Ich kann ja nur anekdotisch berichten und auf Basis meiner Wahrnehmung und Erlebnisse. Für mich sind die wesentlichen Punkte Inklusion (staatliche Schulen -> alle möglichen Förderschwerpunkte wild zusammengemixt, kaum sonderpädagogische Unterstützung, während die kirchlichen Schulen ausschließlich Kinder aufgenommen haben, die sinnvoll zielgleich beschult werden konnten) und Leistungsselektion (beginnend damit, dass an den kirchlichen Schulen überhaupt nur Schüler mit Gymnasialempfehlung aufgenommen wurden und dass in der Erprobungsstufe bei Nichtbewährung auch abgeschult werden konnte, während bei den staatlichen Schulen Elternwunsch bei der Anmeldung Priorität hatte und bei Überanmeldungen explizit NICHT Kinder mit uneingeschränkter Gymnasialempfehlung vorgezogen werden durften; Abschulung auch nur sehr begrenzt möglich). Es scheint mir für Schulen in privater Trägerschaft auch leichter, Kinder mit nicht tragbarem Sozialverhalten loszuwerden bzw. umgekehrt auch keine Wanderpokale von anderen Schulen zwangsweise aufnehmen zu müssen. Über die Punkte kann man sich jetzt moralisch empören, auf meine Arbeitszufriedenheit und die nervliche Belastung im Berufsalltag haben sie aber signifikant mehr Einfluss als die Frage, ob ich ab und an Klassen zum Gottesdienst begleite. Ich bin ein großer Befürworter des Strebens nach möglichst ausgeprägter Homogenität in Lerngruppen - das läuft dem, was an staatlichen Schulen gerade gewünscht ist, nunmal maximal entgegen.
Und wie viel Geld zahlen die Eltern, damit ihre Kinder diese Eliteschule besuchen dürfen?
Hier ist es so, dass zum Beispiel GERADE autistische Kinder mit Lernbegleitung die Schule mit kirchlichem Träger besuchen. Da sind anscheinend immer 2 Lehrpersonen gleichzeitig anwesend WEGEN der Inklusion. Die Eltern zahlen Geld, wie viel, weiß ich nicht, putzen die Schule und halten das Gebäude in Ordnung (Hausmeistertätigkeiten). Manchen Eltern ist die Pflege des Glaubens da zu viel und sie meiden daher diese Schule, obwohl wir sie nach der GS oft manchen Kindern (mit von uns erwarteten Problemen auf staatlichen Schulen) empfehlen. So unterschiedlich kann das sein bei kirchlichen Trägern.
Es wandern auch manchmal Kinder während der Grundschulzeit dorthin ab, weil sie bei uns Probleme haben. Es gibt dort mehrere Schulformen.