Beiträge von Kris24

    An meiner 1. Schule (nach dem Referendariat) gab es Gewalt gegen Lehrer. Ich selbst hatte einmal Glück dank Stundenplan (der Schüler bekam 3 "Tadel" wegen div. Vergehen an einem Tag, ich war die 1., beim 3. Mal flippte er aus. Einmal habe ich den Schulleiter rechtzeitig dazu geholt, es blieb bei der Drohung. Man durfte sich nicht "schwach" zeigen, bei mir blieb es bei verbaler Gewalt (bei Kollegen nicht).

    Zum Glück hat Schulleitung und Kollegium zusammen gehalten, aber letztlich war es der Grund für mich zu wechseln (ich fand es anstrengend, die Freude am Unterricht ging verloren). An den beiden Gymnasien danach habe ich nichts dergleichen erlebt (2. Wechsel hatte rein private Gründe).

    Ich denke, es war Frust der Schüler, die wussten, dass niemand auf sie wartet (kaum Chance auf einen Job) und Gewalt in der Familie (manche Schüler kannten nur Gewalt als "Problemlösung").

    Dass Mieten und Immobilienpreise hoch sind, belegt für mich eher, dass dieser Markt kaputt ist. Davon abzuleiten, dass ich zu wenig verdiene, leuchtet mir nicht so ganz ein.

    Genau so, wie jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er 1700 Euro für eine Wohnung an Miete zahlen will.

    deshalb habe ich mich vor Jahren gegen eine Stelle in München entschieden und bin nach ... (1. Schule nach Referendariat) . ;)

    Und jetzt wohne ich auch 30 km weiter als ich ursprünglich wollte (halbe Miete).

    Ich kenne Menschen (keine Lehrer), die zuerst eine günstige Wohnung gefunden haben und dann einen Arbeitsplatz gesucht haben.

    Aber 1700 Euro für eine Wohnung in Stuttgart sind nicht teuer. Ich kenne höhere Preise. Meine Familie hat ursprünglich in Stuttgart gewohnt und ist bewusst weggezogen, wir haben aber noch viele Kontakte dort. Es gibt bei uns Krankenhäuser, die eigene Wohnungen für ihr Pflegepersonal anbieten, weil sie sonst keine finden würden.

    bei uns finden die Elternabende in den beiden größten Räumen der Schule statt (höchstens eine Stunde), dann wird gelüftet und die beiden nächsten Klassen sind dran. Von Lehrerseite nehmen nur die beiden Klassenlehrer teil, außerdem ein Mitglied der Schulleitung.

    Fachlehrer nehmen ausdrücklich nicht teil (normalerweise stellen sich alle am 1. Elternabend vor, in manchen Klassen sind es über 20, in meiner 10. Klasse waren es letztes Jahr z. B. 24 verschiedene Lehrer).

    Gibt es an euren Schulen eigentlich schon Vorkehrungen oder Ideen wie man im Herbst und Winter mit Corona umgeht?

    Es wird kalt und nass, Lüftung ist nicht mehr in dem Stile wie jetzt (Türen und Fenster immer auf) möglich.

    meinen Kollegen (und Schülern) ist es jetzt bereits zu kalt, zu laut usw. und Fenster und Türen sind geschlossen.

    Wenn ich in der nächsten Stunde hinein gehe, ist die Luft zum schneiden. Ich öffne also alle Fenster vorne und bitte die Schüler (oft) mehrfach, ihre Fenster ebenfalls zu öffnen. Bisher gibt es nur kleinen Protest, aber die Fenster werden sehr schnell geschlossen.

    Zu den unterschiedlichen Lüftungsintervallen (Tonne - Kriegel) las ich heute

    https://www.news4teachers.de/2020/09/schulg…wetter-zentral/

    Ich bin gespannt. Ändern kann ich wenig.

    es gab 3 Jahre, in denen ich jeweils ca. 500 Stunden in den Aufbau der Chemiesammlung gesteckt habe (ich habe damals Buch geführt, weil ich es selbst wissen wollte) zusätzlich zu meinem Unterricht (großteils in den Ferien). Ich war jung, ungebunden und es hat mir Spaß gemacht (und ich profitiere heute noch davon).

    Keine Ahnung, wie man auf 3500 Stunden kommt? Ich vermute aber ähnliches. Eine Kollege hat z. B. unendlich viel Zeit (viel mehr als ich) in den Aufbau des Netzwerks, der Computerräume etc. gesteckt und aktuell in die europaweiten Ausschreibungen. Es gibt immer wieder solche Kollegen, die es zeitweise tun. Auch der mit 3500 Stunden wird es vielleicht nur zwei, drei Jahre tun, dann ist ein anderer dran. Aber ca. 2000 Stunden sind viele aktiv (siehe Standardabweichungen).

    Und nein, ich klage nicht. Ich hätte es nicht notiert, wenn mich andere nicht darauf hingewiesen hätten. Inzwischen bekomme ich Entlastungstunden. Schule und Unterricht macht mir Spaß, deshalb würde ich nie so wie du vergleichen. Ich möchte nicht in eine Versicherungsgesellschaft wie meine Mathekommilitonen, auch wenn sie mehr verdienen und ihren Job ebenfalls sicher haben. Für mich ist nicht nur Geld wichtig.

    Ja gut, der Durchschnitt lag bei 1.700 bis 1.900. Man sollte hier auch mal die statistische Verteilung zeigen. Der Ausreißer von 3.500 Stunden kann mehrere Gründe haben: Erstens hat einer der 6.500 Lehrer schlicht 3 statt 2 geschrieben (Datenfehler), zweitens hat ein Lehrer bewusst manipuliert und drittens gibt es tatsächlich jemanden, der 3.500 Stunden gearbeitet hat. Geht man z. B. von einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft aus (250 Tage á 8 Stunden am Tag = 40h/Woche), so hätte der kleine Workaholic rund 14 Stunden am Tag (250 Tage á 14 Stunden = 3.500 Stunden) gearbeitet. Das ist allein aus physikalischen Gründen nicht möglich. Da wurde statistisch nicht sauber gearbeitet. Normalerweise würde man solche Ausreißer (oben wie unten) entfernen, da es immer Datenfehler (bewusst oder unbewusst) gibt. Aber wie gesagt, da müsste man sich die statistische Verteilung anschauen...

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde es digital erfasst, also nichts mit notieren. Und es gibt Leute, die tatsächlich mehr als 250 Tage arbeiten, einfach weil sie ihren Job lieben. Man musste auch jeweils die Art der Arbeit (z. B. Korrektur) angeben.

    Bist du wirklich Lehrer? Oder warum willst du uns beweisen, dass alles nicht stimmt? Übrigens sind in Schulwochen etwas über 46 Stunden normal (die gut 6 zusätzlichen Wochen Ferien werden umgerechnet auf 41 Stunden pro Woche, Angestellte müssen in Baden-Württemberg weniger arbeiten). Das sehen Außenstehende nicht. Es sind übrigens Standardabweichungen angegeben (bei Durchschnittswerten von 1750 bis 1976, seltsam, dass du falsch abrundest, passt es nicht in dein Vorurtei)l?

    Ja, manche unterrichten nach Buch, aber das ist für die meisten nicht befriedigend. Ich unterrichte immer wieder anders, angepasst an meine Schüler, angepasst an die Zeit, sonst wäre es mir auch langweilig.

    Ich kenne viele Kollegen, die genau aus diesem Grund Teilzeit arbeiten (z. B. 23 statt 25 Deputatsstunden), weil es ihnen zuviel ist. Eine Mutter meinte einmal zu mir, Kollege XY würde wenig arbeiten, sie sehe ihn am Donnerstagmittag beim Fußball. Dass er unterhälftig arbeitet, wusste sie nicht.

    Ich sage es immer wieder: Mummert und Partner. Die kamen zum Teil auf 3.500 Stunden. Da diese Studie aber dem Land als Auftraggeber nicht genehm war, verschwand sie sang- und klanglos in der Schublade. Einige Tätigkeiten (Konferenzen etc.) wurden zum Normaufwand deklariert, verschwanden so aus der Arbeitszeitberechnung - und schon stimmte die Rechnung wieder aus Sicht des Landes.

    Das ist für Teilzeitkräfte - insbesondere für unterhälftige - fatal und somit ein richtig fieses Minusgeschäft.
    http://www.rboelling.de/download/l-arbzeit.pdf

    Danke, dass war die Studie, die ich vorher gesucht habe. Ich hatte den genauen Namen vergessen, Kollegen hatten damals daran teilgenommen. (NRW schuldet mir übrigens noch 3 Vorgriffsstunden, ich hatte inzwischen das Bundesland gewechselt. )

    Kennst Du noch weitere Studien?

    Es gibt über 20 Studien in fast allen Bundesländern. Und das Ergebnis ist immer ähnlich. Außerdem wie soll Arbeitszeit erfasst werden außer durch Lehrer, wenn ein sehr großer Teil zu Hause im Arbeitszimmer statt findet? Die Arbeitszeit schwankt angeblich zwischen 1000 und 2500 und mehr Arbeitsstunden im Jahr.

    Ich habe aber keine Lust, über zu gut bezahlte faule Lehrer zu diskutieren (irgendwie erinnern mich deine Kommentare daran). Ich weiß, was ich tue, ich tue es, weil es mir Freude bereitet. Und dann schaue ich nicht auf die Zeit. Aber natürlich kenne ich auch Kollegen, die viel weniger Zeit und Geld investieren. Ich bin für mich verantwortlich, ich möchte etwas erreichen (in Bezug auf meine Schüler).

    Ich kenne aber auch einige Mitstudenten und Referendare, die sich gegen Schule entschieden haben, um mehr zu verdienen. Ob sie deswegen glücklicher sind?

    In dem Fall wäre es ja sinnvoll, Sek I und II zu trennen durch versetzte Zeiten o.ä.

    Ich fände es ohnehin sinnvoll, verschiedene Anfangszeiten je nach Schultyp oder so zu machen(z.B. GS 8:00, Sek I 8:45, Sek II 9:30). Dann wäre der ÖPNV entzerrt und der Kontakt der verschiedenen Stufen reduziert. Das wäre eine einfache Maßnahme, mich wundert, dass das nicht umgesetzt wird.

    Sek. II ab 9.30 Uhr würde bei uns bedeuten, dass mindestens bis 19.30 Uhr unterrichtet werden muss. Und da ich nicht nur Sek. II unterrichte, am nächsten Tag evtl. früh Sek. I. Nein, danke. Mir reicht mein diesjähriger Stundenplan.

    Wenn überhaupt, müsste die Reihenfolge umgekehrt sein.

    Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass eine Corona-Infektion der Mutter das Risiko hierfür erhöhen würde?

    ... und aus der Entscheidung, welche Politiker man gewählt hat.

    Es kommt bei Schwangeren häufiger zu vorzeitiger Geburt, wenn sie an Covid-19 erkrankt sind.

    Außerdem stehen zur Behandlung bei schwerem Verlauf nicht alle Medikamente zu Verfügung (z. B. nicht Remdesivir)

    https://www.ruhr24.de/service/schwan…e-13873013.html

    deine Arbeitszeit für Lehrer ist etwas optimistisch (klar, manche tun wenig genau wie in der Wirtschaft auch).

    Wir stempeln nicht, arbeiten nicht nur zu fest gelegten Zeiten. Es gibt nicht den Lehrer.

    Es gibt viele Studien, einfach mal googeln. Einen Link habe ich heraus gesucht.

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen…-a-1190380.html

    Ich bleibe mal bei meinem Thema.

    Meine Schulleitung sagt richtig, dass sie ja nicht mein Arbeitgeber ist (sie setzt sich trotzdem mit mir zusammen).

    Was wohl wäre, wenn ich bei der BR oder beim LBV nachfragen würde. Die wissen ja am Wenigsten, wie viele Tage ich wohl in der Schule bin oder wie meine Ausstattung ist.

    Ich glaube ich werde mal eine schriftliche Erklärung darüber einreichen beim FA, mal sehen, wie es dann weitergeht. Ich finde das höchst albern, als Lehrer einen Nachweis zu bringen, dass man ja zum Teil im Home Office arbeitet.

    Ich habe bisher formlos (z. B. selbst gezahlte Ausflüge) notiert und mir vom Sekretariat einen Schulstempel geholt. Beim Arbeitszimmer musste ich beim 1. Mal ein Foto senden. Beim PC habe ich nach Diskussion für ein Jahr ein Fahrtenbuch geführt, seitdem werden 100 % akzeptiert (davor nur zwischen 50 - 80 %).

    Dieses Jahr bin ich bisher nicht tätig geworden, mal schauen wie es klappt.

    @Wollsocken80 , so geht's sicher auch, aber wozu der Stress? Ich weiß nicht, wer das zentrale Abi ausarbeitet, ich tippe aber, dass das auch ein paar Kollegen sind. Klar, kann man auch für jeden Schulbezirk machen, aber der Zugewinn erschließt sich mir noch nicht.

    In Baden-Württemberg sind es Kollegen (z. B. ich).

    Jedes Jahr müssen pro RP ca. 20 Kollegen pro Fach (also insgesamt ca. 80 Kollegen pro Fach) jeweils eine Aufgabe aufstellen. Daraus werden 4 Aufgaben (und 4 für das Nachschreibeabitur in Chemie) ausgewählt. Es ist viel Arbeit. Ich bin froh über jedes Jahr, indem ich nicht muss. Jede Schule ist alle 3 - 5 Jahre dran. Da unsere Chemiefachschaft sehr klein ist, blieb ich bisher von Mathe verschont (da gibt es genug andere an meiner Schule).

    Auch bei uns werden 2 Termine angeboten (keine Pflicht teilzunehmen, aber sehr hilfreich), an denen man mit den anderen Auserwählten seine Ideen besprechen kann.

    Ergänzung

    In NRW war es vor vielen Jahren ähnlich wie bei Wollsocken (wir haben uns aber im RP getroffen und miteinander gesprochen) . Da hat es mich einmal getroffen. Inzwischen haben sie auch Zentralabitur.

    OT: Eingeführte Schulbücher bekommst du doch kostenlos vom Verlag?! Und farbige Kreide bzw. mittlerweile farbige Whiteboardstifte brauchte ich mir noch nie zu kaufen, die gibt's in der Schule. Ehrlich gesagt, halten sich bei mir die Kosten für Verbrauchsmaterial sehr in Grenzen (außer Rotstiften, Kulis, Eckspanner-Mappen und Prospekthüllen, die ich aber max. einmal im Jahr kaufe, fällt mir gerade gar nichts ein, das ich benötige und nicht von der Schule gestellt bekomme). Laptop und Arbeitszimmer hätte ich auch, wenn ich nicht Lehrerin wäre; die nutze ich genauso oft privat wie beruflich. Nur könnte ich meine Regale im Arbeitszimmer mit anderen als mit "Schuldingen" vollstellen ;) .

    Schulbücher bekommt man oft kostenlos bei Einführung, aber nicht die Lösungsbücher etc. Für meine Fächer sehr hilfreich (und es gibt viel).

    Ich habe mir vor Jahren überlegt, dass ich entweder Stunden reduzieren muss oder mir zur Arbeitserleichterung und Zeitersparnis diese Lehrermaterialien leiste. Ich sehe es wie Djino.

    Ich kenne auch keinen Kollegen, der unzufriedenen mit dem Gehalt ist. Ich finde es aber lustig, wenn unsere Gehälter auch mit Ungelernten (Eingangsbeitrag 10 % der Bevölkerung) verglichen werden. Meine ehemaligen Kommilitonen mit demselben Studium verdienen mehr und arbeiten teilweise auch nicht mehr Stunden im Vergleich zu mir.

    Bei mir gab es heute auch Schülerversuche (und morgen wieder). Die Schüler sitzen eng nebeneinander, bei den Schülerversuchen nicht enger (da ist der Abstand eher größer).

    Und Schmierinfektion spielt bei Sars-CoV2-Virus so gut wie keine Rolle. Und da nach Versuchen meine Schüler grundsätzlich die Hände mit Seife waschen, ist es sogar sicherer als nur Theorie.

    So eine Fobi hatte ich mal von einer Psychologin. Da sollten wir alle Probleme, die es in der Schule gibt in Gruppen besprechen und selbst irgendwas erarbeiten. In den letzten 10 min haben wir dann die 5 Tibeter geturnt. Das war das einzig Neue, was ich an dem Tag erfuhr. (Ja, habe ich rückgemeldet.)

    Ich mag Online-Fortbildungen mit ausgeschalteten Kameras und Mikrophonen der Teilnehmer.

    Kritik: Äußere ich regelmäßig. Seit 2 Jahren sind die Rückmeldebögen abgeschafft.

    Wenn sich trotz Kritik nichts ändert...

    Ich habe Online-Fortbildungen bzw. Webinare erst in den letzten zwei Jahren kennen gelernt und liebe sie inzwischen auch. Man kann nebenher Tee trinken und im schlimmsten Fall abschalten. Vor allem verliert man keine Zeit mit der Anreise. Corona hat es in diesem Jahr (bei uns) gepuscht. Ich hoffe, es bleibt.

    Und sogar im ersten Satz, ich Blindhummel. :autsch: Ich rede mich mal mit akuter Dehydration nach einem laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangen Tag mit Maske und viel Notentransparenz und Materiallisten und "aber wie genau machen Sie X,Y,Z?" heraus... :zahnluecke: Entschuldigung!:rotwerd:

    ich musste schmunzeln (kein auslachen), mir geht es aktuell genauso. Bei uns steht gerade Medienfortbildung jeden Nachmittag auf dem Plan, damit wir für evtl. Fernunterricht vorbereitet sind.

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