Irgendwie kann ich nicht richtig ergründen, warum, aber ich ärgere mich über die Impfpflicht ab 60, die im Gespräch ist. Für mich klingt das wie: "Ihr alten Leute verstopft eh schon die Krankenhäuser und wollt immer nur mehr Rente, jetzt lasst euch gefälligst impfen und uns in Ruhe".
Es fällt mir schwer, da ruhig zu bleiben, aber ich versuch's:
Meine Mutter ist 93 und voll durchgeimpft. Nun war sie aktuell am Covid-19 erkrankt, hat es überstanden und erfreut sich mittlerweile wieder ihrer zahlreichen Urenkel - aufgrund ihrer Demenz immer nur für den Moment, aber immerhin.
Ja, wir waren froh, dass sie nicht in Krankenhaus musste, sie und niemand anders wollte für sie immer mehr Rente (hier: Pension), ja, ich habe sie voll durchimpfen lassen, gerade weil wir keine Ruhe vor ihr haben wollen.
Alten Menschen wie meiner Mutter hilft eine solche Pflicht sich impfen zu lassen, sie bewahrt weitgehend vor schlimmen Verläufen, und ich bin dankbar, dass es in unserer Gesellschaft immer noch möglich ist, Leben, auch wenn sein Nutzen für viele nicht mehr erkennbar erscheint, doch noch für wertvoll und schützenswert gehalten wird.
Wenn solch ein Wert nicht mehr gilt, wird auch uns einholen, was gerade durch totalitäre Regime in der Welt vorgeht: Das Menschenrecht auf Leben wird - gelinde gesagt - mit Füßen getreten.
Und gerade als LuL in unserem Staat sollten wir den Wert des Lebens aller hochhalten und den uns Anvertrauten zunehmend nahe bringen.