Beiträge von German

    Leider gilt das für dich auch (bzgl. weg von meinem Beitrag, ich habe die Mathematik nicht missbraucht, aber für mich sind die Zahlen an meiner Schule und die der Eltern wichtiger als die im Altersheim) und wenn Humblebee schreibt, dass bei ihnen niemand infiziert ist, wundert es mich nicht. Bei uns waren die Zahlen bis letzte Woche vor Ort über 100 trotz Impfung. Baden-Württemberg hat aktuell die höchsten, der Hotspot Baden-Württemberg ist ganze 15 km entfernt (die Schüler dort immer noch im Wechselunterricht). Dann trifft es auch unsere Jugendliche.

    Gute Nacht. Ich gehe jetzt ins Bett. War eine sehr anstrengende Woche (ich habe wirklich mehrere Schüler in Quarantäne, die ich zusätzlich versorgen muss und andere, die jetzt wieder zurück sind und Klausuren nachschreiben müssen, die ich erst noch entwerfen musste. Ich kann und mag einfach nicht mehr.)

    Das ist doch logisch (und auch interessant), dass jeder aus seiner Schule berichtet.

    Bei uns gibt es derzeit drei infizierte Schüler und 40 in Quarantäne (eine Klasse hat zugegeben, die Pause ohne Maske verbracht zu haben).

    Also bei uns sind noch nicht die meisten zwei Mal geimpft. "Diese Bedingungen sind anderswo anders." stimmt sicher. Aber die großen Gymnasien und Gesamtschulen hier im Kreis, die ich kenne, haben letztlich alle keine wesentlich besseren - Klassengröße kaum unter 26, in den 5. Klassen oft über 30. Kaum Ausweichmöglichkeiten, bei Vollbetrieb drangvolle Enge im Schulgebäude. Keine weitläufigen Außenanlagen. Ich fürchte allerdings, dass die besseren Bedingungen anderswo wieder mal zum Maßstab für Politikerhandeln genommen werden und die Probleme ausgeblendet.

    Diese Bedingungen sind anderswo anders. Außerdem sind ja die meisten Kolleg*innen geimpft.

    Die Schüler sind noch nicht geimpft. Es geht bei den Maßnahmen ja nicht um den Schutz der Lehrer, sondern um den Schutz aller. Ein Freund meines Sohnes (14 Jahre) kämpft seit einem halben Jahr gegen Coronasymptome.

    German: Es gibt Regionen in Deutschland, die gefühlt "schon immer" hohe Inzidenzen haben. Ich habe da die Befürchtung, dass die eigentlich sehr harten Maßnahmen nichts mehr bringen, weswegen ich statt der national einheitlichen Bundesnotbremse für mehr regionalspezifische Entscheidungen wäre, um erst einmal zu ermitteln, warum die Inzidenz nach all der Zeit bei euch immer noch so hoch ist, um darauf aufbauend Maßnahmen zu ergreifen, die kurz und schnell wirken. Ansonsten entsteht Lockdownmüdigkeit und ihr werdet noch Monate vor euch hindümpeln.

    Die 200 sind für uns ein guter Wert, vor den jeweiligen Lockdowns waren wir knapp an 400.

    Ich denke, es hat geholfen. Und viele ignorieren die Maßnahmen komplett.

    Ich auch.

    Ich habe es bei mir gesehen. Ich bin seit Ende Januar wieder täglich an der Schule, man gewöhnt sich an "nicht-Abstand-halten-können", ob man will oder nicht. Aufgefallen ist es mir, wenn ich auf Kollegen traf, die erst seit April wieder an der Schule sind oder Bekannte im Homeoffice. Und ich zähle mich zu den Vorsichtigen, ich war im Nachhinein überrascht, dass ich das Schuhgeschäft nicht sofort wieder verlassen habe.

    Warum warst du seit Mitte Januar TÄGLICH an der Schule?

    Bei uns hatten alle Nichtabschlussklassen Fernunterricht (außer eine Gruppe eine Woche nach Ostern).

    Hast du nur Abschlussklassen (und das dann täglich)? Das wäre dann ein irrer Stundenplan.

    Und auch die Abschlussklassen waren in dieser Zeit zum größten teil nicht an der Schule.

    Aber wer empfiehlt denn bitte den Schülern, sich vor einer Abschlussprüfung (auf die sie sich Wochen vorbereitet haben) testen zu lassen? Ein unklares, positives oder falsch-positives Ergebnis führt ja bis zur Vorlage eines negativen PCR-Tests zum Ausschluss von der Prüfung. Natürlich verweigern das alle Schüler. Damit schreiben alle in einem Raum. Problem gelöst.

    Es geht ja darum, ANDERE zu schützen und nicht positiv in einer Prüfung zu sitzen und womöglich andere anzustecken.

    Und um etwas Sicherheit, dass diejenigen, die um einen sitzen zumindest einen negativen Schnelltest haben.

    Ich fühle mich gut, ich habe gelernt, also schreibe ich auf jeden Fall mit auch wenn ich andere unwissend anstecken könnte ist hoffentlich nicht die Vorgehensweise von jungen Menschen, die kurz vor der HochschulREIFE stehen.

    Folgende Probleme:

    • Am Dienstag ist Klausur. Es soll nicht am Dienstag Morgen getestet werden und es soll zwischen Selbsttest und Prüfung so viel Zeit sein, dass man einen falsch-positiven Selbsttest über PCR korrigieren könnte. Also fällt Montag auch raus. Tests am Sonntag und dann einen Arzt organisieren, der Sonntag den PCR-Abstrich vornimmt, dann mit Bestechung ein Testergebnis am Montag irgendwo aus dem Labor bekommen? Test am Samstag fällt bereits wieder aus dem 48h-Stunden-Zeitraum.
    • Kommunikationsprüfung: Bei uns findet die jeweils mit Schülerpaaren statt, wenn sich jetzt nun einer davon (spontan) für oder gegen einen Test entscheidet?
    • Sport-Fachpraktisch: Wie macht man das mit räumlicher Trennung bei Mannschaftssportarten?
    • Man hat also einen Raum mit getesteten SuS und einen Raum mit bewusst ungetesteten SuS. Welchem Kollegen ist zuzumuten dort länger drin zu sein bei möglicher Inzidenz weit über Schülschließungsniveau? Einen vollen Impfschutz hat noch keine Lehrkraft, Abfragen dürfen wir den Impfstatus eh nicht.
    • Die Aufsicht bei einfacher Schienung ist mit den ganzen Nebenbedingungen mit Ach und Krach organisierbar ohne dass regulärer Unterricht entfällt. Bei doppelter Schienung ist definitiv Unterrichtsentfall (bei Inzidenz unter Schulschließung). Naja, laufen halt Sextaner unbeaufsichtigt in einer Pandemie im Schulhaus herum oder man lässt diese gleich ganz zu Hause.

    Was mich ärgert ist, dass dieser ganze Scheißdreck organisiert werden muss, weil zwei, drei Idioten meinen, dass sich ein Abiturient mit einem Wattestäbchen versehentlich suizidieren könnte und das KM nicht die Eier hat, das einfachmal durchzuprozessieren.

    Vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit: Man macht ein so absurdes Zeitfenster für das Testangebot auf, dass keiner kommt. Dann lässt sich keiner testen obwohl es das Angebot gibt und man kann alle ungetestet schreiben lassen.

    Wir haben morgen Kommunikationsprüfung und wurden heute von der neuen Regelung überrascht.

    Jetzt verschiebt sich der Zeitplan, weil getestet werden muss.

    Wenn sich einer nicht testen lässt, bilden wir ein neues Tandem mit jemand anderem, der sich nicht testen lässt.

    Wir bleiben kreativ.

    Wir empfehlen den Schülern der weiteren Prüfungen, sich eigenständig testen zu lassen und das Ergebnis mitzubringen. Dann können die Schüler bei der Dienstagsprüfung am Sonntag ins Testzentrum und können bei positivem Schnelltest noch reagieren.

    So haben wir am Prüfungstag (hoffentlich) weniger Tests und diejenigen, die sich am Prüfungstag testen lassen, gehen das Restrisiko bewusst ein.

    Für die Aufsicht der Nichttester suchen wir Freiwillige.

    Der reguläre Unterricht fällt sowieso für länger aus (wir sind bei 250)

    Habe gerade nochmal nachgesehen, wir sind seit gut zwei Wochen über 165...

    Wo genau steht das mit den ausgesetzten KAs? Und der tatsächlich kompletten Schließung? Wäre ich jetzt doch sehr interessiert daran...

    Untersagen des Präsenzunterrichts mit Ausnahme der Notbetreuung ab Wert 165. Steht eindeutig im Briief von Herrn Föll von Freitag auf Seite 1. Das ist eindeutig und alle Schulen mit denen ich Kontakt habe halten sich daran. Klassen abbestellt, Klassenarbeiten abgesagt. Eigentlich wie letztes Jahr im April. Die Werte damals waren viel niedriger.

    Man darf ja eine Person außerhalb des eigenen Haushaltes treffen. Pro Treffen. Nur weil state_of_Trance also seine Familie trifft, muss er nicht gegen die Regeln verstoßen.

    Schon klar, aber wir sind definitiv Risikofaktoren mit den vielen Haushalten die wir treffen. Und ein Kollege hat sich ziemlich wahrscheinlich in der Schule angesteckt und danach seine Mutter, die immer noch im Krankenhaus liegt. Erlaubt war das. Aber wenn er es gelassen hätte, müsste er sich jetzt keine Sorgen machen.

    Daher denke ich, wenn alle sich mal 4 Wochen nicht treffen würden, wäre die Lage besser. Und die Impfungen gehen ja parallel weiter.

    Wir sind deutlich über 200.

    Versteht ihr den Brief von Herrn Föll vom Freitsg auch so, dass bei diesem Wert nur noch Notbetreuung zulässig ist. Also keine Klassenarbeiten oder Abschlussklasen. Dies erst wieder bei unter 165. Ok, das mit den Abschlussklassen hat sich ja erledigt

    Also alles so wie letztes Jahr im April.

    Also ich kenne niemanden, null, der nicht seine Familie trifft und das nicht auch immer schon getan hätte.

    Ok, du kennst mich nur aus lehrerforen.de

    Wir treffen uns seit einem Jahr nicht mehr und ich kenne noch mehr von diesen komischen Menschen, die sich an die Regeln halten.

    Und ich denke, wenn sich alle wirklich mal 4 Wochen an alle Regeln halten würden wäre es auch mal besser. Aber wenn selbst Lehrer, die immer noch eine Vorbildfunktion haben, auf die Regeln pfeifen, kann das nix werden

    Miss Jones

    Hinsichtlich Deiner Forderungen bin ich ganz bei Dir. Das meiste davon wäre auch ohne Corona richtig.

    Aber die meisten Ansteckungen passieren inzwischen unter Freunden und Verwandten, und zwar dort, wo Regeln nicht viel gelten. Dazu passt, dass zwei meiner Schüler, die positiv sind oder waren, mir erzählt haben, dass sie Besuch von ihrem Cousin/ihrer Cousine hatten, der/die positiv war. Da hätte kein Luftfilter geholfen. Ob’s eine Ausgangssperre verhindert hätte? Keine Ahnung. Aber einen Versuch ist es wert.

    Da bekomme ich die Krise. Ich habe meine Cousins seit über einem Jahr nicht mehr gesehen, meine Mutter ebenso. Wir bleiben zu Hause und empfangen keinen Besuch. Seit über einem Jahr! Wenn das alle so machen würden, wären wir bestimmt schon weiter. Und so sind wir die Dummen, weil es manchen total egal ist. Und die lachen womöglich noch über uns.

    Ihr fangt ab Samstag an zu zählen? Und wart vorher schon über 165????

    Wir haben sofort dichtgemacht...dümpeln allerdings schon seit einiger Zeit um dir 200 herum...

    Wir haben auch sofort dicht gemacht, die Tage vor Samstag haben dazugezählt.

    Und diesmal sind wir richtig dicht, weil die Abschlussklassen in Prüfungsquarantäne sind. Die J1 haben wir auch zuhause gelassen und Klassenarbeiten verschoben, damit nicht während der Notbremse munter Klassen für beispielsweise Religionsarbeiten mit den Bussen in die Schule fahren.

    Notbremse heißt Notbremse und nicht: Wie finden wir ein Schlupfloch um möglichst viele Schüler doch noch in die Schule zu schicken.

    Wir rechnen auch nicht ernsthaft damit, dass bei stark steigenden Zahlen wieder geöffnet wird.

    Da wir 2000 Schüler haben, von denen bei Wechselunterricht ca. 800 Vollzeitschüler zweimal in der Woche getestet werden sollen plus die Berufsschüler, die ja an verschiedenen Tagen da sind, ist die Testerei eine besondere Herausforderung.

    Wir haben Stand heute bei weitem noch nicht die ca. 2000 Testsets (zweimal Vollzeitschüler plus Berufsschüler), um überhaupt die erste Woche durchtesten zu können. Und ich bin mir nicht sicher, ob unser Schulträger das packt. Wir sind zwar die größte, aber bei weitem nicht die einzige Schule in der Stadt.

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