ich stimm Dir ja grundsätzlich zu: die Qualität der Betreuung - ob zu oder außer Haus - ist relevant. letztlich entscheidend sind vermutlich da aber malwieder die Ressourcen und es ist überwiegend ein Klassismus-Problem. (Hab ich den nötigen sozialen und kulturellen Habitus, um mir einen Betreuungsplatz zu ergattern? Habe ich genug Bildung, um eine suboptimale Betreuungssituation zu erkennen? Kann ich es mir finanziell leisten, eine Betreuungssituation auszuschlagen? Kann ich ggf. mehr Ressourcen mobilisieren, um eine Betreuung zu ermöglichen?
anderer Punkt: ich hab im Kontext Hausaufgabendriss eine Beobachtung gemacht, bei der ich nicht so ganz weiss, ob sie relevant ist bzw wie sie zu bewerten ist: wenn Eltern und Kinder ganztags arbeiten gehen, dann verbringen sie nicht mehr so viel Zeit miteinander und deswegen soll die dann so schön wie möglich sein. es werden am Nachmittag/Abend zusammen gegessen, gekuschelt, gespielt und am Wochenende Ausflüge gemacht. Wer hat schon Lust, in der wenigen Zeit, die einem bleibt, mit Hausaufgaben zu nerven, zu disziplinieren, Konsequenzen zu leben? Die unangenehmen Aspekte von Erziehung werden immer mehr outgesourct. ist das ne gute Sache? ich weiss es nicht.