Beiträge von BaldPension

    Wie geht ihr mit diesem inneren Konflikt um?

    Also, erstmal ganz großen Respekt vor Deiner Arbeit und Engagement! Ich könnte es nicht und würde es auch nicht wollen. Die hohen Frequenzen beim Kindergeschrei vertrage ich nicht so gut.

    Aus der Distanz kann ich Dir nur sagen, werd locker und betrachte Deine Arbeit als einen Job, den eh kaum noch einer machen will. Sollte man auch ab und zu mal nach außen kommunizieren.

    Wie Du es beschreibst, machst Du alles richtig und gut. Für Mängel im System, z.B. zu wenig Förderunterricht, kannst Du nichts. Da liegt die Verantwortlichkeit ganz woanders. Und genau da interessiert es niemanden, vermute ich mal.

    Was Du akzeptieren solltest, ist die Tatsache, dass nicht alle Menschen die gleichen intellektuellen Voraussetzungen und auch gleiche Lernbereitschaft mitbringen. War dunsemal in unserer Zeit schon so, ist heute so und wird auch immer so bleiben.

    Brauchbare konkrete Vorschläge haben Dir hier die Kolleginnen und Kollegen, die in dieser Schulform kompetenter als ich sind, schon gegeben.

    Du bist jung, also genieße intensiv Deine Freizeit/ Leben und denke nach Unterrichtsschluss daran, dass das Leben längst nicht nur aus Schule besteht. 8)

    Ach, ich sehe das nicht so pessimistisch. Wir wachsen an unseren Problemen. Wenn die Menschen unter russischer Besatzung feststellen würden, dass sie nicht mehr bei amazon bestellen können, dann ist hier aber die Hölle los...

    Wir werden sehen!8)

    Autofahren ist anstrengend und man steht oft im Stau etc.

    Ich weiß ja nicht, was Du an Autos gewohnt bist, aber ich finde es mit meinem T-Roc super entspannt zu fahren. Komfortables Fahrwerk, super klimatisiert und im Winter auch mit Sitzheizung. Geht auch ab wie Schmidts Katze. Ich entspann mich immer beim Autofahren. Hab auch Massagesitze.

    Was mich immer an das Bahnfahren gestört hat, war schon mal, dass man absolut getaktet ist. Möchte ich nicht. Und dann noch die meist gruseligen Bahnhöfe, auf denen ich immer mehr Angst habe.

    Die Katastrophen, die ich mit der Bahn erlebt habe, kann ich gar nicht mehr aufzählen, so zahlreich. Habe sie bis vor ein paar Jahren für meine Urlaubsfahrten genutzt. Wurde nur noch schlimmer.

    Ich tu mir das nicht mehr an. Die anderen Länder, wie z.B. die Schweiz, kriegen das viel besser. Bei uns ist immer alles kaputt.8)

    Sieh es bitte weniger als Frage der Verteidigungsfähigkeit als viel mehr als Frage der Abschreckung. Wir haben keine Atombombe Samt Interkontinentalrakete, um etwaige Feinde abzuschrecken. Also bleibt nur noch eine durch und durch trainierte und motivierte Bevölkerung. Auf das die möglichen Gegner sich vorab dreimal überlegen, ob sie uns wirklich angreifen wollen oder es besser bleiben lassen sollten, weil das nur in einem Partisanenkrieg nach afghanischem Vorbild endet, den man nicht gewinnen kann. Dort haben sich ja die beiden Supermächte Sowjetunion und USA die Zähne ausgebissen.

    Ich habe zumindest noch die Hoffnung, dass Putin und seine Entourage halbwegs rational denken und nur deswegen den Ukraine-Krieg angefangen haben, weil die dachten, dass das Ganze spätestens nach einem Monat erledigt ist, wo die Krim-Annexion und der Donbass doch früher so geräuschlos erobert werden konnten. So gesehen ist auch Fr. Merkel schuld am Ukraine-Krieg, eben weil sie der Ukraine nahegelegt hat die Füße stillzuhalten und sich nicht zu verteidigen.

    Ja, ich bin eher Anhänger von Winston Churchill denn von Neville Chemberlain: „We shall go on to the end, we shall fight in France, we shall fight on the seas and oceans, we shall fight with growing confidence and growing strength in the air, we shall defend our Island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“

    Ich mag gar nicht dran denken...

    Man sollte gut reinhorchen, ob unsere Bevölkerung wirklich verteidigungsbereit wäre (Mentales Mindset) oder ob sie sich eher für den kompromisslosen Pazifismus entscheiden würde.

    Für mich werden folgende Dinge immer klarer: Es bildet sich auf der Welt immer mehr eine multipolare Weltordnung heraus, in der Rechtspopulisten und Diktatoren den Ton angeben. Den Westen gibt es quasie nicht mehr oder nur als Mini-Westen, wie D.R. Precht es formuliert. Die USA entschwindet uns immer mehr.

    Ich fürchte, es wird bald ungemütlich für uns.8)

    Ich berichte in diesem Kontext immer gerne von meiner Mutter, die nach dem Krieg in die Grundschule kam. Die Klasse saß nach sozialem Hintergrund getrennt, fiel ihr als 9-Jährige schon unangenehm auf: Industriellenkinder an der Fensterseite. Ca. 40 Kinder pro Klasse.

    Ein Lehrer konnte sich nicht durchsetzen, er rief regelmäßig den Direktor, weil die Klasse sich aufgeführt hat wie Sau. Karzer und Schläge haben nicht davon abgehalten, dass Kinder Blödsinn gemacht haben.

    Auf dem Schulhof mussten sie jede Pause im Kreis laufen, um sich nicht zu prügeln.

    Was Freunde mir aus der DDR-Schulzeit erzählten ist nicht anders: auf der einen Seite Bestrafungen, die heute zur Misshandlung zählen, mit Gegenständen beworfen werden, in Unterwäsche turnen müssen etc. Auf der anderen Seite aber Klassen, die zarte Lehrkräfte zum Heulen gebracht haben.

    Wirklich, es gab zu jeder Zeit schwieriges Verhalten, es war "früher" nicht alles besser.

    Was ist jetzt Deine Message? Dass die gegenwärtige Bildungs-Ineffizienz und dysfunktionale Gegebenheiten so bleiben sollten?8)

    Ich erinnere mich, dass wir als Grundschüler an eine, stinknormalen Wochentag am stinknormalen Unterricht zugucken durften. Rahmenprogramm drumherum gabs nicht. Das war meines Erachtens für einen Eindruck völlig ausreichend und hätte man einfach so beibehalten können.

    Ich finde das am zielführendsten. Ich habe es nie verstanden, was Hochglanzbroschüren, bunte Plakate und die Suggerierung von Phantasiaunterricht, der sonst nie stattfindet, soll.8)

    Ich habe auch Verwandtschaft aus der ehemaligen DDR und werde mal nachfragen, ob sie das auch so erlebt haben.

    Und was ändert das, wenn Deine Verwandten das so nicht erlebt haben? Deswegen kann die Aussage von plattyplus doch richtig sein. War dann halt nicht überall gleich.


    Was mich persönlich stört an diesem Thread ist, dass es sich so liest, als würden sich manche diese Übungen (Handgranatenweitwurf, Maschinengewehr-Zusammenbau mit Stoppuhr in der Grundschule) geradezu herbeisehnen. Es ist das eine, zu meinen, wir müssen mehr für unsere Verteidigungsfähigkeit tun, aber solche "Forderungen"...?

    Naja, sowas wünscht niemand. Ich denke, dass sich hier niemand vorstellen kann, was Krieg für uns bedeuten würde.

    Ich habe jedenfalls große Angst, seitdem wir mit dem Schutz der USA nicht mehr zu rechnen brauchen.8)

    In Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein sowie Bayern dürfte das wohl nicht im Lehrplan stehen...


    2. Sprachsystematik und Natürlichkeit:

    Das Deutsche hat historisch gewachsene grammatische Strukturen, in denen das generische Maskulinum („die Lehrer“) traditionell auch Gruppen mitgemeint hat. Eingriffe durch Sonderzeichen oder künstlich geprägte Formen (wie „Student:innen“) durchbrechen diese Grammatiksystematik und werden daher von Sprachwissenschaftlern teilweise als unnatürliche Eingriffe in die Sprache kritisiert.

    Im Herzen bin ich Bayer!

    Auch wenn es jetzt ein wenig Off Topic ist (Ich bitte dafür um Entschuldigung!): Dann müsste man im Geschichtsunterricht, wenn das 'Dritte Reich' dran ist, von Nationalsozialist: innen und Faschist:innen, sprechen, wenn man ein Genderfan ist. Ist das so?8)

    Zur englischen Sprache kann ich jetzt nichts sagen, aber ansonsten lehne ich das sprachlichliche Gendern ab und Punkt!8)

    Mhh, ziemlich viel Zündstoff für Ärgernis...

    Ich frage mal ganz dumm (Ich weiß dass ich dumm bin, sehr dumm sogar!): Wozu überhaupt noch Tag der offenen Tür?

    Ich meine, die Schüler haben doch eh eine Schulpflicht. Insofern braucht man nicht für Kunden zu sorgen. Und dunsemal zu meiner Schulzeit in den 1960ern hatte ihn auch niemand vermisst.

    Und dann noch ein anderer Aspekt: Sollte man sich nicht lieber Gedanken machen, den Arbeitsplatz Schule für die kommende Lehrergeneration attraktiver zu gestalten?

    Es ist doch Realität, dass das Nachwuchsproblem noch größer werden wird. Samstagsarbeit macht ihn nicht attraktiver. Ist die veränderte Realität in den oberen Hierarchien des Schulsystems noch nicht ins Bewusstsein angekommen?8)

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