Beiträge von qchn

    Influencerin

    Find ich gar nicht so doof. es gibt diverse Lehrkräfte bei Insta, die keinen Bildungscontent liefern, sondern halt, Outfit of the Day oder irgendwelche belanglosen Reals wie zahlreiche Versionen von "so seh ich als Lehrerin aus und so nach der Schule" oder "so reagiert schülertyp XY, wenn ich eine Aufgabe anschreibe und er sie nicht versteht" oder "ich ziehe eine lustige Perrücke und ein komisches Kleid und Brille an und tu so, als wäre ich ne Grundschullehrerin" posten und damit ne beachtliche Klickzahl generieren. Vielleicht müsste man statt in diesem Forum mal woanders schreiben.

    oh, da kann ich auch noch was beisteuern:

    Mein Zeitfresser sind Anmerkungen. Ich erkläre gerne in episch langen Anmerkungen, warum etwas inhaltlich unschlüssig ist, warum die zitierte Textstelle nicht zur Untermauerung der eigenen Schlussfolgerung taugt, etc. Mache ich keine ausführlichen Anmerkungen, finde ich die Note für den Schüler schwer nachvollziehbar. Dass es oft gelesen wird, glaube ich allerdings auch nicht.

    stattdessen: "non sequitur". ist schnell geschrieben und man wirkt auch noch, als verfüge man über klassische Bildung. weitere bedeutungsschwangere Korrekturvokabeln dieser Art sind: erläutern!, vage und redundant

    außerdem klamüser ich keine richtigen Antwortstückchen aus völlig an der Aufgabenstellung vorbeigeschriebenen texten raus. Kommt ein Strich an die Seite mit dem Hinweis "Aufgabenstellung". dafür bemüh ich mich aber vorher darum, die Aufgabenstellung so eindeutig wie möglich zu formulieren und zu üben.

    ansonsten, wie schon geschrieben: im Abitur bemüh ich mich, noch das letzte bisschen Bedeutung rauszulesen/ Wort zu erkennen - vorher nicht. kann man auch so sagen.

    PS: ich find Erwartungshorizonte genial. ich vergeb meine Punkte aus dem Bauch raus, Zusammenrechnen, Note, fertig. Ist die Note zu gut - ist es halt so - ist sie zu schlecht - ist es halt so. Ist eh nur scheinobjektiv.

    Hä?

    mit "bundesgesetzgehirngewaschen" meine ich die offensichtliche Tatsache, dass Menschen im Jurastudium sehr auf Verfassung, Bundesgesetze, entsprechende Verwaltungsverfahren und entsprechendes Vokabular eingeschworen werden. (so sehr, dass es ihnen mitunter schwer fällt, out of the Box zu denken) Ich finde daran nichts verwerfliches - das muss so sein.

    es ist wirklich schade, dass sich diese "Religiöse-Zeichen-Gesetze" handwerklich derartig schlecht waren, dass dem BVerfG nichts anderes übrig blieb, als sie zu verbieten. Vermute, da stand den MacherInnen ihr eigener Rassismus im Weg.

    Selbst so massive Veränderungsbefürworter wir Mafalaani sprechen von einem Aushandlungsprozess - es ist keiner, wenn die "heimische" Seite alles durchwinkt. Daher meine ich, es ist die Aufgabe von jedeR von uns, zu überlegen, ob und wo die persönliche Grenze gesetzt ist, anstatt einfach nur alles zu tolerieren. Bei mir ist es so, dass ich mich bei SuS gerne noch streite, aber z.B. mit ner Richterin mit Kopftuch hätte ich massive Probleme. Sie kann ja vonmiraus im Kämmerlein Kopftuch tragen, aber es fällt mir schwer, zu glauben, dass jemand in irgendeiner Form neutral und bundesgesetzgehirngewaschen ist, die die Zurschaustellung ihrer Religiosität nicht mal ein paar Stunden hintenan stellen kann.

    Die Hinweise auf Iran und Afghanistan finde ich sehr wichtig. aus menschen-/frauenrechtlicher Sicht, ist es gar nicht so eindeutig, dass ein Kopftuch zu tolerieren ist. ich meine, dass das Kopftuch immer auch ein öffentliches politisches Symbol ist und nicht nur ein privates religiöses - das ist untrennbar. Unendliche Toleranz ist nicht das selbe wie Menschenfreundlichkeit und ich kann mir zB wünschen, weiterhin in einem Staat zu leben, in dem eine offene Gesellschaft herrscht, die eben nicht alles toleriert. Im Übrigen kann man Kopftücher sehr wohl abnehmen - die sind nicht festgewachsen, wie mir auch muslimische Schülerinnen bestätigten.

    ich möchte nicht in Abrede stellen, dass OBAS unfassbar anstrengend ist und ich bin froh, dass ich normales Ref machen konnte, insbesondere, weil da mehr Raum und Gelegenheit war, etwas zu lernen. Dennoch würde ich die Stundenzahl garnicht so sehr unterschiedlich sehen: Klar, hatten wir nur 9 Stunden BDU, aber der war für mich deutlich weniger stressig und auch weniger vorbereitungsintensiv, als die 5 Stunden AU (oder waren es 6?), weil man da nicht die ganze Zeit beobachtet wurde. Insgesamt sind es dann halt auch nur 3-4 Stunden weniger, die durch die Arbeitsintensität der AU vielleicht sogar ausgeglichen werden.

    ich verstehe auch nicht diese Kombination aus Werbung fürs Lehramt und zusätzliche Belastung.

    frage mich wirklich, wie 50km Umkehr nach Rückkehr z.B. aus Elternzeit die Leute dazu motivieren soll, aus der Elternzeit zurückzukehren?

    auch ist es ja löblich, dass eine Klassenarbeit in der 10 wegfällt, aber es sind immer noch viel zu viele Klassenarbeiten in der Sek I - sechs pro Jahr ist doch Wahnsinn und macht die Ungerechtigkeit zwischen Korrekturfach und Nichtkorrekturfach noch größer. da könnte man sehr schnell und unbürokratisch eine deutliche Entlastung schaffen , ohne dass es irgendwelche negativen Konsequenzen hat.

    vlt. ist das n der Gesamschulding anders, aber wer sagt denn, dass Ihr ein neues Curriculum erstellen müsst?

    Wir (Gymnasium) haben uns gefragt, müssen wir den neuen Lehrplan umsetzen? zumal dieses Curriculum weniger eine didaktische Funktion erfüllt, sondern einzig und alleine deswegen existiert, damit die FDP ihrer Klientel verkaufen kann, sie hätte mehr Wirtschaft in den Schulen untergebracht.

    und unsere Antwort als Fachschaft war drauf: nein, denn unser WP-Fach heißt (sehr geringfügig) anders, deswegen KANN es ja gar nicht gemeint sein. daher nutzen wir einfach das alte.

    also ich will hier die Waldorfschule nicht verteidigen - was vor 100 oderso Jahren als innovativ galt, muss erneuert werden, damit es Standard halten kann und geschlossene Systeme sind immer anfällig für Missbrauch. die halbseidene Quallifizierung des Lehrpersonals ist ein Skandal - könnte glatt Berlin sein oO.

    wie auch immer, ich find den Weihnachtsmarkt von denen auch "mega" und z.B. diese Handwerksaffinität find ich toll. Ich hab damals wie heute sowohl sehr gute, als auch sehr schlechte (Mit-) SuS von der Waldorfschule in der Oberstufe gehabt. Ich denke, wenn eine Person sehr gut in der Schule ist, ist sie das, trotz jeder Art von Schule, nicht wegen ihr.

    Da würde ich gerne Kollege Schmidt fragen.

    Das Buch ist übrigens von 2007, nicht von 1967 oder so, hab eben nachgeschaut.

    ich hatte als Kind in den 80ern ein Kinderbilderbuch, das hieß "Die dumme Augustine". kann mich nicht mehr hundertprozentig daran erinnern, aber ich weiss noch, dass darin die Doppelbelastung von Erwerbs- und Carearbeit von einer Clownfrau im Zirkus thematisiert/ kritisiert wurde.

    Kann man nicht vorschlagen, das über die Schule anzuschaffen? Meine letzte Schule hatte HDMI Kabel, Lautsprecherboxen und WLAN Verstärker zentral gelagert zur Ausleihe bei Bedarf. Sowas könnte man ja auch um Adapter ergänzen, wenn es die Dienstgeräte und Beamer erfordern.

    HDMI-Kabel und Fernbedienung haben wir bei Einführung der Beamer jeder je einE erhalten. Adapter für Ipad gibt es nur eine Handvoll zum Ausleihen. Ausleihen kostet aber Zeit und Nerven und man kann dann eben nicht spontan mal was an die Wand werfen.

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