ZitatUnd wie ist das mit den 90 Minuten?
Nun ja, mein eigener Unterrichtstag ist wesentlich entstresst, da ich nur noch für maximal drei Lerngruppen vorbereite statt wie früher für 6 oder 7. Das Unterrichtsklima ist auch wesentlich entspannter.
Aber für meine Fächer (Englisch, Französisch) hat es leider den großen Nachteil, dass ich die Schüler halt weniger oft in der Woche sehe. Wir haben Woche A und Woche B. Meine Neuner beispielsweise habe ich in Woche A zweimal, in Woche B nur einmal. Das heißt, in der A-Woche sehe ich sie Montag und Freitag, und in der B-Woche erst wieder am Freitag darauf. Du glaubst gar nicht, was ich nach einer ganzen Woche ohne Englisch bei denen an Zeit aufwenden muss, um Verschüttetes wieder freizulegen. Ich komme daher langsamer im Stoff vorwärts als früher. Zugleich muss ich längere Vokabelpakete als Hausaufgabe geben als früher, und da wird gemeckert, aber was hilft's.
Nun hat auch noch unsere Ministerin geäußert, die Hausaufgaben sollten wegen G8 auf ein Minimum reduziert werden und speziell in den Fremdsprachen wolle sie"die Schüler beim häuslichen Üben entlasten".
Dabei weiß man doch, dass bei Sprachen häufiges Trainieren in kleinen Portionen besseren Lerneffekt hat als seltenes Trainieren in Großportionen.
Bei so viel Unverstand schüttelt's mich!!
knurrt
putzi