bei unseren Zeltlagern auch (Riesentopf über dem Lagerfeuer, eine Packung Hagebuttenteebeutel hinein kippen) und bei einer Jugendfreizeit in Dänemark auch mal Heidelbeerlikör beim Abendmahl (statt Rotwein) ).

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