Beiträge von BaldPension

    Naja, er hat ihr zweimal ziemlich vors Schienbein getreten - und das völlig unnötigerweise. Damit hatte er seine Ministerin faktisch schon hinreichend demontiert.

    Dabei halte ich Frau Gebauer als Schulministerin für kompetent. Sie hat anfangs ihrer Dienstzeit sehr viel Vernünftiges geäußert. Zu den Vorgängerinnen will ich mich jetzt (lieber) nicht äußern.

    Auf der anderen Seite hat natürlich auch der Ministerpräsident bestimmte poilitische Ambitionen. Er möchte am Ende so dastehen, dass er die Coronakrise, inkl. Schulleben, gut gemeistert und damit als Kanzlerkandidat gute Chancen hat. Aber dienen persönliche politische Karriereinteressen dem Wohl des Schulsystems?8)

    Deinen letzten Satz halte ich für Blödsinn. Aber dann kannst du ja froh sein, dass du bald in Pension bist BaldPension 8)...

    Ich nicht, geehrter Humblebee, wenn ich die Entwicklung in den letzten vierzig Jahren Revue passieren lasse.

    Ich habe ja nichts dagegen, wenn die Abinoten immer besser werden. Aber, wieso beklagen immer mehr Hochschulprofessoren die zunehmende Studierunfähigkeit von Abiturienten? Lässt sich da noch eine allgemeine Leistungsherunternivellierung verleugnen? Mag sein, dass es in Bayern und/oder Sachsen noch anders ist, aber wenn ich mir die anderen Bundesländer so betrachte...

    In Deinem zweiten Satz hast Du natürlich Recht. Ich freue mich sehr über meine baldige Pension! Für mich ist das Ganze schon jetzt wie Fernsehen. Werde natürlich noch korrekt Dienst nach Vorschrift machen, aber mehr auch nicht.8)

    Ich fasse es mal zusammen: Damit ein digitalisierter Unterricht in befriedigender Weise gelingen kann, müsste seitens der Landesregierungen wesentlich mehr in Fortbildungen, technischer Ausstattung sowie in wesentlich mehr Personal (Lehrer) investiert werden. - Dass da von den Landesregierungen viel kommen wird, bin ich skeptisch.

    Selbst, wenn es mit der technischen Infrastruktur bald klappen würde (Bis jetzt ist noch nicht einmal der Datenschutz vernünftig aufgearbeitet und eingerichtet worden), woher die Lehrer nehmen? Wir haben einen absoluten Lehrermangel. Es will einfach kaum jemand noch Lehrer werden. Dafür gibt es mehrere Gründe.

    Kann es sein, dass unser Schulsystem mal wieder einen überforderten Eindruck macht? Wenn ja, woran liegt es und wer muss es letztendlich vor Ort ausbaden? 8)

    Zum Threadthema: Was wird eigentlich erwartet?

    Nun, wenn ich mit meinen 60 Lenzen zurückschaue, es wurde immer was erwartet... was aber letztenendes sehr oft nicht erfüllt wurde. Meistens lag es aber nicht (!) an uns Lehrern, sondern an Gegebenheiten, die konterkarierend gewirkt haben.

    Jetzt viel Aktionismus und Geschrei um die Digitalisierung, die aber nicht den Unterricht von Mensch zu Mensch ersetzen kann.

    Meine Fragestellung lautet eher, was kann ich leisten? Und da wird in punkto Effektivität beim digitalen Lernen einiges auf der Strecke bleiben. Was ich noch machen kann, mache ich, aber deswegen wird es bei mir keinen Stress mehr geben. Meine Gesundheit hat Priorität. Ich möchte meine baldige Pension genießen können. Da habe ich ganz andere Interessen als die Digitalisierung.

    Und das Schönste ist, ich muss mich da auch nicht mehr beweisen.

    Eine Frage taucht in diesem Thread leider nicht auf: Was macht die Digitalisierung mit den Schülern? Welche Folgen hat die Digitalisierung für die Denkprozesse beim Menschen?

    Privat gedenke ich digital eher abzurüsten. Mein guter alter PC (Windows 95) wird es nicht mehr lange machen. Danach schaffe ich nichts mehr an. Mein Smartphone werde ich durch ein einfaches Klapphandy ersetzen. Mich hat die Digitalisierung nicht glücklich gemacht. Und was mich nicht glücklich macht, wird abgeschafft und Punkt!

    Kurzum: Ich beneide die jüngeren KollegInnen, die sich mit der Digitalisierung noch auseinandersetzen müssen, nicht und wünsche ihnen viel Kraft und gute Nerven. 8)

    Und täglich grüßt...

    NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) plant nach eigenen Angaben bereits für den normalen Schulbetrieb nach den Ferien. „Es ist mein Anspruch und mein Ziel als Bildungsministerin, nach den Sommerferien wieder in einen regulären Schulbetrieb mit möglichst viel Präsenzunterricht zurückzukehren“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

    Um für möglichst viel Präsenzunterricht zu sorgen, sollten auch andere Gebäude wie Vereinshäuser, kommunale Veranstaltungsräume, Tagungszentren, Kongressräume in Hotels oder sogar Messehallen für den Schulunterricht genutzt werden, forderte Wassmuth (Vorsitzender Bundeselternrat). Die Schulträger sollten bereits jetzt solche Ausweichlösungen einplanen, damit die Schulen nach den Sommerferien mit mehr Platz starten könnten.

    Quelle

    Wieviele Schulminister und Schulministerinnen habe ich dunsemal schon miterleben müssen. Naja...weiter sage ich jetzt mal nichts.8)

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