Beiträge von Kris24

    Ich kann nur für meine Schulform sprechen, ich finde die alten Begriffe sind bei uns problematisch, da, wie gesagt, ein schriftliches Fach auch "Nebenfach" (FG2) sein kann oder ein nicht-schriflichrs Fach auch "Hauptfach" (FG1) - je nach Abschluss.

    Viele gehen aber davon aus, dass schriftlich = Hauptfach (also FG1) und keine Klassenarbeiten = Nebenfach (FG2). Das stimmt aber ebne nicht.


    chilipaprika Die von dir erbetene Quelle suche ich noch, bin in der Apo-Gost nicht ganz so fit.

    Das gilt halt nur für euch bzw. NRW, du hast dies aber nicht erwähnt. Bei uns werden in allen Fächern Arbeiten geschrieben und Fächergruppen kenne ich auch nur vom Abitur und wie es Plattenspieler geschrieben hat. Ich war auch irritiert, habe aber aus dem Zusammenhang richtig geraten.

    Ich verstehe nicht, warum so viele reagieren wie ein Arschloch. Gibt's dafür einen Grund? Vielleicht ist die Anfrage von einem Troll, darauf hat in den ersten Beiträgen aber nichts hingedeutet.

    Wenn einer sagt "ich fühle mich oft einsam", sagt ihr ihm dann auch "such dir Freunde, du Opfer?"

    Es gab viele Vorschläge, seine Reaktionen, seine Übergriffigkeit sind es, die mich zu diesem Glauben bringen.

    Übrigens entlastet es den Rentenhaushalt nur solange bis die angestellten Lehrer selbst Rente beziehen. Da sie aktuell länger leben, erhalten sie dann auch länger Rente. Aber natürlich ist es jetzt perfekt für die Politik, wenn es mehr Einzahler gibt, die Anzahl der Rentner in den nächsten Jahren aber gleich bleibt. Es gibt genug Rechnungen, dass es sinnvoll ist, Selbständige einzubeziehen, Beamte aber nicht. Da geht es nur um das Gerechtigkeitsgefühl der Angestellten.

    Es geht nicht um die Entlassung von Beamten und Wiedereinstellung von Beamten als Angestellte. Dazu braucht man im Bundestag und Bundesrat jeweils Zwei-Drittel-Mehrheiten, um das zu gewährleisten. Unwahrscheinlich. Einfacher (und auch sinnvoll) ist, bei gleichem Bruttogehalt neu eingestellte Lehrkräfte als Angestellte zu führen. Das würde über die Jahrzehnte eine Entlastung schaffen. Das ist meines Wissens auch das, was der Linnemann gefordert hat.

    Verkleinert sicher nicht den Lehrermangel (besonders in manchen Fächern).

    Obwohl ich gerne unterrichte, ich hätte dann vermutlich anders entschieden, hatte ja die Wahl.

    Ich hatte auch noch nie Langeweile in den Ferien, zum Gegenteil, es bleibt zu wenig Zeit für alles, was ich vorhabe.

    Ich reise z. B. sehr gerne allein, ich komme dann viel eher mit anderen ins Gespräch, kann das machen und so lange wie ich will, muss keine Kompromisse eingehen.

    Bisher bin ich finanziell gut mit der PKV gefahren, Single, selten krank, fast immer Rückerstattung. Trotzdem wäre ich lieber in der GKV, nur gab es damals die pauschale Beihilfe noch nicht.

    Ich habe es bei meiner Oma erlebt. Sie wurde 105, war selbstständig, wohnte im eigenen Haus und konnte in den letzten Jahren kein Bürokram mehr erledigen, meine Mutter tat dies. Nur ich habe keine Kinder.

    Auch habe ich schon bei Bekannten miterlebt, dass Rechnungen überraschend nicht vollständig übernommen wurden. Kuren und anderes muss extra versichert werden, Familienhilfe glaube ich auch. Auch Vorsorgeuntersuchungen sind nur für gesetzliche verpflichtend. Vergleiche bei Wahlmöglichkeit sind daher sehr wichtig.

    Ich habe das Gefühl, dass wir aneinander vorbei reden.

    Bei uns müssen nicht Lehrkräfte, die keine Klassleitung haben, irgendwelche Aufgaben am Schuljahresanfang machen (das wäre ja wahrscheinlich nicht sehr sinnvoll).

    Sondern Lehrkräfte, die das ganze Jahr über Zusatzaufgaben haben, bekommen keine Klassleitung (falls möglich).

    Dann habe ich dich falsch verstanden. Meine Frage auf die du reagiert hast, war ja, haben die Kollegen den ersten Tag frei?

    Dein letzter Absatz gilt auch bei uns. Ich sehe es genauso wie du.

    Meine Bedenken liegen jetzt hierbei eher darin, dass ich mich frage, inwiefern mir solche "Standard"- Buchstunden Spaß machen oder nicht eher genau diese Schulstunden potenzielle Versagens- und Stressfaktoren für mich sind.

    Tipp, hin und wieder bereite ich Stunden auch kreativ und mit viel Engagement vor, ich versuche es bei einer Einheit pro Klasse pro Schuljahr (und mit der Zeit hat man viele Themen). Nur Standard-Buchseiten würden mich auch langweilen, nur Feuerwerk ist auch für eine Klasse zuviel. Der Mix macht es. ;)

    Wieso das denn, gibt es keine neuen Schüler, die "quer" in eine Klasse einsteigen, weil umgezogen o.ä.? Die 1. Klassen kommen ja bei der Einschulung bei uns und nicht am ersten Schultag.

    Achso, ja Schulbuchausgabe gibt es bei uns auch, das macht dann die Kollegin, die das immer macht und ihre Klasse übernimmt eben die Stellvertretung z.B. an dem Tag.

    Ein älterer Schüler findet allein den Weg und falls nicht, holt der Klassenlehrer ihn vor (!) der ersten Stunde ab. Letzteres habe ich in 30 Jahren genau einmal erlebt.

    Es gibt noch ein Argument.

    Keiner weiß, wie die Chancen in 5 Jahren aussehen. Es gibt genug, die behaupten, ab 2030 gibt es zu viele Grundschullehrer. Außenstehende haben es dann noch schwerer und

    selbst erlebt

    Ich habe mein Referendariat in Baden-Württemberg gemacht und bin dann nach NRW gewechselt. Ich habe trotz sofortiger Anerkennung vieles nicht gewusst, war nicht vernetzt. Ich empfehle daher dringend, die Ausbildung im gewünschten Bundesland zu machen.

    Ich erinnere mich, dass Antimon mal schrieb, dass es hierfür an schweizer Schulen Assistenzkräfte gebe. Ich kenne mich mit der chemischen (und ggf. physikalischen) Industrie nicht aus, aber übernehmen Chemiker/Physiker/Pharmazeuten das Spülen des Laborgeschirrs oder wird das von den Assistenzkräften übernehmen? Ich frage deswegen, um einschätzen zu können, ob es (zumindest an größeren Schulstandorten) sinnvoll wäre, ebenfalls eine Assistenzkraft für solche Aufgaben einzustellen - auch wenn dies mit zusätzlichen Personalausgaben verbunden wäre.

    Ich kenne keine Schule, die einen CTA oder ähnliches hat. Bei uns wollte sich mal jemand vorstellen, der in der nahen Schweiz am Gymnasium diesen Job ausübt, er konnte sich erst nicht vorstellen, dass dies bei uns nicht gibt. Es war ein sehr interessantes Gespräch.

    Es sind nicht unbedingt Aufgaben, die nur am Schuljahresanfang nötig sind, sondern eher Aufgaben, die das ganze Schuljahr über anfallen.

    Die Entlastung ist sozusagen eine weitere Möglichkeit Kollegen mit vielen Aufgaben zu entlasten ohne Anrechnungsstunden.

    Z.B. Systemadmins, Schulbücher Verwaltung...

    Danke, aber zumindest Systemadministration kann nicht jeder, Schulbücherausleihe bei uns auch nicht (digital). Und auch ich streiken, wenn mir jemand ohne Fachwissen in der Chemiesammlung helfen soll.

    Eine Klassenleitung hat man eigentlich immer. Außer Kolleg:innen mit Lat / Frz (Lat / Frz / Span liegt bei uns auf Bändern, so dass man als eigentlich Hauptfachlehrkraft keine Klassenlehrkraft werden kann) und einem Epochalfach. Und ich wurde bei der Einstellung noch gefragt, ob ich auch fachfremd PoWi unterrichten würde... Manche bei uns haben weniger Arbeit als andere. Das ist der Ärger.

    Ich habe auch schon gehört, dass man x und y nicht in der Oberstufe einsetzen könne, weil es dann Stress gäbe (hach, der eine Spanisch-Lehrer... Da hat in diesem Abi-Jahrgang eine Schülerin imSpanisch-Kurs an das Nachbargym gewechselt.) Und so machen dann andere eben mehr in der Oberstufe, genau. Ist halt unfair. Dann sollen sie denen doch sonstwas geben. Die können ja z.B. meine ganzen Elternemails beantworten ("Wie, ich soll für die Klassenfahrt eine Fahrkarte in den Nachbarort für mein Kind kaufen, wenn es kein D-Ticket hat? Wie geht denn das?", "Ich habe alles im Ranzen meiner Tochter einzeln gewogen! Das ist viel zu schwer!!", "Wieso können Sie denn am Wandertag nicht mit den Kindern gemeinsam bis zum Treffpunkt und zurück gehen? [Sie kriegen bestimmt die Mehrstunden bei 2h am Tag bezahlt.]" Aber das wäre noch ein anderer Chat...)

    Meine Lösung habe ich noch nicht gefunden - krankmelden, um die Arbeit zu schaffen bzw. nicht wieder nur wochenlang 6h schlafen wegen der Korrekturen, habe ich bisher noch nicht gemacht.

    Bei uns ist der Frust bei so einigen Kolleg:innen in den letzten Jahren gewachsen. Vor drei Jahren ist ein Kollege mit De/Rel vorzeitig in den Ruhestand gegangen, weil er gesagt hat, er wolle gesund in Pension gehen - er hatte ständig viel Oberstufe und sah am Ende wirklich nicht mehr gut aus. Zwei Kolleginnen haben den Beruf ganz aufgegeben, obwohl sie Anfang dreißig waren. Sie fanden die Belastung zu hoch und haben sich im pädagogischen Bereich umgeschaut. Aktuell sind es auch einige, die zumindest sagen, dass sie so nicht weitermachen wollen.

    Bei uns sind Oberstufenkurse mehr gefragt, das Unterrichten ist viel angenehmer. Ich selbst freue mich, wenn ich 2 Chemie-LKs gleichzeitig habe, um unsere Basiskurse streiten sich mehrere Kollegen. Und auch wir hatten schon Kurse deutlich über 20. Mein größter LK hatte 26 Schüler, mein größter Basiskurs 28.

    Und bei uns schreiben alle Klausuren, auch Sport. Chemieversuche für viele Schüler sind auch aufwändiger als für wenige.

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