Ich gebe auch immer nur den Klassenspiegel an. Das erste aber, was die Schüler tun, sobald alle ihre Hefte haben, ist herumzufragen, wer welche Note hat. Nach der Stunde gucken sie auch in andere Hefte. Da ist nichts mit Geheimhalten aus Respekts- oder Datenschutzgründen ---
aber es macht wohl einen Unterschied, ob der Lehrer alles für alle hörbar bekannt gibt, oder ob die Schüler es selbst herausfinden. Man kann sie ja nicht hindern - aber man muss es nicht auch noch selbst tun.
Gruß,
putzi
Beiträge von putzmunter
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Habe heute morgen das Prüfungsmaterial bekommen. Mit einer Liste von noch zu verbessernden "Errata" - und das vom "Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen". Schüler machen Fehler - das Institut begeht "Errata".

Und da hört's noch nicht auf - der Zettel mit der Information über die "Errata" enthält selbst weitere Fehler!!, ohne dass es den Verantwortlichen aufgefallen ist.
Und auch da hört's nicht auf - in der Auswertungsanleitung für die Lehrerhand sind auch noch Sachen falsch geschrieben, ohne dass es dem tollen Institut aufgefallen ist.
Das Ganze ist so wie es jetzt ist schon eher Makulatur als sonstwas. Mir stehen die Haare zu Berge, weil wir auf so'n Mist Zeit und Energie verschwenden müssen.

Genervt,
putzi
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Also, wir wollen uns darauf vorbereiten, den Lehrerrat zu beauftragen. Nur: Welche Möglichkeiten haben denn die Mitglieder des Lehrerrats, sich nicht selbst in die Nesseln zu setzen? Das ist nämlich meine Befürchtung, und dass dann Ross und Reiter genannt werden müssen, wodurch alles auf die ohnehin schon herabgewürdigten Kollegen zurückfällt.
Putzi -
Unsere Schulleitung (beide!) haben zur Zeit eine Tour drauf, das ist nicht mehr feierlich. Ich dachte erst, nur ich wäre auf dem Kieker, aber auch mehrere andere treu arbeitende Kollegen werden mit ungerechtfertigter Kritik und anmaßendem Kasernenhofton so langsam in die innere Kündigung getrieben. Ich kann so nicht arbeiten!!!!
Ich kann mir auch nicht vorstellen, ein entsprechendes Gespräch mit einem der beiden in die Wege zu leiten, ohne dass es davon schlimmer wird! Da die beiden sich gegenseitig den Rücken stärken, weiß ich nicht, was man tun kann. Wir Kollegen trösten uns gegenseitig, aber es hilft nur wenig. Jetzt haben wir vor, unds mit mehreren privat zusammenzusetzen und zu überlegen, wie wir die Fachgruppen (nicht als Einzelperson)motivieren, die Führungsfehler anzusprechen - nur wie??
Hat jemand von euch schon mal so einen Konflikt erfogreich gelöst?
Putzi -
Bei uns müssen am Tag der offenen Tür zwei Kollegen einen Ausstellungsraum zum Fach Englisch vorbereiten und betreuen, während ich aber mit "Englisch zum Mitmachen" betraut worden bin.
ich hatte erst auch die Idee wie du, zu zeigen, dass bei uns eben nicht die Weiterführung der "spielerischen Englischgefühlaneignung" betrieben wird, sondern ein systematischer Umgang mit der Sprachenlernen.Nun habe ich mich für eine Mischform aus Klönis und meinen Ideen entschieden und werde mir zwei Helfer aus meiner 6. Klasse dazunehmen.
Ich bin nämlich 100 % konsequent mit dem Englischsprechen, da kenn ich nix.
Gruß,
putzi -
Ihr Lieben,
ich soll am Tag der offenen Tür kurzfristig "Englisch zum Mitmachen" für Kinder der 4. Klassen anbieten, die sich mit ihren Eltern unser Gymnasium anschauen.
Soll ca 20 Minuten dauern, dann eine weitere Gruppe.
Eine 5. Klasse, wie im Vorjahr, habe ich diesmal nicht, sonst hatte ich mit denen was vorgeführt.Bei den Grundschülern habe ich keine Vorstellung, was sie schon können und was nicht. Ich dachte, ich könnte vielleicht drei Wörter-Schreib-Felder anbieten: Zahlen, Tiernamen, Ich und meine familie, so dass sie die Wörter (die sie ja sicher alle schon kennen) an der Tafel schreiben, selbst korrigieren und vielleicht in Sätzen verwenden können, die sie ebenfalls schreiben sollen, so dass sie mit etwas Dazugelerntem nachhause gehen können.
Oder lieg ich da total neben der Spur dessen, was ratsam ist?putzi NRW)
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Ich zitiere hier als Themeneröffnung "kleinergrünerfrosch" aus einem anderen Strang:
"Ich glaube, dass Hawkeye damit sagen wollte, dass man studierten Personen zumuten muss, dass sie nicht blindlinks naiv in jede Datenschutzfalle tapsen, sondern den Datenschutz "gefühlsmäßig" durchschauen und grundlegend wissen, was man wann wie mit welchen Daten macht.
kl. gr. Frosch
Edit: ich denke aber mal, dass von einem Lehrer ein grundsätzliches Datenschutzbewusstsein nicht prinzipiell zu erwarten ist. Denn wie du schreibst, in der Ausbildung kommt es nicht vor. Dabei ist auch dies ein Punkt, den man angehenden Lehrern auf jeden Fall "einhämmern" müsste."
Soweit Kl.gr.Fr.
Mir selber lastet das Datenschutzproblem mit unserer Schulhomepage schon eine ganze Weile auf der Seele, weil ich an meiner eigenen Schule unter den Kollegen auf wenig Verständnis stoße.
Zwar haben alle mal gehört, dass man dort keine Schülernamen und -Fotos einstellen darf ohne schriftliche Genehmigung der Erziehungsberechtigten. Und das wars dann auch schon mit dem "gefühlsmäßigen Durchschauen" des Datenschutzes.
Der Kollege, der die Schulhomepage managt, ist da in der Tat sehr korrekt. Er hat auch nur solche Kollegen dort vorgestellt, z. T. mit Foto, die schriftlich eingewilligt haben. Das sind etwa die Hälfte des Kollegiums.
Als unsere Sprechstundenliste online ging, habe ich mich dort herauslöschen lassen, da ich es meiner Stalkerin (!) nicht leicht machen möchte, herauszufinden, wo ich arbeite und zu welchem Zeitpunkt ich dort jede Woche zur Sprechstunde anzutreffen bin. Noch weiß die Betreffende es nicht, gottseidank.
Es stört mich auch, was deutsche Gerichte aus dem Umstand ableiten, dass ein Lehrer seinen Namen auf die Schulhomepage stellen lässt.
http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip…schul_homepage/Mir geht's nicht um Spickmich, dort hab ich anscheinend nichts zu befürchten. Mir geht es darum, dass Gerichte den Umstand, dass jemand seinen Namen auf der Schulhomepage stehen hat, so auslegen, als habe derjenige dadurch sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung verwirkt.
Ob ich an der und der Schule arbeite, geht doch nur die Schulgemeinde an und sonst niemanden. Schon gar nicht deutschland- und weltweit.
Wie seht ihr das mit dem Datenschutz für Lehrer?
Gruß,
putzi -
Zitat
datenschutzproblematik muss der einzelne kollege beachten. bei seiner bezahlung und ausbildung ist es ihm zuzutrauen.Ich verstehe den Zusammenhang zwischen Datenschutz und Bezahlung nicht, kannst du das mal erklären?
Meine eigene Ausbildung beinhaltete nullkommagarnix zum Thema Datenschutz. Können die Frischausgebildeten hier im Forum bestätigen, dass in der heutigen Lehrerausbildung Datenschutz ein Thema ist?Wollt's nur genau wissen, bevor ich mir zu schnell ein Urteil erlaube, was ich von wem erwarten kann.
Gruß,
putzi -
10 Bewertungen - wieviele Schüler unterrichtest du? Ich etwa 130.
Du hast auch keine Garantie, dass alle von den 10 überhaupt bei dir Unterricht haben. Hörensagen ist auch eine Basis für Bewertungen, die nicht kontrolliert werden kann. Ich denke mal, dass die, die mit dir zufrieden sind, bei Spickmich gar nicht erst was machen.
Überhaupt würde ich gar nicht dort hineingucken. Achte lieber darauf, wie die Schüler sich dir gegenüber verhalten und mit welchen Anliegen und welcher Kritik sie sich an dich wenden. Darauf kannst du nämlich - konkret und zum Nutzen aller Beteiligten - reagieren. Auf Spickmich nicht.
Gruß,
putzi -
Hallo Sybille,
ich würde an deiner Stelle unbedingt versuchen, Tipps und am besten auch Mitwirkung von Profis zu bekommen.
In meiner Stadt gibt es eine spezielle Institution für Suchtprävention. Sprich doch mal die Stadtverwaltung an, die AWO, das Jugendamt - irgendwo wirst du schon Hinweise bekommen.
Gerade beim Thema Sucht wirken Fachleute von außerhalb, die keine Lehrer (und vor allem nicht die Lehrer deiner Klasse) sind, bei Jugendlichen gleich dreimal glaubwürdiger. Da kann auch Vertrauliches, mit dem die Schüler sonst vor Lehrern nie herausrücken würden, besser behandelt werden.
Meist kommen diese Fachkleute gern an die Schule, machen eine Stunde (allein oder mit dir) in der Klasse und haben weitere Empfehlungen für euer Projekt.
Gruß,
putzi -
Nana, das war aber ein bisschen aus dem Gesamtzusammenhang der Beiträge dieses Schreibers gerissen. ich verfolge das schon länger. Der ist selbst Lehrer und schreibt in nahezu allen seinen Beiträgen rein satirisch. Und dann amüsiert er sich stillschweigend, wenn jemand das nicht merkt und empört darauf anspringt, was natürlich dauernd passiert.
Nur mal so zur Ergänzung,
Gruß,
putzi -
Die Klassenarbeit war ja bereits angekündigt. Der Schüler wusste also schon Bescheid. Deshalb braucht das Nachschreiben nicht mehr eigens angekündigt werden. Der Schüler war ja bereits auf die Klassenarbeit vorbereitet. (Gilt für NRW)
Ich handhabe es generell so, dass zum frühestmöglichen Termin, den ICH einrichten kann (Aufsichtsfrage will ja auch gelöst sein), nachgeschrieben wird. Das kann auch am ersten Tag sein, an dem der Schüler wieder da ist. Die Schüler und Eltern wissen das.Meist beaufsichte ich den/ die Nachschreiber selbst in einer Freistunde, oder ich setzte ihn/sie in die Klassenarbeit/Klausur eines Kollegen mit hinein.
Soweit nur irgend möglich gebe ich der Klasse die Arbeit erst wieder, wenn der Nachschreiber geschrieben hat, damit ich dieselbe Arbeit benutzen kann und die Vergleichbarkeit gewährleistet ist.
Alle Schüler müssen den Arbeitszettel mit dem Arbeitsheft zusammen abgeben und bekommen ihn erst mit der korrigierten Arbeit wieder. Dann müssen sie ihn ins Arbeitsheft einkleben. Sie müssen auch ihren namen auf den Arbeitszettel schreiben. So kann man manche Merkwürdigkeiten vermeiden.
Gruß,
putzi -
Dito! Die Klausurnoten sind vom System her oben beschnitten (es ist selten, dass mehrere Schüler eine Eins erreichen), unten sind sie ebenfalls beschnitten - nur im Grundkurs schafft mal ab und zu einer eine Vier, Fünfen sind unvorstellbar geworden - und als Folge bewegen sich alle Noten in diesem breiten middle-of-the road-Mittelfeld zwischen Zwei Plus und Drei Minus. Gähn.
Die tatsächlich vorhandenen Qualitätsunterschiede zwischen den Leistungen der einzelnen Schüler sind "wegnivelliert" worden. Das gefällt auch nicht allen Schülern - aber was soll's, ich zuck die Achseln und weise darauf hin, dass das politisch nun mal so gewollt ist.
Hab ich nicht zu verantworten und daher auch nicht zu rechtfertigen.Privat geäußert: Ja, ärgern tut's mich schon. BRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!!!! Erste Sahne, Frau S.
Gruß,
putzi -
Und noch etwas aus der "Zeit" -
ein User-Kommentar beleuchtet die Sache von einem leicht anderen Blickwinkel als dem der Experten. Stellt eigentlich eine sehr wichtige Frage, aber die will man in Expertenkreisen lieber nicht hören.
http://kommentare.zeit.de/user/sindbad08…n-machen-schuleGruß,
putzi -
Ich gehe in der Stunde, wo ich die Klausur zurückgebe, ZUERST meine Klausur-Ernte-Liste "Mistakes To Avoid" durch, und die Schüler müssen sich das, was sie nicht von selbst gewusst hätten, notieren mit der Vorgabe, dass sie sich das kurz vor der nächsten Klausur noch mal zu Gemüte führen!
Ich frage auch immer: "Wer erinnert sich, dass dieser Fehler schon mal in "Mistakes To Avoid" vorkam?" und sehe, wie viele oder wenige sich jeweils melden. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und macht gern immer wieder dieselben Fehler (wie "his love to her" oder "a symbol for", etc pp.)
Erst dann gebe ich die Klausur zurück. Ich lasse auch eine Berichtigung als Hausaufgabe anfertigen, die ich beim Herumgehen überfliege und abhake. Ich führe wegen der Kopfnoten Buch über nicht gemachte Hausaufgaben, das wissen die Schüler.
Nein, auch das ist nicht perfekt, aber das ist das Mindeste (und auch schon das meiste), was ich in der Hinsicht mache.
Gruß,
putzi -
In NRW ist mittlerweile festgelegt, dass schriftliche Leistungen und "Sonstige Mitarbeit" zu gleichen Teilen gewertet werden müssen.
Das kann aber in anderen Bundesländern ganz anders aussehen.
Gruß,
putzi -
Danke - also werde ich nach den Ferien meinen Chef ins Bild setzen.
Gruß,
putzi -
Vielleicht ist ja eine oder einer von Euch in derselben Situation schon mal gewesen und kann mir Auskunft geben.
Ich habe eine volle Stelle am Gymnasium und auch bereits eine Nebentätigkeitsgenehmigung für eine Abendtätigkeit 1x in der Woche, die allerdings unbezahlt ist.
Nun hat mich ein Schriftsteller gefragt, ob ich seine Autobiographie ins Deutsche übersetzen möchte, natürlich gegen entsprechendes Entgelt, und die Konditionen sind auch sehr gut. Es wäre ein einmaliges Projekt, das etwa ein Jahr dauern wird. Die Arbeit an diesem speziellen Buch reizt mich tatsächlich sehr, und da ich es auf ein ganzes Jahr verteilen kann, bin ich mir sicher, dass mein Arbeitseinsatz für die Schule darunter nicht zu leiden braucht.
Aber ich bekäme Geld dafür, und das Finanzamt müsste ja auch Bescheid wissen.
Wie handhabt man so etwas - brauche ich eine weitere Nebentätigkeitsgenehmigung? Und was müsste ich dem Finanzamt angeben?Vielen Dank für Antwort,
putzi -
Hallo sparky,
ich habe es sehr hilfreich gefunden, Regeln anzuwenden aus dem Buch
"Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen: So lösen Sie Konflikte mit Kindern und Jugendlichen sicher und selbstbewusst" von Rudi Rhode (Autor), Mona Sabine Meis (Autor)
Es ist auch gut für Schule geeignet und hat mir aus so mancher gedanklichen Sackgasse geholfen.
Der Autor macht übrigens auch Lehrerfortbildungen, er war mal bei uns an der Schule, und da ist mir so richtig ein Licht aufgegangen.
Gruß,
putzi -
Ich musste mich zwingen, die 10er fertig zu korrigieren, weil es ja nicht mein einziger Stapel ist. ich habe ja die am Tag zuvor geschriebenen Leistungskursklausuren in großer Auflage auch noch liegen, morgen schreiben
meine 7er, und Donnerstag sind Erprobungsstufenkonferenzen, da habe ich währed der Konferenzen immer ein paar Hefte auf den Knien...
Gruß,
putzi
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