Ich möchte an dieser Stelle nochmal ergänzen, dass die Erwartungshaltung vielleicht aus der Pespektive einer jahrelang im Beamtentums befindlichen Lehrkraft absurd wirken mag (gerade angesichts der laufenden Abordnungsspiralen und der teils schwierigen Stellenlage je Lehramt und Bezirskregierung). Aber für jemanden, der gerade frisch aus dem Studium kommt, fünf Jahre in einer selbst wählbaren Stadt gelebt hat und da vielleicht schon gefühlt einen Fuß im System hatte, weil man Vertretungsstellen hatte, erscheint es sehr abenteuerlich, dass man dann auf einmal quer durchs Land geschickt wird.
Dass es durchaus Gründe gibt, die für das System sprechen,
- gleichmäßige Verteilung der LAA übers Land
- vakante Fachleitungsstellen (gerade bei GS und HRSGe häufig ein Problem)
- beliebte Einzugsgebiete, da (vermeintlich) einfachere, weniger heterogene Schülerschaft
- Unbeliebtheit von Orten durch besondere Zustände (seit zwei oder drei Jahren will doch niemand mehr ernsthaft nach Lüdenscheid..)
- usw.
haben viele am Ende ihres Studiums nicht unbedingt auf dem Schirm - solche Einsichten bekommen die meisten erst, je länger sie im System stecken.