Beiträge von Kris24

    Gibt's eigentlich Wollmützen im Coronavirenlook? Also grau mit so roten Noppen dran? Das hätte ich gerne. An die Strickfraktion: was würde sowas als Auftragsarbeit kosten?

    Tolle Idee. (Jetzt wird die Zeit nur knapp für Weihnachtsgeschenke. Danke)

    OT

    Wieso bekommt TUI eigentlich einen Haufen Kohle in den Rachen gestopft, aber Restaurantbesitzerinnen, Krankenhäuser und Klarinettisten müssen gucken, wo sie bleiben?

    Zumindest für Restaurantbesitzer stimmt dies nicht. Dank 75 % erhalten sie für November und Dezember mehr als wenn sie geöffnet hätten (sie müssen ja keine Ware kaufen, ihre Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, Strom, Wasser etc. fällt auch weniger an, das alles ist zusammen mehr als 25 %). Zusammen soll es 10 Mrd. zu viel sein.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soz…94-513e962b6d8c

    Aber jammern kann man trotzdem. Und mancher fällt darauf herein.

    Deswegen habe ich es ja auch gerade so geschrieben. Wenn Du deinen Arbeitgeber damit drohst, an die Presse zu gehen ist das fast immer problematisch. Wenn Du aber die/der gewählte Vertreter(in) der Lehrkräfte im Schulausschuss ihr/sein gesetzliches Mitwirkungsrecht ausübt, ist das vollkommen unproblematisch.

    Auch der PR durfte nicht an die Presse, alle durften nur mit dem Schulträger reden (und das hat lange nicht gereicht). Bis es dort wirklich auf der Tagesordnung stand, war es Frühjahr und die Temperaturen in den Räumen höher (und all das wiederholte sich einige Jahre). Wir Kollegen hatten daher wirklich das Bedürfnis, die Lokalkpresse zu informieren (haben es aber gelassen).

    Du warst sicher immer dabei und weisst das daher ganz genau. Ich bin mal ganz ehrlich: Solche Stories glaube ich schlicht nicht mehr. Dafür kenne ich unterdessen selbst genug Infizierte. Es ist einfach kein Monster-Virus, das einen aus 10 m Entfernung hinterrücks durch die FFP2-Maske anfällt.

    Das Problem ist, dass viele FFP2-Masken Fakes sind (in einem Test hier im Landkreis waren es 8 von 9, selbst die Stadt war betroffen genauso teure aus der Apotheke). Ich habe meine Nummern überprüft, sie stimmen, aber ob sie wirklich gut sind (Betrüger können leicht die richtigen Nummern auf schlechte Masken drucken).

    (Manche der sogenannten FFP2-Masken haben nur 40 % und weniger filtriert, waren also schlechter als OP-Masken.)

    Ich glaube nicht, dass Beamte dem Schulträger gegenüber vorsichtig oder anonym sein müssen. Das ist ja nicht mein Arbeitgeber, dem ich Treue geschworen habe. Und genügend Kollegen sind im Stadtrat oder anderen städtischen Gremien/Ausschüssen ehrenamtlich aktiv.

    Und es geht schließlich darum Schaden zu verhindern!

    Wir hatten das Problem vor Jahren und ein Kollege drohte im Gespräch mit Presse. Daraufhin wurde uns sehr deutlich von der SL mitgeteilt, dass wir dies lassen sollen (und weil wir uns an der Schule im großen und ganzen wohl fühlen, haben wir es gelassen).

    Wobei nach aktuellem Stand zumindest das Land plant nur bis Jahresmitte die Impfzentren zu betreiben, danach sollen die Impfungen über niedergelassene Ärzte laufen. Ob das so klappt in der Realität muss sich natürlich erst noch zeigen. Ich bin trotzdem froh, dass es eine klare Impfstrategie gibt und das Land hier das Heft in die Hand nimmt.

    Bei Bedarf soll aber eine Verlängerung möglich sein Und da erstens nicht alle geimpft werden wollen, zweitens Kinder und Jugendliche zumindest am Anfang nicht geimpft werden sollen (weil für sie bisher nicht getestet wurden) und wir als Lehrer bei Wunsch sicher nicht als letztes dran sind, hoffe ich für mich doch.

    (Ich weiß nicht, welche Impfstoffe in Arztpraxen verwendet werden. AstraZeneca traue ich momentan nicht so ganz, er muss aber nicht so gekühlt werden und wird vielleicht in Arztpraxen bevorzugt? Ich werde mich auf jeden Fall sobald wie möglich, darum kümmern. )

    Das Problem ist, dass die Gesundheitsämter anscheinend sehr unterschiedlich entscheiden. Unseres scheint bisher strenger zu urteilen. Deshalb ist es schwierig, über andere zu urteilen.

    (Gut wäre es natürlich, nur gesicherte Punkte weiter zu geben. Aber ich kann mir obige Geschichte leider schon vorstellen, habe mehrere ähnliche von einem anderen Gesundheitsamt auch schon gehört. Es gibt teilweise die Meinung, dass kleine Kinder sich sehr selten anstecken und es nicht weiter geben, falls doch.)

    Kindliche vielleicht aber in der Oberstufe haben selbst die Schüler keine Lust 3 Doppelstunden zu frühstücken und Film zu gucken.

    Dazu fällt mir folgendes ein.

    Mein 1. Schuljahr am Gymnasium, mein 1. Oberstufenkurs Freitag 6. Stunde, sehr warm, letzte reguläre Schulstunde vor den Sommerferien (am Montag findet das Sportfest statt, am Dienstag ist Wandertag, Mittwoch nur Gottesdienst und Zeugnis).

    Ich dachte und sagte, lasst uns Eis essen gehen. Ein Schüler antwortet verzweifelt, müssen wir wirklich? Ich schaue ihn verwundert an und er erklärt, ich war heute schon 5mal Eis essen, ich habe Bauchschmerzen.

    Montags dürfen doch keine Klassenarbeiten geschrieben werden?!

    Und ihr hättet tatsächlich am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien noch Arbeiten geschrieben?!

    Natürlich werden am Montag Klassenarbeiten geschrieben. Was macht ein Fach, dass seine 2 Stunden in der Woche als Doppelstunde am Montag hat? Und ich lasse lieber am Montagmorgen als am Dienstagnachmittag schreiben.

    Und ja, auch am letzten Schultag werden Klassenarbeiten bei uns geschrieben. Meine 10. Klasse schreibt im Dezember in jeder Woche 3 Klassenarbeiten. Sonst müssten in einer Woche 4 geschrieben werden.

    Noch problematischer ist es in der Kursstufe. Weil bei uns nicht kein Schüler mehr als 3 Arbeiten pro Woche schreiben soll, geht es gar nicht anders. Montag und Dienstag sind voll verplant (und ich finde es besser als am 1. Tag nach Weihnachtsferien. Da musste ich mal eine schreiben lassen. Termine werden bei uns von oben festgelegt. Sonst würde es gar nicht aufgehen.)

    wir sollen zu Weihnachten welche kriegen (1 FFP2-Maske pro Tag oder 3 OP-Masken pro Vollzeitstelle). Mal schauen, ob es reicht (bisher gab es nur stinkende OP-Masken, die nur wenige verwendet haben).

    Dein Wort in Gottes Ohr. Ich werde im April auf das Zitat zurückkommen.

    Im oben von mir verlinkten Artikel wird tatsächlich mit 20 % in Baden-Württemberg im April gerechnet. Da dann auch die warme Jahreszeit beginnt, kann ich mir auch vorstellen, dass weniger Einschränkungen gelten (im Artikel werden noch Großveranstaltungen genannt, sonst wäre wieder alles möglich).

    Ich denke das "grundlos" macht den Unterschied. Wobei dann die Frage ist, was man als berechtigten Grund ansieht.

    Ich las gestern von einer 23jährigen, die durch eine Art Muskoviszidose nur noch 20 % ihrer Lungenleistung, aber extrem auf die letzte Grippeimpfung reagiert hat. Sie solle sich lt. Ärzten erst einmal nicht impfen lassen.

    Und ich kannte ein krebskrankes Kind, das mehrere Jahre nicht geimpft werden konnte und deshalb auf den Herdenschutz durch seine Umgebung angewiesen war.

    Glaubst du, dass wir in einem Jahr Corona überwunden haben?

    Ich glaube, die aktuelle Impfstoffentwicklung gibt berechtigten Anlass zu Hoffnung und Zuversicht, dass der kommende Winter trotz Corona wieder deutlich leichter werden kann für uns alle. (Und sollte ich kommendes Jahr erkennen müssen, dass ich mit dieser Einschätzung Unrecht hätte, hat sie mir bis dahin zumindest Mut und Kraft gespendet für diesen Winter.)

    Ich glaube, dass wir mit dem Impfstoff weit genug sind, dass es einiges erleichtern wird. (Oder ich hoffe es zumindest)

    Für Baden-Württemberg gibt es bereits konkrete Pläne (für Berlin habe ich es auch bereits gehört)

    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cor…2?referrer=push

    Im November 2021 hätte man dann über 70 % (Herdenimmunität) erreicht. Das Problem ist dann, ob sich so viele impfen lassen wollen. Aber es ist bis Ende des kommenden Jahres möglich.

    Und andere sehen methodische Mängel bei Studien nicht, die gibt es nämlich gerade bei diesem Thema zu Hauf. Es ist auch naturwissenschaftlicher Sicht längst nicht alles klar. Fakten können auch nur Puzzelteile sein, die nicht zu einer vollständigen Klärung einer Fragestellung taugen. Und es gibt natürlich noch verschiedene Wahrnehmungsverzerrungen, z. B. den Publication Bias. Nur weil etwas immer und immer wieder durch die Medien getrieben wird, muss es nicht wahr sein, nicht mal wenn es von Drosten kommt. Das finde ich nicht minder mühsam als die Schwurbler und Leugner.

    Ich habe nicht Studien von Drosten angeführt, sondern dass er versucht, Wissenschaft zu erklären (was die meisten Wissenschaftler nicht dem Laien erklären, weil es zu mühsam ist. Sonst bleiben nur Hildmann und Schiffmann übrig (und das meinte ich mit Mitte von Drosten u. a. Experten auf der einen Seite und Hildmann u. a. auf der anderen Seite, da liegt die Wahrheit nicht dazwischen) .

    Und natürlich ist nach knapp einem Jahr noch nicht alles geklärt. Aber manches weiß man schon. Und mich regt auf, wenn immer noch mit Argumenten vom März gekommen wird.

    Doch, der ist den meisten schon klar. Wenn es so super einfach wäre und Dr. Drosten alles wüsste, wären wir schon weiter. Zudem gibt es in unserer Gesellschaft verschiedene Bedürfnisse und Interessen, die nicht allein von Virolog*innen beurteilt werden.

    Meisten sind nicht alle (und ein Hildmann wird ein Drosten gegenüber gestellt).

    Ja, mache ich im Moment morgens durchaus auch: Raus aus dem Auto und direkt die Maske an, statt wie sonst durch den Schal zu atmen, damit die eisige Luft ein wenig vorgewärmt ankommt. Ist doch schön, wenn das auch einen spürbar angenehmen Effekt hat- wenn man die sonst eher lästigen Dinger eh tragen muss.

    Die Maske schützt auch die Schleimhäute (in der Nase z. B.) vor dem Austrocknen. Dadurch erkälten wir nicht so leicht.

    Kürzlich ein Anruf in der Schule "Eine Frau aus dem Schulbezirk war am Telefon. Herr Frosch, möchten sie nicht mal zu einer Infoveranstaltung kommen. Es gibt ja immer zwei Ansichten. Und es gibt Personen, die die Maßnahmen derzeit nicht so gut fi...".

    Herr Frosch: "1. bekomme ich diese Infos im Internet oft genug mit. 2. interessiert mich der Unsinn nicht. Und 3. - wenn Sie meine Schüler mit dem Unsinn belästigen, bekommen Sie ein Problem mit mir. Damit ist dieses Gespräch für mich beendet." *aufleg*

    zu "es gibt immer zwei Ansichten"

    Ich glaube, dass ist heute das Hauptproblem. Der Unterschied zwischen Ansichten und Fakten ist nicht mehr allen klar. Zu viele Leute haben zu oft Lügen alternative Fakten genannt. Am bekanntesten sind sicher Trump und Johnson. Aber auch in Deutschland heißt es immer wieder, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Nein, wenn der eine 2+2=4 sagt und der andere 6, dann ist die Wahrheit nicht 5.

    Mir fällt dieser Unterschied schon lange zwischen Mathematikern, Natuwissenschaftlern und "anderen" auf. Letztere denken anders. Es gibt mehrere Sichtweisen, man diskutiert, es gibt nicht die eine Wahrheit (und wer das behauptet, ist gleich unten durch). Das stimmt bei vielen Themen ja, aber eben nicht bei allen. Manchmal werden Grenzen auch bewusst durch wiederholte Tabubrüche verschoben, ich denke da u. a. an eine bestimmte Partei (und die "Mitte wandert").

    Auch bei Corona fällt es mir extrem auf. Der eine sagt, die Maske schützt (und inzwischen gibt es einige Studien), der andere sagt, sie schützt nicht, Viren sind zu klein, gehen durch die Maske und die (viel kleineren) Luftmoleküle gehen nicht durch und erschweren das Atmen (und überhaupt, Deutsche zeigen ihr Gesicht offen). Viele merken nicht den Unterschied zwischen Studien und widersprechenden Behauptungen (und die Wahrheit liegt sowieso immer dazwischen).

    Was kann man machen? Ich spreche dies seit Jahren bei den unterschiedlichsten Themen in der Schule immer wieder an, aber darüber hinaus? Eliten werden inzwischen von zu vielen negativ gesehen. Wissenschaftler wie Drosten, die ernsthaft versuchen, Wissenschaft einfach zu erklären, werden angegriffen. Man will diskutieren und verwechselt Fakten mit Ansichten. Man stellt Meinungen von Experten Meinungen von Laien gleichberechtigt gegenüber.

    (Ich denke dazu beigetragen haben auch Talkshows. Es werden 2 Menschen mit sehr unterschiedlichen Meinungen eingeladen, auch wenn 98 % der Experten die eine Meinung vertreten und 2 % die andere. Es wäre ehrlicher, wenn 49 von der einen Seite und einer von der anderen spräche, aber dann wäre es keine Talk"show".)

    Ich persönlich habe nahe Kontakte seit Mai extrem eingeschränkt, weil ich niemanden anstecken will. Und im Artikel ist nachgerechnet, dass Lehrer auf 100 000 in der letzten Zeit mehr als doppelt so hoch infiziert sind als andere. Beim Lagebericht des RKI waren anfangs das medizinische Personal besonders betroffen, Lehrer und Erzieher waren erst zu Hause oder in Notbetreuung, hatten kleine Gruppen und dann waren Ferien. In letzter Zeit steigen die Zahlen aber mindestens so schnell wie im medizinischen Bereich, teilweise sogar schneller. Das wundert mich nicht. Bei uns gelten keine Abstandsregeln, Masken werden nur teilweise richtig getragen, es gibt weitere Hygieneprobleme. Solange niemand Covid-19 hat, alles kein Problem, aber sobald es in der Schule ist, breitet es sich aus. Und die Symptome von Kindern und Jugendlichen sind meistens nicht eindeutig, sie werden also noch weniger erkannt als bei Älteren. Ich ärgere mich nur über Politiker, die behaupten, dass Schulen die sichersten Orte seien.

    Ich habe mal gelesen (und irgendwo hier zitiert), dass Schulen zwar anfangs keine Pandemietreiber sind, aber dann, wenn die Zahlen hoch sind, Brandbeschleuniger.

    Das meiste ist mir im Mai bewusst geworden, ich kann nichts daran ändern, ich kann nur mich schützen (und hoffe, dass FFP2 reicht).

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