Beiträge von putzmunter

    Hallo an alle,

    gibt es wirklich, wie unsere Oberstufenkoordinatoren angeben, ein Gerichtsurteil, demzufolge man nach Ablauf der Auswahlzeit die nicht gewählten Themen NICHT einsammeln darf, weil der Schüler sich ja auch nach zwei Stunden noch umentscheiden könnte?

    Und MUSS das für die Vorabi-Klausur auch gelten?

    Fragt euch

    putzi


    3. Viele Lehrer sehen Heterogenität der Klasse als Erschwernis für die Arbeit an, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen etwas anderes sagen (siehe ergebnisse der Laborschule in Bielefeld).

    Williwacker hat mich so neugierig gemacht, dass ich mir die "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"
    auf der Homepage der Bielefelder Laborschule angeshen habe (http://www.uni-bielefeld.de/LS/laborschule…nal_lehrer.html).
    Bin fast in Ohnmacht gefallen. Außer Lehrern gibt es dort:
    ACHTUNDZWANZIG sozialpädagogische Fachkräfte
    FÜNF Sonderpädagogen
    plus: 2 Dipl. Sozialarbeiter, 1 Schulpsychologen, 1 Integrationshelfer.
    Williwacker, mit so einer Personalausstattung würde Inklusion an jedem beliebigen Gymnasium funktionieren.
    Nur kriegen normale Gymnasien dieses Personal nicht. Trotzdem soll es fluppen, und falls nicht sind die Lehrer die Bösewichter. Alles klar.

    putzi

    Für eine Facharbeit finde ich die Themen auch zu groß angelegt, sie sollten unbedingt auf ein überschaubares maß eingegrenzt werden.
    Zum Beispiel:

    Das gewählte Thema auf ein Land reduzieren "im Spiegel der politischen Karikatur".
    Israel-Palästina: Eine Grenzstadt aussuchen und sich auf diese konzentrieren.
    Den Begriff "arabischer Frühling" kritisch untersuchen. (welche anderen Bezeichnungen gibt es noch? Welche wird von wem verwendet?)

    Gruß
    putzi

    Da gibt's viele Möglichkeiten. Meist haben sie Vorbereitetes zwischen ihr Konzeptpapier gelegt. (Denn nur im Abitur bekommen sie schuleigenes Konzeptpapier ausgeteilt.) / Das abgegebene Handy ist nicht ihr aktuelles / Sie haben einen Textlieferer auf die Toilette bestellt. Und und und.

    Da Klausuren inhaltliche UND sprachliche Eigenleistung sein müssen, muss man für die plagiierten Teile alle sprachlichen Punkte abziehen.
    Und vor allem: immer vor Klausuren das Thema ansprechen. Vergisst man leider oft ...
    Gruß,
    putzi


    Geschwafel. Carlo Schmid war Sohn eines Privatgelehrten an der Universität Toulouse und selber Jurist und Rechtsanwalt. Seine Privilegierung vor dem 3. Reich hat unmittelbar zur Privilegierung nach dem 3. Reich geführt. Wenn der eigene Brotkorb sicher erreichbar ist, ist es leicht, über Bildung zu reden.

    Nele

    Rousseau hat auch die Erziehung seiner Kinder in anderer Hände gegeben, trotzdem hat uns "l'Émile" was zu sagen, und Stanislavski ist auch nicht für seine eigene Schauspielkunst berühmt, sondern nur für seine Schriften darüber.
    Mich hat es beeindruckt, dass jemand überhaupt einen Ausdruck für die "Verzweckung des Lebens" gefunden hat, und seitdem arbeite ich daran, mein eigenes Leben vor der Verzweckung zu bewahren. Ohne Bildung ginge das nicht... aber das alles nur am Rande.
    Gruß
    putzi

    Bei mir hängt Kunst. Geschunken gekrochene (eine Metallmalerei), gekaufte (von Christo handsigniert), und selbstgebaute (eine meiner Objektcollagen als Uhr). Und ein Luftfoto von dem Satdtteil, in dem ich früher gewohnt habe. Eine Wanduhr im simplen Bahnhofsuhrstil. Und ein Poster von Skegness, das ich sehr liebe.
    Alles NIX mit meinem Unterricht zu tun, aber dafür umso mehr mit meinem Leben.
    Gruß

    putzi

    Kreatives Denken kann man auf jeden Fall hervorlocken, und vor allem FÖRDERN. Die meisten Fächer haben doch mitttlerweile längst kreative Aufgabenformen in den Lehrplänen.
    Aber fachunabhängig Kreativität als Gegenstand unterrichten, hört sich für mich nach weiterem edukratischen Kompetenzgefasel an...

    fürchtet
    putzi

    Also, ich nicht, und es gibt auch genug Schüler, die das nicht machen. Deshalb sehe ich das auch nicht so sportlich.
    Aber da hab ich so Kollegen, die sagen, "Wenn einer so dumm ist und sich erwischen lässt, selber schuld." Also alles OK, Hauptsache, man wird nicht erwischt. Dann war es nur ein "Sport".
    Ich sage den Schülern eher was zum Thema Guttenberg... dass Leistungsbetrug im wirklichen Leben auch kein Kavaliersdelikt ist. Wenn man das nicht in jungen Jahren lernt, wann dann?
    Gruß,

    putzi

    Ich setzte immer alle Klassenarbeiten selber auf, meist in A und B-Variante. Wenn einer nachschreiben muss, sehe ich zu, dass er möglichst einen Nachschreibetermin hat bevor ich der Klasse die Arbeit zurückgebe.
    Ich verwende die Klassenarbeiten in mehreren jahren, wobei ich den Inhalt aber immer wieder abwandle.
    Gruß,

    putzi

    Ich handhabe das auch so. Bei mir muss man nicht nur wissen, wie ein Wort heißt, sondern auch, wie es korrekt geschrieben wird. Die Rechtschreibung gehört für mich zum Vokabellernen dazu. Ich erwarte auch, dass bei Vokabeln wie "l'orange" das "f." dahinter geschrieben wird, weil ich sonst nicht erkennen kann, ob der Schüler auch das Genus des Nomens mitgelernt hat. Es gehört zur Vokabel mit dazu. Das sind meine Schüler gewöhnt, und entsprechend pauken sie auch.
    Gruß,

    putzi

    Es gibt noch eine Broschüre des Ministeriums zum Herunterladen als pdf: [PDF] Besondere Lernleistung - Standardsicherung NRW
    Dort steht:
    "Jede Schule entwickelt im Rahmen des Schulprogramms ihre eigenen Vorstellungen und
    Wege, wie die besonderen Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler in die Ausbildung
    der gymnasialen Oberstufe einbezogen werden. In dieser Handreichung werden für jedes
    Aufgabenfeld Möglichkeiten vorgestellt, wie eine besondere Lernleistung vorbereitet und
    eingebracht werden kann."
    Es folgt auch unter anderen beispielen ein Kreatives Schreibbeispiele für Englisch. Was nicht in der Broschüre steht, ist dass Fachkonferenzen sich festlegen sollen.

    Wer kümmert sich bei euch um diese schulischen festlegungen, und macht ihr das für die Fächer getrennt?

    putzi

    Nochmals diese Angelegenheit - da es alle Gymnasien in NRW machen müssen und es auch nichts Neues ist, wie sieht es bei euch damit aus aus - habt ihr fachliche Krierien festgelegt? Ich habe mal auf verschiednene websites anderer Schulen nachgeguckt. Dort steht in der Regel nur die Verlinkung zur ministerellen Handreichung (http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulsystem…ernleistung.pdf)
    Bei uns besteht aber die Oberstufenleitung darauf, dass wir als Englisch-Fachkonferenz Kriterien für festlegen sollen.
    Müsst ihr das nicht?
    Mich stört die ganze Sache, weil es soviel Formulier- und Schreibaufwand ist. Aber wenn Fachkonferenzen das müssen, geht wohl kein Weg daran vorbei.
    Wie handhabt ihr denn überhaupt die BeLL (besondere Lernleistung als Teil des Abiturs)?
    Fragt euch nochmals

    putzi

    Bitte sie beide zum Gespräch, am besten außerhalb des Unterrichts, damit keine Bühne für gruppenwirksame Merkwürdigkeiten entsteht. Lass dir von den beiden erklären, wie es zu der Übereinstimmung kommt. Äußere vorsichtig deine Vermutungen. Wenn der Betreffende sich dann immer noch nicht bekennt, lass sie beide den Test neu schreiben. Du musst natürlich einen neuen aufsetzen. Du kannst es nach dem Unterricht in einer leerstehenden Klasse machen, und sie weit auseinandersetzen, während du dir was zum Arbeiten mitgebracht hast.
    Protestieren können sie kaum - denn wer gelernt hat, ist ja eh gut gerüstet und muss dran interessiert sein, sich vom Verdacht zu befreien. Das halte ich für ein für alle Beteiligten faires Verfahren.
    Muss man meistens nur einmal machen - danach hat die Klasse das Signal kapiert.

    Gruß,
    putzi

    Wir sind als Fachkonferenz aufgefordert worden, Kriterien für eine "Besondere Lernleistung" zu formulieren. Es gibt ein Ministeriums-Handblatt, aus dem Folgendes hervorgeht: unverzichtbarer schriftlicher Teil maschinengeschrieben 30 Seiten, plus: Kolloquium (mündliche Prüfung 30 Minuten) mit Prüfungskommission.

    Es geht bei uns ums Fach Englisch: Hat von Euch schon mal jemand sowas schulintern inhaltlich festgelegt und könnte uns ein paar Tipps geben?

    Vielen Dank für alles, was weiterhilft.

    putzi

    Danke schon mal für diese Antworten,
    Wie ist das denn an anderen Schulen - verlassen alle Schulleiter sich einfach so darauf, dass jeder Lehrer ein Handy bei sich führt? Müssen sie es sicherstellen? Können sie die Lehrer entsprechend verpflichten, da sonst die Amokverordnung nicht funktioniert?
    Gibt's da wirklich keine offizielle Regelung zu?

    Wisst ihr, ob es eine gesetzliche Grundlage gibt, die einen verpflichtet, sich ein Handy anzuschaffen und dieses im Unterricht dabeizuhaben?

    Unsere Amokverordnung geht stillschweigend wie selbstverständlich davon aus, dass jeder Lehrer ein Handy hat und das auch während des Unterrichts betriebsbereit bei sich führt.
    Es geht mir nicht darum, den Sinn der Amokverordnung zu hinterfragen, sondern ich wüsste gern, ob es eine gesetzlich geregelte Verpflichtung für Lehrer gibt, ein Handy zu besitzen.
    Vielen Dank für Eure Antworten

    putzi

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