Beiträge von Zauberwald

    Wenn du mit dem Studium zurechtgekommen bist ist es doch auch logisch, dann ins Ref zu gehen. Was hättest du denn im umgekehrten Fall gemacht? Den Mut abzubrechen oder das Ref trotzdem beginnen und bei Nichtbestehen eventuell Rückzahlungen zu leisten?

    Auf alle Fälle wäre ich mit Ende 20 nicht mit 2 Schwestern in einem Kinderzimmer bei meinen Eltern untergekrochen. Never ever.

    Sind deine Eltern froh mit deiner Entscheidung? Meine 3 Kinder studieren auch und ich bin froh, wenn sie auf eigenen Füßen stehen.

    Zudem können meine Eltern überhaupt nicht verstehen, warum alle Studenten, gleich immer ausziehen wollen und gar nicht wissen, was das alles kostet und wie schwer das ist eine geeignete Wohnung, die bezahlbar ist zu finden. Meine Eltern sehen es jedenfalls nicht ein, unnötige Kosten zu bezahlen, wenn man als Student die Möglichkeit hat, sich einfach nur in den Zug zu setzen und jeden Tag pendeln zu können. Und der Meinung bin ich irgendwie auch.

    Meine Schwestern studieren auch und wohnen noch zu Hause, worüber sie ebenfalls sehr froh sind. Wir haben uns sogar 1 Zimmer geteilt.

    Meine Eltern habe ich nichts gekostet, seit ich mit 19 zu Hause ausgezogen bin. Ich erhielt den Baföghöchstsatz und habe das ganze Studium über im Botanischen Garten gejobbt. Nach dem Bafög brauchte ich ein Studienabschlussdarlehen für das letzte Semester und das Prüfungssemester. Ab dem ersten Monat des Refs. musste ich schon mit dem Abzahlen anfangen, da war ich 24. Meine Eltern hätten mir die Ohren langgezogen, wenn ich nicht ins Ref. gegangen wäre.

    Meine Schwester hat auch studiert und sich mit Jobs und Bafög über Wasser gehalten. Du kannst nicht sagen, dass man den Eltern unnötige Kosten verursacht, wenn man auszieht. Wenn man zu Hause wohnt und pendelt, kostet es auch Geld. Nur erhält man dann vmtl. kein Bafög und die Eltern sind für alles zuständig.

    Ich dachte, es gäbe au-pair Omas?

    Ja, genau das ist der Punkt: Das finde ich auch sehr sehr schade und genau das ist es auch, was mir psychisch schon irgendwie zu schaffen macht. Leider kann ich es nicht mehr rückgängig machen, aber ich bin seitdem irgendwie eine ganz andere Person, so kenne ich mich gar nicht. Mir kommt es vor, als wäre mir ein großes Stück Lebensfreude verloren gegangen.

    So ganz verstehe ich euer System nicht. Macht man im Studium nun den Bachelor oder den Master oder beides? Kann man mit dem Bachelor alleine schon etwas anfangen?

    Bestes Argument: In anderen Berufen ist es noch viel viel schlimmer.

    Na, dann mach doch mal Butter bei die Fische und probiere etwas anderes aus. FSJ usw. fände ich wirklich gut. Es ist sinnvoll, zeitlich begrenzt und macht sich im Lebenslauf immer gut. Oder als au pair ins Ausland.

    Dass du 10 Semester studiert hast, obwohl du dich von Anfang an in diesem Bereich unwohl gefühlt hast, finde ich schade.

    Das würde ich anders sehen. Die gehaltenen Stunden im Praktikum sagen extrem wenig darüber aus, ob du den Beruf kannst.

    Vor allem werden die doch nicht bewertet, zumindest nicht mit einer Note. Diese Stunden werden allenfalls mit der Betreuungslehrerin besprochen und man erhält Tipps. Ich meine, da kommt nicht mal jemand von der Uni, der sich was anschaut.. Ist aber bei mir so lange her, womöglich ist das jetzt ganz anders.

    Wie war denn das Prozedere bei dir bzgl. Meldung der Verzögerung? Ich weiß halt nicht, wem/ob ich jemanden Bescheid geben muss, dass es sich verzögert. Der AA meinte, er meldet sich erst bei mir/der BezReg wenn er alles vorliegen hat.

    Ich denke nicht, dass sich etwas verzögert. Du kannst ganz normal zum 1.5. deinen Dienst antreten, wie Maylin85 schrieb. Das interessiert in der Schule niemanden, ob du einen Angestellten - oder Beamtenvertrag hast. Gegebenenfalls wird der Vertrag dann noch geändert, wenn alles vorliegt.

    Ich möchte jetzt eigentlich kein neues Fass aufmachen, aber ich bin neugierig: Warum wohnst du denn mit Ende 20 immer noch zu Hause und pendelst täglich 140 km? Mir hat damals die Abnabelung von zu Hause sehr gut getan. Eltern mischen sich gerne ein, auch wenn sie es gut meinen, können sie einen andererseits verunsichern.

    Vielleicht würde es dir gut tun, auszuziehen, zum Jobcenter zu gehen (einschließlich Beratung), dich auf eigene Beine zu stellen. Reihenfolge egal. Du wärst nicht der/die Einzige, die vorübergehend arbeitet, um sich neu zu sortieren. Manche machen das ja auch zwischen Bachelor und Master oder danach.

    Fürs Schwimmen brauchst du noch den Rettungsschwimmer, sonst darfst du es gar nicht unterrichten...

    Wenn eine Schule zum Skifahren geht, bucht ihr dann Skilehrer? Und ihr geht Segelfliegen und Surfen und die Eltern zahlen die Segel - und Surflehrer?

    Hier geht man nur zum Skifahren und das übernehmen Lehrkräfte der Schule.

    Und genau deshalb ist ein Tanzkurs für 30 Euro in der Schule sicherlich eine gute Idee, weil er allen die Möglichkeit bietet ihn zu besuchen (oder sie sogar dazu verpflichtet) und er nicht das viele Geld kostet, wie außerhalb der Schule.

    Ich meine mich zu erinnern, dass im Sportstudium der Lehrämtler auch Gymnastik und Tanz enthalten war. Oder ist das falsch? Was im Bildungsplan steht muss man doch unterrichten können und wenn nicht, ab in die nächste Fortbildung!

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