German: Was heißt konkret bei ihr "schwerbehindert"? Diese Bezeichnung gibt es ja auch auf verschiedene Arten. Erst dann kann man beurteilen, ob eine Regelbeschulung deiner Frau Sinn gemacht hätte. Da sie die gymnasiale Oberstufe und die Universität erfolgreich absolvierte, ist aber davon auszugehen, dass sie selbstständig genug war, um nicht nur das nötige Wissen erwerben, sondern auch den ganzen (Hoch-)Schulbetrieb, auch mit den ganzen bürokratischen Hürden, meistern zu können.
Da (an der Universität) hat eine super Schwerbehindertenbeauftragte geholfen, zu einer Zeit, als dies in unseren Schulen noch gar kein Thema war. Die gymnasiale Oberstufe war ein ständiger Kampf, die Uni (mit den Hilfen) ein Selbstläufer. Das fand ich immer peinlich, da wir ja die pädagogische Institution sind.
Ich kann auf jeden Fall bei ähnlichen Fällen feststellen, dass bei ihrer Behinderung auch im Jahr 2018 die gleichen Kämpfe notwendig sind wie in damals in den 70er Jahren. Aus meiner Sicht ist die Inklusion nicht weit fortgeschritten.