oh, da kann ich auch noch was beisteuern:
Mein Zeitfresser sind Anmerkungen. Ich erkläre gerne in episch langen Anmerkungen, warum etwas inhaltlich unschlüssig ist, warum die zitierte Textstelle nicht zur Untermauerung der eigenen Schlussfolgerung taugt, etc. Mache ich keine ausführlichen Anmerkungen, finde ich die Note für den Schüler schwer nachvollziehbar. Dass es oft gelesen wird, glaube ich allerdings auch nicht.
stattdessen: "non sequitur". ist schnell geschrieben und man wirkt auch noch, als verfüge man über klassische Bildung. weitere bedeutungsschwangere Korrekturvokabeln dieser Art sind: erläutern!, vage und redundant
außerdem klamüser ich keine richtigen Antwortstückchen aus völlig an der Aufgabenstellung vorbeigeschriebenen texten raus. Kommt ein Strich an die Seite mit dem Hinweis "Aufgabenstellung". dafür bemüh ich mich aber vorher darum, die Aufgabenstellung so eindeutig wie möglich zu formulieren und zu üben.
ansonsten, wie schon geschrieben: im Abitur bemüh ich mich, noch das letzte bisschen Bedeutung rauszulesen/ Wort zu erkennen - vorher nicht. kann man auch so sagen.
PS: ich find Erwartungshorizonte genial. ich vergeb meine Punkte aus dem Bauch raus, Zusammenrechnen, Note, fertig. Ist die Note zu gut - ist es halt so - ist sie zu schlecht - ist es halt so. Ist eh nur scheinobjektiv.