Beiträge von Zauberwald

    Ich dachte, das rechnet man anders. Die Schule braucht soundsoviele Lehrerstunden und demnach werden Leute eingestellt. Wenn 3 Leute 70% machen, dann werden eben 4 eingestellt. Da bleibt doch nichts übrig.

    Ich möchte mich bei allen nochmal ganz herzlich bedanken. Der Disput hat mich zum Nachdenken gebracht und jetzt kann ich die Dinge tatsächlich weniger emotional sehen. Dabei habt ihr geholfen....

    Manchmal darf man nicht alles so persönlich nehmen. Da neige ich auch dazu. Viele Dinge sind harmloser, als man sie versteht.

    Also das Kollegium meiner kleinen Grundschule (9 Kollegen pus Schulleitung) hat sich etwa zur Hälfte massiv verjüngt. Ebenso haben wir seit kurzer Zeit eine neue Schulleitung, die allerdings aus dem Kollegium heraus bestimmt wurde. Ein Schulwechsel kommt für mich so kurz vor der Rente nicht mehr in Frage. Ich werde versuchen, da meine Meinung zu vertreten, wo ich es wichtig finde, für meine Schüler und mich. Ansonsten werde ich versuchen, mich aus dem Gerangel um Positionen innerhalb des Kollegiums herauszuhalten. Das habe ich nicht mehr nötig.

    Ich wünsche dir alles Gute und dass dir deine letzten Dienstjahre trotzdem viel Spaß machen.

    Wohohooo ... Jetzt wird's aber richtig jammerig hier. Die jüngste Lehrperson in meinen beiden Fachschaften ist 29*, die älteste ist 65, ich bin mit 42 mittendrin. Wir haben es bisher noch immer geschafft gemeinsame Ausflüge zu planen mit denen am Ende alle zufrieden waren. Wir tauschen auch Unterrichtsmaterial aus, die Jungen gehen zu den Alten fragen was sich bewährt hat, die Alten schauen bei den Jungen, was man Neues machen könnte. Das hat alles genau NICHTS mit dem Alter zu tun sondern mit den Personen, die da aufeinander hocken. Man kann sich das Leben echt selbst schwer machen. Meine Güte, was bin ich froh um meine Kolleginnen und Kollegen.

    (*Ich müsste mal in der Physik fragen, kann sein, dass da jemand noch jünger ist.)

    Meine Teamkollegin an der neuen Schule ist genauso alt wie meine älteste Tochter und wir ergänzen uns gut. Nur, wenn du nur 4 andere Kollegen hast, kann es fremd um dich herum werden, wenn das 4 Leute sind, die du allesamt seltsam findest. Beispielsweise wenn eine davon ihren Sektenglauben ausleben will. Das hat mit dem Alter 0,0 zu tun. Bei so wenig Leuten kannst du dir nicht aus dem Weg gehen.

    Ich habe nach langen Jahren meine Zwergenschule verlassen, weil sich mein Kollegium komplett ausgetauscht hatte. Entweder pensioniert, Mutter geworden und näher an den Wohnort versetzen lassen. Das, was Palim schreibt, stimmt. Wenn plötzlich alle liebgewordenen Rituale z.B. auch im Jahreskreis nicht mehr gepflegt werden und nichts mehr ist wie es war, dann fühlt man sich als ältere Kollegin plötzlich fremd. Bin gegangen. Besonders, weil es plötzlich so ein Gehacke gab, also die Rangordnung wurde neu aufgestellt. :flieh:

    Aber hätten wir uns da an den Gebrechlichsten orientiert, hätten wir dort nicht hinfahren können, weil man beim Tokamak Versuchs-Fusionsreaktor schon über kleine Podeste die Kabelbäume überwinden mußte, für Rollifahrer unmöglich.

    Ihr hattet schon Inklusion? Finde es ganz unmöglich, einen Klassenausflug zu machen, bei dem von vornherein Schüler ausgeschlossen sind. Hätte meine Schule zum Glück nie gemacht.

    Bei uns fällt nix aus. Wir treffen uns um 16 oder 17 Uhr zum Wandern. Einmal sind wir im Wald in die Dunkelheit gekommen, war aber dann auch lustig. Jetzt gehen wir nur noch mit Stirnlampen und Taschenlampen los, im Winter mit heißem Tee und Glühwein im Gepäck. Nach der Wanderung, so gegen 19 Uhr kehren wir ein.

    Man kann auch Kompromisse eingehen.

    In Fall der TE wurde ja eine Wanderung gemacht und nach dem Essen wurde zum Bowling übergegangen. Beide sportlichen Aktivitäten konnte die TE nicht. Man hätte ja eine der beiden Aktivitäten durch eine andere ersetzen bei der die TE mitmachen kann. Dann wären beide Seiten eingebunden worden.

    Bei uns ist es völlig normal, dass manche Kollegen, auch jüngere, die darauf keine Lust haben, nicht mit zur Wanderung gehen und erst zum Restaurantbesuch dazukommen. Da muss sich auch niemand groß erklären.

    Ich meine, ich hatte sogar eine Planstelle, konnte aber trotzdem als mobile Reserve eingesetzt werden. Es ist ja schon sehr lange her, da gab es noch so viele LuL, dass viele Grundschulen in BY eine mobile Reserve fest an der Schule hatten, die zwar auch Einsätze an anderen Schulen hatte, aber auch viel in der Stammschule für Vertretungen eingesetzt wurde. Bin ja schon über 20 Jahre nicht mehr in Bayern, daher weiß ich nicht, wie es heute ist.

    Würde ich die Schulrätin direkt sprechen wollen, würde ich in ihrem Vorzimmer anrufen und mein Anliegen vortragen. Wenn ich dann auf den einzuhaltenden Dienstweg verwiesen würde, dann wüsste ich es sicher. Bis dahin halte ich es für ein Gerücht, dass man als Lehrkraft nicht persönlich mit dem Schulrat sprechen kann oder darf.

    So habe ich es damals als Berufsanfängerin in Bayern gemacht. Ich wollte wissen, wann ich endlich verbeamtet werde, nachdem mein Schulleiter mich schon wieder als mobile Reserve eingeplant hatte. In diesem Zustand wurde man nicht verbeamtet, man brauchte eine Klasse. Mein Schulrat rief meinen Schulleiter an und bestand darauf, dass ich eine Klasse bekomme, er wolle endlich zum Verbeamtungsbesuch kommen. Die Kollegin, die dann an meiner Stelle mobil werden sollte (ich war schon 1,5 Jahre), hat mich nicht mehr angeschaut, weil sie ihr Klassenzimmer nach 20 Jahren räumen sollte.

    Cheffe hat dann alles eingeschult was nicht schulreif war, dazu 4 Kinder ohne jegliche Deutschkenntnisse (2 Russinnen, 2 Tschechen ohne Kindergartenerfahrung). Es reichte aber, um aus 4 Klassen 5 zu machen. Das wurde dann meine Klasse und die Kollegin konnte in ihren heiligen Hallen bleiben.

    Verbeamtung klappte. Habe also hinter dem Rücken des SL angerufen, ich wollte ja was, was er mir nicht gab.

    Ich danke euch sehr für eure vielen Ratschläge. Ich muss das alles erstmal sacken lassen und darüber nachdenken. Einen Termin bei einem Arzt habe ich endlich bekommen. Zwar erst für März aber immerhin. Jedenfalls lasse ich heute den Computer erstmal aus. :gruss:

    Hast du denn keinen Hausarzt? März? Das hätte ich damals nicht geschafft mit Atemnot und Herzrasen. Lass es bitte nicht so weit kommen.

    Ich wollte die Kur schon letztes Jahr machen aber musste mich nachversichern mit Wartezeit. Das kam ja alles nicht über Nacht.

    Die Kinderbetreuung wäre sonst ein Problem. Mein Mann ist selbstständig und es kann sein, dass er spontan mehrere Tage weg muss. Meiner Mutter kann ich das auch nicht zumuten, die hat ja genug mit der Pflege meines Vaters zu tun. Außerdem: WILL ich die Kinder nicht hergeben! Ich hatte in den letzten 2 Jahren so wenig Zeit und Nerven für sie.

    Ich danke euch sehr für eure Anteilnahme! Ich bin total gerührt. Danke!

    Es gibt Lösungen für die Kinderbetreuung. Im Fernsehen ist es die Dorfhelferin, in echt gibt es das auch. Familienhilfe, glaube ich. Notfalls was von der Kirche.

    Ich danke euch sehr für eure vielen Ratschläge. Ich muss das alles erstmal sacken lassen und darüber nachdenken. Einen Termin bei einem Arzt habe ich endlich bekommen. Zwar erst für März aber immerhin. Jedenfalls lasse ich heute den Computer erstmal aus. :gruss:

    Hallo du Liebe,

    habe das gerade alles nicht gelesen, außer deinem Eingangspost und habe auch gerade nicht viel Zeit. Nur ganz kurz, vor 10 Jahren ging es mir genauso mit einigen schrecklichen körperlichen Symptomen einhergehend...

    Du brauchst dringend eine Auszeit, aber OHNE DEINE KINDER, sonst schaltest du nicht richtig ab. Es geht ausnahmsweise mal um DICH! Du musst raus aus dem Ganzen., egal ob Schule ist oder nicht. Du musst nach dir schauen und sonst nach niemandem. Nur so kommst du wieder zu dir und kannst nach einer Weile wieder die Alte sein. Mir haben damals eine Reha mit anschließender Psychotherapie (1Jahr 1mal pro Woche)geholfen und 5 Wochen Auszeit vor den Sommerferien (Krankschreibung, Reha teilweise noch in den Ferien) geholfen. Anschließend habe ich eine Wiedereingliederungsmaßnahme gemacht. Es war vor 10 - 11 Jahren. Ganz die Alte war ich aber erst nach 2 Jahren, also ohne alle körperlichen Symptome. Jetzt bin ich schon lange wieder gesund und wundere mich selbst darüber, dass ich nochmals die Kurve gekriegt habe.

    Blende alles aus. Du bist dran.

    Meine Kinder waren schon älter, mein Sohn war in der 4. Klasse. In seinem Zeugnis stand, dass er in den letzten Schulwochen nur noch apathisch und abwesend gewesen sei und sich nicht mehr am Unterricht beteiligt habe. Das war die Zeit, in der es mir ganz schlecht ging und ich aber noch teilweise zu Hause war. Die Kinder kriegen das so oder so mit. Es bringt nichts, sie mit auf eine Kur zu nehmen. Das ist dann auch sowieso nicht die richtige Kur. Es geht um dich und nicht um die Familie. Die wird froh sein, wenn es dir wieder besser geht.

Werbung