Beiträge von Tazz

    Hallo zusammen,


    Ich habe jetzt meine Mehrarbeitsstunden für das letzte Jahr angefordert. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Aufsichtsstunden, die ich vor den Sommerferien in fremden, geteilten Lerngruppen geführt habe, nicht aufgeführt sind, obwohl ich meine eigenen Lerngruppen digital unterrichtet habe. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass es für diesen Zeitraum für keinen Lehrer Mehrarbeitsstunden angerechnet wurden, da wir ja das als Ausgleich für aussetzenden Präsenzunterricht geleistet haben.

    Das heißt, ich habe digital unterrichtet, Aufsichten in fremden Lerngruppen gemacht, welche genutzt wurden um ein Minusstundenkonto auszugleichen, welches in der Realität nicht existiert.


    Ich verstehe, ehrlich gesagt, diese Argumentation nicht und würde mich freuen, wenn mir da jemand helfen könnte.

    So mal ein Update zu unserer Situation.


    Wir nutzen iserv an unserer Schule. Bereits vor den Ferien haben wir festgestellt, das das Videokonferenzen Tool nicht während des regulären Betriebes nutzbar ist, d.h. Wir sollen ausweichen oder VK´s nach 16:00 Uhr machen. Also habe ich für meine Kurse unter iserv Messenger Räume für meine Kurse eingerichtet, damit sich die SuS untereinander bei den Aufgaben helfen können und ich nicht für jeden Schüler einzeln per E-Mail was erklären muss, was bei 10 Lerngruppen und knapp 250 SuS ziemlich aufwendig ist.Ich fand, dass war eine gute Idee.

    Im Endeffekt ist heute am dritten Tag unser Messenger Tool abgestürzt und keiner kommt mehr in die Räume. Ansage ist, dass iserv den Messenger rebooten muss und das kann dauern.

    Jetzt mal ehrlich....Geht‘s noch?

    Bin gerade voll genervt

    Um nicht zu vergessen: Die Fälle, die vom Gesundheitsamt verspätet in Quarantäne geschickt werden. Mehrere SuS haben heute einen Brief vom Gesundheitsamt bekommen, dass sie bis gestern in Quarantäne gemusst hätten da sie Kontakt erster Stufe waren. Nach Nachfrage beim Gesundheitsamt kam raus, dass das Amt bei der Nachverfolgung Fehler gemacht haben bzw. E-Mails nicht rausgeschickt wurden (Serverproblem) und deswegen die K1 Leute zwei positiv getesteter Schüler nicht informiert wurden.


    Aber: Schulen sind sicher!

    Ich bin nach meinem Ref. von einem Standort zwei Gymnasium an eine Gesamtschule Standort fünf gewechselt und muss sagen, dass ich es nicht bereue. Man sollte sich aber auch darüber im Klaren sein, dass Gesamtschulen nunmal Ganztagsschulen sind, Laufbahnkonferenzen in jedem Quartal stattfinden und auch mehr im Bereich AG usw. gefordert wird. Darüber hinaus sollte sich jeder bewusst sein, dass durch die Leitungsdifferenzierung der Unterricht mehrfach geplant werden muss. Du kannst einfach nicht den gleichen Unterricht im E-Kurs machen wie im G-Kurs. Allerdings hast du meiner Erfahrung nach mehr Teamwork im Kollegium.


    Man sollte aber auch der Typ dafür sein. Ich sehe häufig im Kollegium, dass einige wirklich kaputt sind, weil sie Zuviel geben, d.h. alles an sich rankommen lassen und sich verantwortlich für alles fühlen. Da sollte man sich ein dickes Fell zulegen und auch den Beruf Beruf sein lassen.

    Die andere Geschichte sind die Schüler. Das erste Jahr war wirklich hart, da man sich erstmal einen Ruf unter der Schülerschaft aufbauen muss. Wenn du zu Anfang als lieb, nett und inkonsequent daher kommst, hast du ständig damit zu kämpfen, ernst genommen zu werden. Daher musst du dich wirklich positionieren und dir auch die Frage stellen, welche Art von Lehrer will ich sein? Bei unserer Schülerschaft ist es wichtig konsequent, fair aber auch transparent zu sein. Die Schüler müssen einfach wissen, was du von denen willst und was sie zu erwarten haben, wenn es nicht läuft.


    Ich kann nach fünf Jahren sagen: Ich gehe gerne in meine Schule. Ich bekomme positive Feedbacks von meinen Schülern und Kollegen und habe auch regelmäßig Kontakt mit ehemaligen Schülern. Da freue ich mich auch immer wieder, wenn von denen positive Rückmeldungen kommen, wie weit sie es gebracht haben. Das sehe ich als Belohnung für unsere Arbeit als Kollegium. Wir haben es geschafft, einen Menschen, der absolut schlechte Voraussetzungen hatte, den Weg zu ebnen um seine Lebenssituation zu verbessern.


    Aber wie oben schon gesagt wurde: Man muss der Typ dafür sein.

    Also trotz mehrerer positiv getestete Schüler wurde an unserer Schule noch keine einzige Lehrpersonal in Quarantäne geschickt. Es wird argumentiert, dass wir alle Masken tragen und damit ausreichend Schutz besteht. Es ging die Empfehlung raus, einen unserer drei freiwilligen Tests zu machen. Natürlich außerhalb der Dienstzeit. Darüber hinaus sollten alle Dienstpflichten bis zu. Testergebnis wahrgenommen werden.


    Was sich als problematisch in der Oberstufe zeigt, ist die Nachverfolgung etwaiger Sitznachbarn. Da die Oberstufe nunmal ein Kurssystem ist und wir viele Raumänderungen in der letzten Zeit hatten, war es echt schwierig,alle ausfindig zu machen, da

    a) die SuS sich teilweise nicht mehr erinnern, neben wem sie gesessen haben.

    b) die KuK teilweise nicht schnell genug greifbar waren bzw. Die Sitzpläne nicht zur Verfügung standen. (Abhilfe soll bei jetzt durch eine Zentralisierung geschaffen werden sprich: Alle Sitzpläne kopieren und im Sekretariat hinterlegen)

    c) die KuK keine Sitzpläne gemacht haben.


    Das sind alles Faktoren, die die Nachvollziehbarkeit erheblich erschwert bzw. dazu führt, dass einfach nicht alle zu 100% erfasst werden.

    Im Neubau habe ich nach drei Stunden blaue Dinger gehabt vor lauter Kälte, trotz Vierschichtigen Zwiebellook. Schüler sitzen nur noch mit dicken Winterjacken. Decken wurden von der Abteilungsleitung verboten, da diese vom Unterricht ablenken.

    Im Altbau stehe ich im Dauerzug, da mein Fachraum gegenüber von der Aussentür ist, die ständig geöffnet ist.

    Wir haben mittlerweile mehrere Fälle an der Schule und uns wurde empfohlen unsere freiwilligen Tests zu benutzen, allerdings nicht während der Dienstzeit und natürlich sollen wir unsere anderen Dienstpflichten (Konferenzen, DB und Dienstbesprechung) wahrnehmen.

    Nun habe ich folgendes Problem: Mein Arzt testet nicht und unser Testzentrum hat nur von 8-12:30 geöffnet.

    Keine Ahnung, wie das gehen soll :autsch:

    Hallo zusammen,


    Ich wollte mal fragen, wie eure Erfahrungen mit der Arbeit der Gesundheitsämter in den letzten Tagen ist.


    Bei uns ist nämlich der Fall aufgetreten, dass ein Schüler heute aus dem Unterricht geholt werden musste, da das Gesundheitsamt heute erst festgestellt hat, obwohl der Schüler letzte Woche getestet wurde, dass der Schüler eigentlich in Quarantäne musste. Wir wurden aber erst heute darüber informiert. Das bedeutet für mich, dass unser hiesiges Gesundheitsamt nicht mehr nachkommt und ich ggf. Schüler bzw. Kollegen um mich herum habe, die eigentlich nichts in der Schule zu suchen haben.

    Mich interessiert jetzt einfach, ob wir ein Einzelfall sind oder es anderen Städten genauso geht.

    Zitat

    - die KuK, die noch da sind. Sie müssen dann die kranken KuK [es reicht ja schon ein Schnupfen um erst mal "raus" zu sein.]


    Wir haben letztens im Kollegium darüber diskutiert, ob eine Corona Infektion auch gleichzeitig eine Krankschreibung darstellt. Es stellte sich heraus, dass unsere SL der Meinung ist, dass eine Infektion nicht gleich bedeutet, dass man arbeitsunfähig ist und somit von der Lehrkraft verlangt werden kann, dass Unterricht vorbereitet, ggf. Per Videokonferenz durchgeführt und nachbereitet wird. Daher wird bei uns das nicht als Problem gesehen.

    Zur Kenntnis genommen. Das wird wieder zwei Wochen dauern bis sich alle Schüler dran gewöhnt haben und unsere Ärzte im Umfeld die Atteste für die Maskenbefreiung ausgestellt haben.

    Ich gehe davon aus, dass jetzt aber mehr Schüler bei uns nach Hause geschickt werden aufgrund von verdächtigen Symptomen. Das wird spannend.


    Trauriger Rekord: Auch die 100 geknackt:daumenrunter:

    Wir sollten im März auf Klassenfahrt gehen. Unsere Schulleitung hat uns ernsthaft die Frage gestellt, ob wir gewährleisten und gegenüber den Eltern versichern können, dass die Hygienemassnahmen eingehalten werden. Das haben wir abgelehnt, da wir nicht die Verantwortung für rund 100 Schüler übernehmen möchte, die sich vielleicht hinterher mit anderen Gruppen vermischen oder einfach unvorsichtig sind.

    FAZIT: Fahrt wurde abgesagt.

    An unserer Schule (ca. 1600 SuS) betrifft das circa 2/3 der Räume. Etwas Zugluft ist nur gewährleistet, wenn man die Türen offen lässt. Dann hat man aber das Problem, dass man den Unterricht der umliegenden Klassen mitbekommt.

    Auch nicht prickelnd.

    Zitat

    Lehrerverband empfiehlt Schals und Decken im Klassenzimmer

    08:38 Uhr

    Der Deutsche Philologenverband stimmt Lehrer und Schüler auf kalte Klassenzimmer in den kommenden Monaten ein. In der Corona-Pandemie sei richtiges Lüften "das A und O", um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing der "Bild"-Zeitung. "Für die kalten Monate werden jetzt Pullover, Schals und Decken zur Grundausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören."

    ich unterrichte in einem sozialen Brennpunkt und bin teilweise schon froh, wenn die Schüler Socken anhaben und die Jacken dick genug sind. Da ja im Bereich Digitalisierung vom Schulträger aus gespart wird, hoffe ich, dass wenigstens solche Sachen angeschafft werden. Werden dann bestimmt im März kommen, wenn die Temperaturen bei 20 Grad liegen


    Darüber hinaus stelle ich mir die Frage, welche innovative Idee das Schulministerium zum Thema Lüften hat.

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