Bei uns wurde abgefragt, es kam heraus, dass ca. 12% kein eigenes Gerät besitzt, aber nur 4 % gar nichts.
Bei uns sollen die Geräte über das Stadtgebiet verteilt werden, damit die Wege kurz bleiben, es ist ein Angebot. Aber Schüler können nicht mehr behaupten, sie konnten die Aufgaben wg. fehlender Technik nicht lösen. Im Gegensatz zum 1. Shutdown sollen die Aufgaben jetzt verpflichtend sein.
Ob es funktioniert? Es gab Familien, die komplett abgetaucht waren, die sich angeblich in ihrer Heimat (wir haben einen sehr hohen Ausländeranteil) aufgehalten haben usw.
Ich beruhige mich, auch im Präsenzunterricht tauchen manche ab und wenn die Eltern dies unterstützen, habe ich wenig in der Hand. Ich bin während der 1. Schulschließung jedem meiner Schüler nachgegangen, wenn ich nichts von ihm gehört habe. Es gab Eltern, die darüber erbost waren, ich würde ihrem Kind unterstellen, es hätte nichts getan (ich habe gefragt, wie es dem Kind und seiner Familie geht, ob es mit den Aufgaben klar kommt oder Unterstützung benötigt, ob es mir seine Ergebnisse senden kann). Andere Eltern haben sich bedankt, das tat gut.
Ich unterrichte an einem Gymnasium, allerdings mit schwierigem Einzugsgebiet (in der Zeitung stand einmal etwas von 50 % Hartz4-Empfänger), viele Eltern können kein deutsch, das Kind muss übersetzen. Deshalb war mein Wunsch Wechselunterricht (digitale Ausstattung wäre unnötig, ich sehe regelmäßig alle, in den kleinen Gruppen lässt es sich konzentriert arbeiten-war zumindest vor den Sommerferien so). Ich fürchte allerdings, dass die Zahlen aktuell zu hoch sind. Warum musste man so lange warten?