Beiträge von Zauberwald

    Und auch mit dem Arbeits- und Sozialverhalten. Die Übersicht ist in Brandenburg zumindest Teil des Gutachtens.

    Es wundert mich immer wieder, welche Unterschiede es in den einzelnen Bundesländern gibt. Kann es dann auch sein, dass ein Schüler/in aufgrund seines Sozialverhaltens in der gewünschten weiterführenden Schule nicht aufgenommen wird? Oder anders gesagt, dass man sich bei einer begrenzten Anzahl von Plätzen die brävsten und fleißigsten heraussucht und Problemkinder weiterreicht?

    Wenn die Vornoten an den Grundschulen nicht gerade gewürfelt wurden, kann man schon zwischen verschiedenen "Leistungstöpfen" unterscheiden. Und dann packt man sinnvollerweise nicht alle Schüler mit ausschließlich sehr guten Noten in eine Klasse und in die andere Klasse alle Schüler mit befriedigenden Noten oder schlechter.

    Jetzt bin ich offen gestanden verwirrt. Hier melden sich die neuen 5. Klässler natürlich mit ihrem aktuellen (Halbjahres-) Zeugnis an.

    Ach so. Das ist bei uns nicht so. Neue Schule, neues Glück.

    Moin,

    Momentan sind wir mit der Erstellung unserer neuen fünften Klassen beschäftigt. Die Anmeldephase ist gerade vorbei und jetzt geht es darum, sinnvoll zusammengesetzte Klassen zu bilden. Dabei berücksichtigen wir einen Freundschaftswunsch, Geschlechterparität, Leistung, Arbeits- und Sozialverhalten sowie etwaige bekannte Diagnosen und die Empfehlung der abgebenden Grundschulen und versuchen möglichst ausgeglichene Klassen zu bilden.

    Dieses Verfahren machen wir händisch und es ist kognitiv überaus fordernd. Mich würde wirklich brennend interessieren, wie ihr das an euren Schulen handhabt und ob jemand gute Tipps zur Vereinfachung des Verfahrens hat. Ggf. sogar eine Softwarelösung?

    Viele Grüße!

    Woher kennt ihr denn Leistung, Arbeits - und Sozialverhalten? Müssen die Schüler bei der Anmeldung Schulberichte vorlegen? Bei uns wird nur die Grundschulempfehlung vorgelegt und bis vor kurzem gar nix ausser Geburtsurkunde.

    Ich habe mich endlich beim Kundenportal angemeldet und da kann ich meine Pension genau ausrechnen lassen. Wenn ich bis zur vorhergesehen Altersgrenze bleibe, ist das gar nicht so schlecht, wie ich immer dachte. Ich habe gleich alle möglichen Optionen durchgerechnet....Egal, es hat mir Auftrieb gegeben :P ^^

    Wir kennen es als Grundschullehrkräfte ja nicht anders. Klassenteiler auch 29.

    Hm, ich glaube nicht, dass die Rechnung aufgeht. Hier in BaWü hat man die Gemeinschaftsschulen ziemlich gut finanziell aufgestellt, neue Mensas, Sanierungen, Smartboards, iPads usw. während andere weiterführende Schularten das Nachsehen hatten, die Klassen sind kleiner als am Gymnasium und es gibt viele der Dinge, die du erwähnt hast wie Profilwahl, Austausch, Berufsvorbereitungsprogramme. Trotzdem ist der Ruf der meisten GMS, bis auf ganz auf wenige Ausnahmen, nur so lala bis schlecht und viele Eltern möchten ihre Kinder dort nicht hinschicken, inklusive viele Lehrer, die zwar selbst an einer GMS arbeiten, aber nicht ihr Kind an eine schicken würden (habe ich so selbst erlebt im Kollegium).

    Das kommt aber immer auf die Schule an. Aus meiner Klasse haben mal 19/22 auf eine Gemeinschaftsschule im ländlichen Umkreis gewechselt, die einen extrem guten Ruf hat. Die Klasse wollte auch zusammenbleiben und durfte es. Ein paar Jahre später hatten wir das gleiche Szenario. Hier schicken auch Eltern ihre Kinder mit Gymnasialempfehlung auf die Gemeinschaftsschule, die gerade dabei ist, die Oberstufe einzurichten. Die Eltern sehen viele Vorteile: Mo-Do Schule bis 15.30 Uhr, dafür keine Hausaufgaben. Noten erst wieder ab Klasse 8, in verschiedenen Fächern verschiedene Level möglich, zumindest in den ersten Jahren.

    Auf der anderen Gemeinschaftsschule im Umkreis sieht es etwas anders aus. Hier gibt es noch 2 Realschulen und 2 Gymnasien in der Nähe, die dann von Kindern mit der entsprechenden Empfehlung lieber gewählt werden, weil angeblich das soziale Miteinander unter den Kindern an der 2. Gemeinschaftsschule schlecht ist. Es wird zwar gesehen, dass die Lehrkräfte und das Konzept super seien, aber das andere überwiegt leider.

    Gemeinschaftsschule 1, die ich geschildert habe, steuern aus meiner jetzigen Klasse 6 (meine jetzige Schule ist von der Gemeinschaftsschule ca 20 Minuten entfernt) Kinder an, davon 4 mit Gymnasialempfehlung.

    Hätte ich da mal drauf geachtet ... das ist bei uns immer ein Getue. Als ob man die Pest bekommt, wenn einen frische Luft berührt ... schlimmer als im Klassenzimmer mit den Kids und ihrem ewigen: können wir das Fenster jetzt wieder zumachen?

    Wir haben zum Glück eine CO2 Ampel im Lehrerinnenzimmer, aber ich reiße sowieso immer alle Fenster auf, das stört niemanden. Bei uns steht tatsächlich Lehrerinnenzimmer an der Tür.

    Bei uns damals war "geschlossenes Stationslernen": Die Kinder sind in Gruppen eingeteilt und gehen auf ein Zeichen hin an eine andere Aufgabe. Eine Gruppe fängt bei Aufgabe 1 an, eine bei Aufgabe 2, eine bei Aufgabe 3...

    So kenne ich es auch. Aber Mukl schrieb

    Die damalige Seminarleitung meinte, beim Stationenlernen wird nach und nach abgearbeitet und die Reihenfolge ist fest. Man lernt nie aus, das wird mir nicht nochmal passieren ☺️. War auch der einzige Kritikpunkt an dem Tag….🤓🤓

    Vielleicht habe ich diesen Satz auch falsch verstanden. Beim Stationenlernen macht man auch öfter etwas in der Gruppe oder zu zweit, bei der Lerntheke arbeitet man eher allein.

    Beim Stationenlernen ist doch die Reihenfolge auch nicht fest. Man hat einen Plan und kreuzt die Pflichtstationen an, die man schon erledigt hat. Dann gibt es noch Zusatzstationen, die man nicht erledigen muss. Wenn die ganze Klasse gleichzeitig mit Station 1 beginnt, bricht doch ein Chaos aus, weil das Material ja oft nur für eine begrenzte Anzahl von Kindern zur Verfügung steht. Das Stationenlernen soll ja das Ganze entzerren.

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