Es gelingt dir aber auch nicht immer, Sache und Wertung zu trennen. Allein, weil hier viele Themen gemischt werden.
Und das ist auch logisch, wie schon tausend mal geschrieben. Wir sind nunmal vielfältig involviert. Dass Fachleute versuchen, die Ansteckungswege und Ausbreitungsgeschwindigkeit zu berechnen ist nur ein Aspekt, sicher ein sehr wichtiger. Aber einer muss dann die Masken nähen, ein anderer Impfzentren aus dem Boden stampfen und eine dritte darf der sterbenden Mutter nur durchs Fenster winken.
Mich stört es nicht, ich finde die Aspekte alle interessant. Wer aber die meiste Ruhe/Unruhe hier reinbringt, das hat halt nix mit dem Studienfach zu tun, sorry 
Ich verstehe nicht, was Masken nähen und Impfzentren mit mir zu tun haben (ich halte beides wichtig, um die Pandemie zu beenden und war nie dafür sterbende von ihren Angehörigen zu trennen (im Frühjahr gab es zuviel Chaos, auch deshalb wollte ich den Sommer nutzen, diesen Winter vorzubereiten).
Ich bin aber auch nicht dafür, Lügen zu verbreiten, um Ruhe auszustrahlen (das wirkt nur sehr kurzfristig und spätestens wenn es durchschaut wird, hat es das Gegenteil zu Folge).
Ich bin immer noch überzeugt, wir hätten die 2. Welle und viel Leid verhindern können, hätten Schulen vielleicht nicht komplett schließen müssen, wenn nicht zu viele Wunschträumen im Sommer und frühen Herbst nachgehangen wären. Ramelow (?) sagte vor kurzem, darauf angesprochen, ich habe es mir so gewünscht (mir wurde es dabei schlecht) . Das Virus richtet sich nicht nach unseren Wünschen, man kann nicht mit ihm verhandeln. Für mich ist das immer Fantasie gewesen. Es war spätestens ab September (mir) klar (inkl. Zahlen und Lockdown) und ich konnte nichts ändern. Mir war auch seit Ende Mai klar, dass Masken dabei helfen können, es gab viele Beobachtungen, aber andere schlossen lieber die Augen und wünschten sich Ruhe.
Ich weiß, wie jemand von dir gelobtes, noch im September hier äußerte, was ihr sprecht immer noch über Corona? Und ich war geschockt, weil mir klar war, dass die 2. Welle schon Anlauf nimmt.
Mir hat mal ein Kollege gesagt, ich würde ein Deich bauen, bevor die Sturmflut kommt. Er selbst ist der Typ, der lieber an nichts schlimmes denken will. An dieses Bild habe ich oft letztes Jahr gedacht. Es hilft nur leider nicht, wenn ich alleine einen Deich baue. (Und genau deshalb glaube ich auch nicht mehr, an gemeinsame ausreichende Anstrengungen beim Klimawandel. Auch diese Hoffnung ist im vergangenen Jahr verloren gegangen.)