Beiträge von Kris24

    Kris24 angenommen du wärst jetzt 31 und Junglehrerin und bald kommt der Impftermin (Hochstufung von Lehrern auf Priorität 2), der verfügbare Impfstoff ist natürlich AZ, da Biontech/Moderna an die Personen ab 65 geht.


    Würdest du die Impfung ablehnen oder erstmal AZ nehmen?

    ich bin Mitte 50 und denke nicht mehr wie 30 ^^

    (Wenn ich Null Sorgen von schwerem Verlauf für mich hätte und nur andere schützen wollte, vermutlich schon. Bis Juni (2. Gruppe ab April? Dann mindestens 63 Tage bis 2. Impftermin ) weiß man hoffentlich, ob eine 2. Impfung erst nach 12 Wochen die Wirksamkeit noch mehr erhöht (und wenn man noch etwas länger wartet, gibt es im Herbst vielleicht eine Anpassung an die Mutationen (das hat zumindest die wissenschaftliche Sprecherin von Oxford gesagt) als 2. Impfung?)

    AZ scheint aber durchaus effektiv gegen schwere Verläufe zu schützen, nur die Wahrscheinlichkeit dass man trotz Impfung noch eine milde bis moderate Symptome entwickelt scheint bei entsprechend ca. 40% zu liegen. Von daher scheint mir AZ doch besser als sein Ruf zu sein und ich würde mich damit impfen lassen.

    In Südafrika war das Durchschnittsalter der 2000 Teilnehmer 31 Jahre (und da stellt sich vielen die Frage, wie viele so junge Menschen erkranken im Beobachtungszeitraum schwer oder gar tödlich an Covid-19 und bei leichten und mittleren Verlauf gab es keinen Unterschied zwischen geimpft/nichtgeimpft. Ich verstehe da Südafrika, die den Impfstoff weiter reichen.)

    Den Vorwurf mache ich AstraZeneca schon lange, ihre Studienteilnehmer sind viel jünger als bei den anderen (Durchschnittsalter 31 ist extrem). Trauen sie ihrem eigenen Impfstoff nicht, weil man weiß, dass ältere bei klassischen Impfstoffen weniger Immunantwort zeigen?

    Mir war so, dass der Stiefvater ein Schweizer ist 😉

    Ja, ist er, aber er wohnt seit über 10 Jahren in Deutschland, davor hatten meine Eltern zwei Wohnsitze (einen also in der Schweiz). Und auch du hast vom (aktuellen) Wohnort gesprochen. (Meine Eltern hatten kurzfristig mit Impfung in Thurgau überlegt, aber das wäre vermutlich nicht gegangen. )

    (Ich hatte vorher überlegt, ob Freiburg nicht eindeutig genug war (und deshalb jetzt Baden-Württemberg ergänzt).)

    da habe ich echt Glück mit meinen Schülern, bei uns muss am Vorabend bis 18 Uhr (Unterstufe) alles hochgeladen sein, damit die Eltern in Ruhe herunterladen können

    Das einzige, was mich in der Hinsicht nervt, dass einige Schüler aller Klassenstufen, jedes Mal, wenn sie etwas hochgeladen haben, mich fragen, ob es angekommen ist. Ich antworte inzwischen nur noch, schau selber nach.

    Einige Tage aus den Socken gehauen zu sein, ist besser, als ernsthaft an Covid-19 zu erkranken.

    Ich bin gegenüber AZ selbst skeptisch (aus anderen Gründen), aber dass man ein paar Tage ausgeknockt ist, ist mMn keine ernstzunehmende Nebenwirkung.

    Eben. Bedeutet das vermutlich, dass man zu den 60 % gehört, bei denen es wirkt. Vielleicht sollten sich eher die Sorgen machen, die gar keine Nebenwirkungen haben?


    (Ich hatte mich letzten Herbst erstmals gegen Grippe impfen lassen und hatte danach einen Tag so starke Schwindelgefühle, dass ich nicht in die Schule gegen konnte.)

    Ich glaube, dass wir das alle so sehen. Die Frage ist nur, was ist wenn die Option ist jetzt AZ oder in ein paar Wochen/Monaten Biontech? Da ist natürlich die Frage, wie lange ist dieser Zeitraum.

    Drosten gab sich auch optimistisch, dass einer späteren Impfung mit einem anderen Produkt nichts entgegen steht. Wäre auch eine Idee. Jetzt AZ und dann im Herbst im besten Fall Biontech Vers. 2.

    Zwischen AstraZeneca müssen in Deutschland mindestens 63 Tage liegen, ideal seien 12 Wochen (Wirksamkeit dann angeblich 72 %). Da ich frühestens im Mai dran sein kann (wenn ich in die 2. Gruppe aufrücke, evtl. möglich), ich aber im Juli auf BioNTech etc. hoffe (3. Gruppe) , stellt für mich aktuell die Frage nicht (2. Impfung wäre gleichzeitig) .

    Meine Schwester wird diese Woche noch mit AstraZeneca geimpft (für sie ist der Zeitunterschied größer), mein Bruder und mein Stiefvater erhalten diese Woche noch die 2. Impfung BioNTech.

    Als meine Kinder noch kleiner waren, bekam man vom Kinderarzt ein Zäpfchen mit, das ich ihnen geben sollte, falls sie Impfreaktionen wie die beschriebenen zeigen würden. Scheint mir jetzt nicht außergewöhnlich zu sein.

    Paracetamol wurde angeblich schon vor (!) der Impfreaktion eingenommen, damit sie nicht so stark eintritt. Deshalb seien es bei der Studie nur 10 % statt 25 - 50 % starke Nebenwirkung gewesen.

    Ich verstehe dann nicht, warum man nicht gleich entsprechend berät. Aber ich habe es nur gehört und bringe vielleicht etwas durcheinander.

    Wenn AZ so schlecht ist, wie konnte der Impfstoff die Zulassung bekommen? @Wollsocken80 meinte mal, dass sehr strenge und hohe Maßstäbe angesetzt werden, wenn es um die Zulassung von Impfstoffen geht.

    Wieso schlecht? Gerade diese Nebenwirkungen zeigen, dass das Immunsystem antwortet (und dann schützt).

    Bei der Studie wurde wohl Paracetamol eingesetzt, um die Symptome gering zu halten. Lest aber biite erst nach, ob es stimmt, bevor ihr es ausprobiert.

    Es gelingt dir aber auch nicht immer, Sache und Wertung zu trennen. Allein, weil hier viele Themen gemischt werden.

    Und das ist auch logisch, wie schon tausend mal geschrieben. Wir sind nunmal vielfältig involviert. Dass Fachleute versuchen, die Ansteckungswege und Ausbreitungsgeschwindigkeit zu berechnen ist nur ein Aspekt, sicher ein sehr wichtiger. Aber einer muss dann die Masken nähen, ein anderer Impfzentren aus dem Boden stampfen und eine dritte darf der sterbenden Mutter nur durchs Fenster winken.

    Mich stört es nicht, ich finde die Aspekte alle interessant. Wer aber die meiste Ruhe/Unruhe hier reinbringt, das hat halt nix mit dem Studienfach zu tun, sorry ;)

    Ich verstehe nicht, was Masken nähen und Impfzentren mit mir zu tun haben (ich halte beides wichtig, um die Pandemie zu beenden und war nie dafür sterbende von ihren Angehörigen zu trennen (im Frühjahr gab es zuviel Chaos, auch deshalb wollte ich den Sommer nutzen, diesen Winter vorzubereiten).

    Ich bin aber auch nicht dafür, Lügen zu verbreiten, um Ruhe auszustrahlen (das wirkt nur sehr kurzfristig und spätestens wenn es durchschaut wird, hat es das Gegenteil zu Folge).

    Ich bin immer noch überzeugt, wir hätten die 2. Welle und viel Leid verhindern können, hätten Schulen vielleicht nicht komplett schließen müssen, wenn nicht zu viele Wunschträumen im Sommer und frühen Herbst nachgehangen wären. Ramelow (?) sagte vor kurzem, darauf angesprochen, ich habe es mir so gewünscht (mir wurde es dabei schlecht) . Das Virus richtet sich nicht nach unseren Wünschen, man kann nicht mit ihm verhandeln. Für mich ist das immer Fantasie gewesen. Es war spätestens ab September (mir) klar (inkl. Zahlen und Lockdown) und ich konnte nichts ändern. Mir war auch seit Ende Mai klar, dass Masken dabei helfen können, es gab viele Beobachtungen, aber andere schlossen lieber die Augen und wünschten sich Ruhe.

    Ich weiß, wie jemand von dir gelobtes, noch im September hier äußerte, was ihr sprecht immer noch über Corona? Und ich war geschockt, weil mir klar war, dass die 2. Welle schon Anlauf nimmt.

    Mir hat mal ein Kollege gesagt, ich würde ein Deich bauen, bevor die Sturmflut kommt. Er selbst ist der Typ, der lieber an nichts schlimmes denken will. An dieses Bild habe ich oft letztes Jahr gedacht. Es hilft nur leider nicht, wenn ich alleine einen Deich baue. (Und genau deshalb glaube ich auch nicht mehr, an gemeinsame ausreichende Anstrengungen beim Klimawandel. Auch diese Hoffnung ist im vergangenen Jahr verloren gegangen.)

    Das werde wiederum ich nie verstehen, wie man das meinen kann. Ich habe mich mal wieder aufgerafft ein paar Folgen Drosten Podcast zu hören und finde, dass er und Frau Ciesek (die mir einfach wirklich sympathischer ist) das eigentlich sehr häufig und sehr gut schon erklärt haben, dass der wissenschaftliche Diskurs ein anderer ist als der gesellschaftlichspolitische. In der Wissenschaft geht es um Fakten, an die man sich bestmöglich anzunähern versucht, in der Politik geht es um Meinungen und Moral. Ganz viele Entscheidungen der Politik sind überhaupt nicht wissenschaftlich abgestützt obwohl sie es sein könnten, gestört hat das bis anhin niemanden so recht. Im Bereich Umweltpolitik entwickelt sich da zum Glück ein zunehmend grösseres Bewusstsein fürs Problem.

    genau aus diesem Grunde habe ich vorher so heftig widersprochen. Naturwissenschaftler versuchen einer Sache auf den Grund zu gehen, sie völlig zu verstehen, zu durchdringen. Ich freue mich, wenn ich durch einen Schlagabtausch mit anderen Wissenzuwachs habe, neue Erkenntnisse gewinne, es geht nicht um meine Meinung und Recht haben auch wenn es Außenstehende vielleicht so vorkommt. Ich habe einen Physikkollegen mit dem ich stundenlang heftig diskutieren kann und wir beide freuen uns, dazu zu lernen (und sitzen Freitagmittag in der Schule). Wir haben beide viel nachgedacht, haben unterschiedliches Fachwissen zu denselben Themen, mein Kollege muss es begründen, um mich zu überzeugen (umgekehrt genauso).

    Es ist ein anderes Denken, es geht nicht um (persönliche) Meinungen, es ist trotzdem noch nicht alles geklärt, viele Fragen sind offen und trotzdem ist nicht alles beliebig, im letzten Jahr ist es dank Corona vielen klar geworden.

    Kris24 et al.: Was haltet ihr von dem Prinzip Doppelmaske?

    https://www.welt.de/politik/auslan…te.onsitesearch

    Ein anderes Forums-Mitglied (wer war es?) und ich hatten letzte Woche schon darüber geschrieben, die Studie ist interessant (ich habe es woanders gelesen) . Ich müsste aber etwas basteln, weil mein Kopf zu groß ist. (Es ist aber im Hinterkopf, diese Woche ist bei uns Ferien. )

    Meine Masken (FFP2, Windguard) sitzen aber sehr gut.

    ich kannte den Begriff breaking news im Zusammenhang mit Schule nicht, aber ich greife immer aktuelles aus Nachrichten, Wissenschaft etc. auf, wenn es zu meinem Fach passt (und das ist sehr häufig der Fall).

    Ich möchte meinen Schülern zeigen, dass sie nicht nur für die Schule lernen, ich möchte, dass sie Nachrichten etc. wissenschaftlich untersuchen, es ist für die Schüler auch interessant und führt zu Aha-Erlebnissen, was mich freut. Und natürlich sprechen auch Schüler Themen an und wenn es gar nicht passt, biete ich eine Verschiebung an (z. B. Fukushima nach der schriftlichen Abiturprüfung). Kurze Fragen beantworte ich immer sofort (innerhalb einer Woche, wenn ich selbst nachlesen muss).

    Und ganz nebenbei ich hatte auch mehrfach schon eine Aufgabe aus dem zentrale Abitur vorher im Unterricht besprochen (z. B. der Schwefelsäureunfall auf dem Rhein oder die Bagdadbatterie). Das ist natürlich Zufall, ich kenne die Aufgaben vorher auch nicht, aber auch im Abitur werden aktuelle Ereignisse aufgegriffen. Deshalb verwende ich auch kein extra Heft (wir haben auch Ordner und dann steht halt Exkurs darüber).

    Aktuell war natürlich Corona und Impfstoff Thema.

    Keine Ahnung, woran es liegen mag, aber an unserem BG hat diese Organisation geklappt.

    Bei uns nicht, weil jeder Schüler anders wählt und wir 46 verschiedene Stunden, alleine in der Kursstufe haben, die nicht parallel liegen dürfen (Überschneidungen der Schülerstunden). Und weil sie nicht nach ihrem Namen wählen, wären manchmal 2 da und manchmal 28,, wenn im anderen Fach in der Mitte geteilt wird. Deshalb gibt es aktuell für jeden Kurs 2 Räume und alle sind immer anwesend (da viele Klassen komplett zu Hause sind z. Z. möglich) und der Lehrer wandert. Ich dürfte so jedoch keine Schülerversuche in meinen Chemieleistungskursen machen, also sind bei mir alle in einem Raum (es gibt bei uns keine verpflichtenden Abstandsregeln, meine Kurse sind zudem nicht so groß).

    Auch das ist ein Grund, warum viele Abiturienten gegen Präsenzunterricht sind. Der Lehrer ist nur die Hälfte der Zeit anwesend. Dazu kommen lange Fahrzeiten und herumsitzen auf Gängen in Hohlstunden.

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