Beiträge von putzmunter

    Ist es nicht so, dass in England die Räume den Lehrern zugeordnet sind und nicht den Klassen? Natürlich gestalten die Lehrer dann den Raum, mit Hinblick auf die verschiedenen Gruppen und Projekte. Ich wollte, wir hätten sowas auch. An manchen deutschen Schulen gibt es das ja auch, aber bei uns leider nicht. Bin ganz neidisch, wenn ich die Bilder sehe!

    Speziell für NRW - diese Prüfungen sind für die modernen Fremdsprachen dekretiert worden.
    Bei uns werden Englisch, Französisch und Spanisch unterrichtet. Wir mussten uns vor den Ferien mit den ersten Planungsschritten der mündliche Prüfungen,
    die eine Klausur bzw Klassenarbeit ersetzen werden, beschäftigen.
    "Standardsicherung.schulministerium.nrw.de" nennt hierzu verschiedene mögliche Prüfungszeiträume.

    1.
    "Am Ende der Sekundarstufe I" kann ja nur bedeuten, im 2. Halbjahr der 9. Klasse. Das gälte dann für Englisch und für Französisch. Spanisch ist da noch zu "frisch gestartet".

    2.
    Qualifikationsphase: Die Angabe "in einem der ersten drei Halbjahre der Qualifikationsphase" hört sich nach viel Zeit an, lässt aber bei genauerem Hinsehen eher begrenzten Spielraum:
    In Q1/1 wird man in aller Regel erst die Lerngruppen kennenlernen und curriculumsbezogenen Stoff erarbeiten müssen, der sich dann mündlich abprüfen lässt. Die Grundkurse sind ja nur dreistündig. Das heißt, frühestens im 2. Quartal von Q1/1 kann eine solche Prüfung stattfinden. Das wäre also im 1. Halbjahr. Nehmen wir an, wir nutzen diesen Zeitraum für die Prüfungen der Englisch-Grund-und Leistungskurse.

    Im ersten Halbjahr liegen bei uns vor den zweiwöchigen Herbstferien die Leistungskursfahrten (auch Fremdsprachenlehrer unterwegs, Unterrichtsausfall in allen Jahrgangsstufen, wird vorbereitet vertreten).

    Zudem gilt für die Qualifikationsstufe, dass die Prüfungen nicht dort liegen dürfen, wo die Facharbeit liegt (bei uns ist das in Q1/2, erstes Quartal). Bleibt also als zweite Möglichkeit Q1/2, zweites Quartal. Nehmen wir an, wir nutzen diesen Zeitraum für die Prüfungen der Spanisch- und Französischkurse.

    Im zweiten Halbjahr liegen die Abiturprüfungen (schriftlich und mündlich). Fremdsprachenlehrer stark involviert, weiterer Unterrichtsausfall in allen Jahrgangsstufen. Hinzu kommen die mündlichen Prüfungen der Stufe 9, die ja (siehe oben) im 2. Halbjahr liegen müssen. Weiterer Unterrichtsausfall bei den Fremdsprachenlehrern, die prüfen müssen.

    Weicht man stattdessen auf Q2.1 aus, wie bei uns anvisiert, so hat man es mit einem besonders kurzen Halbjahr zu tun, da es ja schon vor Weihnachten endet. Zugleich liegen die Leistungskursfahrten ja nach wie vor im ersten Halbjahr. Auch bei dieser Variante wiedervermehrter Unterrichtausfall in allen Jahrgangsstufen bei den Fremdsprachenlehrern, die prüfen müssen.

    Zudem muss der Umstand berücksichtigt werden, dass der neu anfallende Prüfungsbetrieb nicht auf das gesamte Kollegium, sondern ausschließlich auf die Lehrer der modernen Fremdsprachen verteilt wird, wodurch deren verfügbare Unterrichtszeit in allen Jahrgangsstufen beeinträchtigt wird - das macht sich im Doppelstundenmodell, das wir haben, deutlich bemerkbar. Viele dieser Fremdsprachenlehrer haben normalerweise zusätzlich zur Oberstufenkursleitung immer wieder Klassenleitungen und führen Klassenfahrten durch.

    Hinzu kommt, dass wir außer mir noch weitere Kollegen haben, die ZWEI moderne Fremdsprachen unterrichten (Französisch/Englisch bzw Englisch/Spanisch). Diese Kollegen werden so stark in die verschiedenen, zeitlich überlappenden Prüfungszeiträume der Stufe 10, der
    Qualifikationsstufe und des Abiturs eingebaut werden müssen, dass für die Kontinuität des Fremdsprachenunterrichts in allen anderen
    Jahrgangsstufen durch die vielen prüfungsbedingten Unterrichtsausfälle allerhand Beeintächtigung zu befürchten ist.
    Hab ich nicht auch ein Recht auf Unterricht?

    Seh ich zu schwarz, oder wie kommt Euch das alles vor?

    Ich danke euch für eure Stellungnahmen!

    Putzi

    NRW - die mündlichen Prüfungen statt Klassenarbeit bzw
    Klausur ab 2014


    Speziell für NRW - diese Prüfungen sind für die modernen
    Fremdsprachen dekretiert worden.

    Bei uns werden Englisch, Französisch und Spanisch unterrichtet. Wir mussten uns
    vor den Ferien mit den ersten Planungsschritten der mündliche Prüfungen, die
    eine Klausur bzw Klassenarbeit ersetzen werden, beschäftigen.

    "Standardsicherung.schulministerium.nrw.de" nennt hierzu verschiedene
    mögliche Prüfungszeiträume.

    1.

    "Am Ende der Sekundarstufe I" kann ja nur bedeuten, im 2. Halbjahr der
    9. Klasse. Das gälte dann für Englisch und für Französisch. Spanisch ist da noch
    zu "frisch gestartet".

    2.

    Qualifikationsphase: Die Angabe "in einem der ersten drei Halbjahre der
    Qualifikationsphase" hört sich nach viel Zeit an, lässt aber bei genauerem
    Hinsehen eher begrenzten Spielraum:

    In Q1/1 wird man in aller Regel erst die Lerngruppen kennenlernen und
    curriculumsbezogenen Stoff erarbeiten müssen, der sich dann mündlich abprüfen
    lässt. Die Grundkurse sind ja nur dreistündig. Das

    heißt, frühestens im 2. Quartal von Q1/1 kann eine solche Prüfung stattfinden.
    Das wäre also im 1. Halbjahr. Nehmen wir an, wir nutzen diesen Zeitraum für die
    Prüfungen der Englisch-Grund- und Leistungskurse.


    Im ersten Halbjahr liegen bei uns vor den zweiwöchigen Herbstferien die
    Leistungskursfahrten (auch Fremdsprachenlehrer unterwegs, Unterrichtsausfall in
    allen Jahrgangsstufen, wird vorbereitet vertreten).

    Zudem gilt für die Qualifikationsstufe, dass die Prüfungen nicht dort liegen
    dürfen, wo die Facharbeit liegt (bei uns ist das in Q1/2, erstes Quartal).
    Bleibt also als zweite Möglichkeit Q1/2, zweites Quartal. Nehmen wir an, wir
    nutzen diesen Zeitraum für die Prüfungen der Spanisch- und Französischkurse.


    Im zweiten Halbjahr liegen die Abiturprüfungen (schriftlich und mündlich).
    Fremdsprachenlehrer stark involviert, weiterer Unterrichtsausfall in allen Jahrgangsstufen.
    Hinzu kommen die mündlichen Prüfungen der Stufe 9, die ja (siehe oben) im 2.
    Halbjahr liegen müssen. Weiterer Unterrichtsausfall.


    Weicht man stattdessen auf Q2.1 aus, wie bei uns anvisiert, so hat man es mit
    einem besonders kurzen Halbjahr zu tun, da es ja schon vor Weihnachten endet.
    Zugleich liegen die Leistungskursfahrten ja

    nach wie vor im ersten Halbjahr. Auch bei dieser Variante wieder vermehrter
    Unterrichtausfall in allen Jahrgangsstufen.


    Zudem muss der Umstand berücksichtigt werden, dass der neu anfallende
    Prüfungsbetrieb nicht auf das gesamte Kollegium, sondern ausschließlich auf die
    Lehrer der modernen Fremdsprachen verteilt wird, wodurch deren verfügbare
    Unterrichtszeit in allen Jahrgangsstufen beeinträchtigt wird - das macht sich
    im Doppelstundenmodell, das wir haben, deutlich bemerkbar. Viele dieser Fremdsprachenlehrer
    haben normalerweise zusätzlich zur Oberstufenkursleitung immer wieder
    Klassenleitungen und führen

    Klassenfahrten durch.


    Hinzu kommt, dass wir außer mir noch weitere Kollegen haben, die ZWEI moderne
    Fremdsprachen unterrichten (Französisch/Englisch bzw Englisch/Spanisch).


    Diese Kollegen werden so stark in die verschiedenen, zeitlich überlappenden
    Prüfungszeiträume der Stufe 10, der Qualifikationsstufe und des Abiturs
    eingebaut werden müssen, dass für die Kontinuität des Fremdsprachenunterrichts
    in allen anderen Jahrgangsstufen durch die vielen prüfungsbedingten

    Unterrichtsausfälle Schlimmes zu befürchten ist.


    Seh ich zu schwarz, oder wie kommt Euch das alles vor?


    Ich danke euch für eure Stellungnahmen!


    Putzi

    Und vor allem: Gestalte es so simpel, wie es geht. Und auf gar keinen Fall zu viele Arbeitsschritte auf einmal.

    Ansonsten habe ich auch jede oder jede zweite Woche einen Vokabeltest geschrieben. Mal ganz simpel nur die englische Übersetzng aufschreiben lassen, mal einen Satz übersetzen, mal einen Lückentest (mal mit vorgegebenen Wörtern, mal gänzlich ohne). Mal lasse ich die Kinder gegenseitig korrigieren und benoten (und checke ggf gegen), mal auch gar nicht. Meistens zehn Wörter (oder 8 und 1 Satz, der dann zwei Punkte zählt).
    Ich zähle halbe Punkte bei Rechtschreibfehlern, ist es jedoch ( dadurch) ein anderes Wort, ist es ein ganzer Fehler.

    In Deutsch reden die Kinder doch auch in der GS über Sprache (Satzglieder etc pp). Einige finden gerade diese andere Sprache spannend und wundern sich, dass es da so anders ist (und fragen sich, warum die Angelsachsen es so kompliziert machen - ohne zu verstehen, dass das Deutsche auch nicht einfacher ist ;) )

    Ich gestehe, Lerntheken o.ä. habe ich noch nicht gemacht.
    Was ich viel gemacht habe, war Dialoge u.ä. schreiben, üben und vorführen lassen. Das lieben sie alle, meiner Erfahrung nach. Und jeder kann sich dabei so viel oder wenig Text schreiben, wie er sich mit sicher fühlt.

    Für meine paar near native speaker, die ich immer mal wieder dabei habe, habe ich auch noch so Penguin Lektüren zur Verfügung gestellt, meistens im Form eines Lesetagebuchs zu erarbeiten.
    So Bücher (z.B. von Langenscheidt) könnte man da zur Differenzierung ja grundsätzlich zur Verfügung stellen - zumindest in den Fällen.

    Ansonsten arbeite ich immer gerne mit Wochenplänen - oder genauer: Pseudowochenpläne, d.h. bestimmte Aufgaben aus dem Buch/Workbook sind innerhalb einer/zwei Wochen zu erarbeiten, dadurch habe ich wirklich Zeit für die Lernschwächeren, die mehr Hilfe und Unterstützung brauchen. Benötigt natürlich eine andere Form der Sicherung (wobei ich einzelne Dinge auc noch mal im Plenum bespreche).
    Auch Grammatik können die sich so selber erarbeiten - teilweise sogar besser, da in eigene, Tempo (da habe ich aber mit fast jedem Schler einzeln gesprochen und sicher gestellt, dass sie das verstanden haben).

    Das mit der Einsprachigkeit ist auch immer noch mein wunder Punkt. Eigentlich rede ich (außer bei Grammatik) nur Englisch, teilweise übersetze ich komplexe Sachen direkt danach selber ins Deutsche, teilweise lasse ich die Kinder z.B. Aufgabenstellungen noch mal erläutern. Ich weiß aber auch noch nicht so richtig, wie ich die Balance halte zwischen sicher stellen, dass alle die Aufgabe verstehen und wann ich das Deutsche ausschleichen muss (und sie nicht 'denkfaul' werden, da Schüler xyz es ja eh gleich noch mal erklärt).
    Teilweise habe ich das in meiner Klasse (dann aber eine 6) dadurch gelöst, dass die sich mal ein Kapitel des Buches selber erarbeitet haben, da musste dann jeder erst mal alleine klar kommen.

    Und vor allem: Gestalte es so simpel, wie es geht. Und auf gar keinen Fall zu viele Arbeitsschritte auf einmal.

    Ansonsten habe ich auch jede oder jede zweite Woche einen Vokabeltest geschrieben. Mal ganz simpel nur die englische Übersetzng aufschreiben lassen, mal einen Satz übersetzen, mal einen Lückentest (mal mit vorgegebenen Wörtern, mal gänzlich ohne). Mal lasse ich die Kinder gegenseitig korrigieren und benoten (und checke ggf gegen), mal auch gar nicht. Meistens zehn Wörter (oder 8 und 1 Satz, der dann zwei Punkte zählt).
    Ich zähle halbe Punkte bei Rechtschreibfehlern, ist es jedoch ( dadurch) ein anderes Wort, ist es ein ganzer Fehler.

    In Deutsch reden die Kinder doch auch in der GS über Sprache (Satzglieder etc pp). Einige finden gerade diese andere Sprache spannend und wundern sich, dass es da so anders ist (und fragen sich, warum die Angelsachsen es so kompliziert machen - ohne zu verstehen, dass das Deutsche auch nicht einfacher ist ;) )

    Ich gestehe, Lerntheken o.ä. habe ich noch nicht gemacht.
    Was ich viel gemacht habe, war Dialoge u.ä. schreiben, üben und vorführen lassen. Das lieben sie alle, meiner Erfahrung nach. Und jeder kann sich dabei so viel oder wenig Text schreiben, wie er sich mit sicher fühlt.

    Für meine paar near native speaker, die ich immer mal wieder dabei habe, habe ich auch noch so Penguin Lektüren zur Verfügung gestellt, meistens im Form eines Lesetagebuchs zu erarbeiten.
    So Bücher (z.B. von Langenscheidt) könnte man da zur Differenzierung ja grundsätzlich zur Verfügung stellen - zumindest in den Fällen.

    Ansonsten arbeite ich immer gerne mit Wochenplänen - oder genauer: Pseudowochenpläne, d.h. bestimmte Aufgaben aus dem Buch/Workbook sind innerhalb einer/zwei Wochen zu erarbeiten, dadurch habe ich wirklich Zeit für die Lernschwächeren, die mehr Hilfe und Unterstützung brauchen. Benötigt natürlich eine andere Form der Sicherung (wobei ich einzelne Dinge auc noch mal im Plenum bespreche).
    Auch Grammatik können die sich so selber erarbeiten - teilweise sogar besser, da in eigene, Tempo (da habe ich aber mit fast jedem Schler einzeln gesprochen und sicher gestellt, dass sie das verstanden haben).

    Das mit der Einsprachigkeit ist auch immer noch mein wunder Punkt. Eigentlich rede ich (außer bei Grammatik) nur Englisch, teilweise übersetze ich komplexe Sachen direkt danach selber ins Deutsche, teilweise lasse ich die Kinder z.B. Aufgabenstellungen noch mal erläutern. Ich weiß aber auch noch nicht so richtig, wie ich die Balance halte zwischen sicher stellen, dass alle die Aufgabe verstehen und wann ich das Deutsche ausschleichen muss (und sie nicht 'denkfaul' werden, da Schüler xyz es ja eh gleich noch mal erklärt).
    Teilweise habe ich das in meiner Klasse (dann aber eine 6) dadurch gelöst, dass die sich mal ein Kapitel des Buches selber erarbeitet haben, da musste dann jeder erst mal alleine klar kommen.

    Ansonsten arbeite ich immer gerne mit Wochenplänen - oder genauer: Pseudowochenpläne, d.h. bestimmte Aufgaben aus dem Buch/Workbook sind innerhalb einer/zwei Wochen zu erarbeiten, dadurch habe ich wirklich Zeit für die Lernschwächeren, die mehr Hilfe und Unterstützung brauchen. Benötigt natürlich eine andere Form der Sicherung (wobei ich einzelne Dinge auc noch mal im Plenum bespreche).
    Auch Grammatik können die sich so selber erarbeiten - teilweise sogar besser, da in eigene, Tempo (da habe ich aber mit fast jedem Schler einzeln gesprochen und sicher gestellt, dass sie das verstanden haben).

    Wie machst Du das mit den "Pseudowochenplänen" denn ganz genau, und was ist daran "pseudo"?
    Lässt Du die Schüler während der stunden (wir haben Doppelstunden) an den Aufgaben arbeiten und kümmerst Dich währenddessen um die Langsameren?
    Bei fünf Wochenstunden muss das doch sehr langweilig für die Klasse sei, oder nicht?
    Bei "Grammatik selbst erarbeiten" hätte ich auch Vorbehalte. Musst Du da nicht sicherstellen, dass die Schüler sich da nichts Falsches anlernen? Mir käme es vor, als würde ich sie dabei im Stichlassen, wenn ich das nicht selbst steuere und dabei auf jeden mit seiner Rückfrage so eingehen kann, dass die Klasse alles mitbekommt. Denn wer etwas fragt, spricht ja meist nicht nur für sich allein, sondern noch für andere.
    ich finde sehr interressant, was Du beschreibst, aber ich kann mir das alles noch nicht wirklich konkret vorstellen. Könntest Du nochmal etwas genauer erläutern auch die "andere Form der Sicherung"?

    Vielen Dank schon mal

    putzi

    Mir hat mal eine Mutter ganz entsetzt gesagt: "Wie, mein Sohn geht während des Unterrichts zur Toilette!? Warum um Himmels willen lassen Sie ihn denn gehen, der geht zuhause stundenlang nicht!"
    Das hat mir zu denken gegeben. Schüler sind ab einem gewissen Alter biologisch genauso "stubenrein" wie Erwachsene, da ist kein Unterschied mehr. Der einzige Unterschied ist, dass Schüler einfach vergessen, dass die Pausen für Toilettengänge da sind, und mit unserer Blankoerlaubnis brauchen sie es ja auch überhaupt nicht zu bedenken.
    Seitdem gilt bei mir:
    "Ihr habt nicht während der Stunde zu gehen und basta. Wenn nun einer wirklich total und unaufschiebbar dringend doch zur Toilette gehen muss, dann muss er warten - und wenn Warten absolut nicht hilft, muss er eben trotz meines Verbots eigenmächtig hinauseilen. Den Grad der Notwendigkeit muss er dann selbst beurteilen. Wir wollen ja kein Malheur im Klassenraum."

    Mit dieser Regel können wir eigentlich alle ganz gut leben.

    Gruß

    putzi

    Laut Schulministerium NRW ist es eine "Sollen"-Bestimmung.
    "Pro Tag darf insgesamt nur eine schriftliche Klassenarbeit geschrieben werden, in einer Woche sollen nicht mehr als zwei Arbeiten angesetzt werden".
    Da steht nicht "dürfen nicht" oder "können nicht". Solche Formulierungen beinhalten Unterschiede und haben daher juristische Bedeutung.

    Da man mit Sicherheit außerordentlich triftige Gründe haben muss, um mehr als zwei Arbeiten zu schreiben, sollte man sich an die Bestimmung halten.
    Mögliche Gründe wären vielleicht, dass der Lehrer/die Lehrerin länger krank war und dann z. B. gegen Ende des Schuljahres kein anderer Termin für eine Klassenarbeit gefunden werden kann.
    Frag Deinen Chef - vielleicht würde er unter solchen Umständen zu anderen Notenfindungsverfahren raten.

    Gruß
    putzi

    Stimmt nicht - es geht im Gegenteil sogar ruck-zuck. Man gibt einen verdächtigen Satz in Anführungsstrichen in Google ein und erhält sofort die Quelle. Die druckt man aus
    aus, unterstreicht darin alle plagiierten Stellen und konfrontiert den Schüler damit. Das ist nämlich dann weder sprachliche noch inhaltliche Eigenleistung.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man seine eigene Motivation für die Bewerbung von jemand anderem darstellen lässt - oder dass jemand einen Bewerber nimmt, der seine eigene Motivation nicht selbst darstellt - wo bliebe da die Glaubwürdigkeit?
    Empfehlungsschreiben dagegen sind schon eher eine Bitte, die Lehrern angetragen wird. habe ich auch schon oft gemacht. Kann sie Dir nicht die Bewerbungsunterlagen einmal komplett zeigen und mit dir zusammen sichten, was wie erledigt werden muss?
    Gruß
    putzi

    Macht jemand von euch Wochenplanarbeit Englisch in Klassen oberhalb der Jahrgangsstufen 5 und 6? Wie macht ihr das, bzw wie sieht das konkret aus?
    Ich frage deshalb, weil man bei uns (wir haben das Doppelstundenprinzip) in der 9. Klasse in einer Woche eine Doppelstunde und in der nächsten Woche zwei Doppelstunden Unterricht hat. Die Zeitabstände zwischen den Tagen, wo die Schüler Englisch haben, sind sehr lang, und wenn durch Unterrichtsgänge, Feiertage, Projekte etc, eine Doppelstunde ersatzlos verloren geht, werden die Abstände noch größer. Das (bei gleichzeitiger Erwartung des Schulministeriums, möglichst wenig Hausaufgaben zu geben) sorgt immer für eine gewisses Verschüttgehen von Lernstoff. Kann man sowas durch Wochenplanarbeit besser in den Griff kriegen?
    fragt euch

    putzi

    Dabei möchte ich nicht in Abrede stellen, dass auch Lehrer mit zwei Sprachen selbstverständlich viele Vorteile haben, unter anderem a) relativ wenig Schüler, b) vermutlich relativ wenig Disziplinprobleme, da die Fächer als "wichtig" gelten.

    Relativ wenige Schüler? Nee, bei uns sind es um die 28-30, von der 5. Klasse bis hinauf zum Leistungskurs Oberstufe. Und bei zwei Sprachen: jede Lerngruppe schreibt Arbeiten bzw Klausuren, alle in hoher Stückzahl.
    Zu b): das ist eine merkwürdige Vermutung, kann ich nicht bestätigen.

    Möchte noch hinzufügen, dass Düsseldorf gern die Sprachen mit verpflichtendem Zusatzaufwand überzieht (z. B. Lernstanderhebungen, und neuerdings auch mündliche Prüfungen als Ersatz für eine Klassenarbeit und in der Oberstufe als Ersatz für eine Klausur. Das ist eine Art mündlichesVor-Abitur, was den Verwaltungs- und Zeitaufwand betrifft.

    Bin schon ganz heiß drauf.
    Gruß,
    putzi

    Das Perverse an diesem Halbjahr ist, dass es so sehr spät angefangen hat (September) und dann die Herbstferien kamen, die diesmal in den November hineingingen, und jetzt kommen die 14 Tage Weihnachtferien. Sinnvolle Terminplanung für Klassenarbeiten war extrem erschwert, unsere festgelegten Klausurdaten kamen sehr spät, jeder Unterrichtsgang und Aktionen wie "Fit for Job" haben die Unterrichtsplanung durcheinandergebracht. Die ersten Klausuren haben dann bei später schreibenden Fächern die letzte Stunde vor der Klausur "gestohlen", und so musste man mit nur knappem Unterrichtsvorlauf in die Klausuren gehen, die man nach den Herbstferien zurückgab, um dann die nächste Klausur vorzubereiten. Ich hasse "teaching to the test"!! Jetzt habe ich drei Klausuren für die Weihnachtsferien. Gut, dass ich mich nicht langweilen muss. Ich werde das Korrekturdatum "25. 12." unter die Klausuren schreiben.

    Grantig,

    putzi

    Na, sind denn die Lehrpersonen auch "in Ausübung ihres Amtes" nicht verpflichtet, korrekt vorzugehen? Das kann der Dienstherr doch wohl erwarten, und die Schule doch wohl auch. Was spricht denn dagegen?
    Aber ich sehe schon, die mangelnde Bereitschaft hat sich so breit gemacht, dass ich da nur Bequemlichkeit drin erkennen kann. Seufz.
    OK, von mir aus ist das Thema damit beendet.

    Trotzdem adventliche Grüße
    von
    putzi

    dreimal überlegen, bevor Sie gegen minderjährige Schüler und öffentliche Schulen prozessiert

    Natürlich nicht gegen Schüler oder Schulen, sondern gegen den verantwortlichen Lehrer.
    Es wird übrigens auch keineswegs nur an Weihnachten aufgeführt.


    Zudem müsste man ja mit selbstgeschriebenen Stücken und Stücken auf Basis von Textheften auf der sicheren Seite sein

    Mit selbstgeschriebenen ist man natürlich auf der sicheren Seite. "Texthefte" - wenn es veröffentlichte sind, hat aber jemand die Rechte, und der bloße Kauf von Textheften beinhaltet keine Aufführungsrechte.

    Theater-AG betrifft in der Regel aber nur Deutsch und Musiklehrer, mit Abstrichen vielleicht noch die Fremdsprachen und Kunst. Alle anderen sind nich betroffen, was eine ausführliche rechtliche Diskussion im Schulrecht nur bedingt sinnvoll macht.

    Es gibt aber sehr viele Deutschlehrer, ebenso wie Englischlehrer. Bei uns sind das die größten Fachgruppen. Zusammen mit den Kunst- und Musiklehrern sind sie durch die Aufführungen wesentlich an der Außendarstellung der Schule beteiligt.
    Ich rufe ja auch nicht nach einer "ausführlichen rechtlichen Diskussion im Schulrecht" - aber es kommt ja als Thema noch nicht einmal in der Ausbildung der Deutsch-, Englisch- und Kunstlehrer vor.

    Bis dahin muss man sich eh neu schlau machen, da sich an die Rechtslage ändert (ändern könnte) und man sih soooo genau auch nich dran erinnert, was man hätte lernen sollen.

    Das Problem ist eher, dass das Sich-Schlaumachen einfach unterbleibt, weil die Betroffenen oft eben nicht ahnen, dass es überhaupt etwas gibt, worüber man sich schlau zu machen hätte. Da ist einfach eine Bewusstseinslücke.
    Gruß,

    putzi

    Vielen Dank Euch beiden schon mal für die Auskunft!

    Ich selbst habe vor langem am Studienseminar AC die Erfahrung gemacht, dass Fachleiter diesbezüglich auch bei mehrfacher Rückfrage keine rechtsverbindliche Auskunft erteilen konnten.

    Wird man als Fachleiter nicht zusätzlich ausgebildet? Einer muss es doch den Referendaren beibringen - da es an der Uni ja garantiert niemand tut. Kann man von Fachleitern (oder auch Hauptseminarleitern) nicht verlangen, dass sie sachkundig sind? Von Lehrern wird es später ja auch wie selbstverständlich erwartet.

    Zum Schultheater als solchem ham wir nix besprochen (wohl aber zu Filmvorführungen). Sehe das aber auch eher als Randphänomen.

    Na, es haben doch SO viele Schulen Theatergruppen, dass ich gar nicht verstehe, dass man das als "Randphänomen" sieht. In unserer Stadt machen alle 5 Gymnasien, die beiden Gesamtschulen und die Waldorfschule Theater.
    Als ich gehört habe, dass in der Nachbarstadt eine Schule die "Rocky Horror Show" aufführen wollte, wusste ich gleich, dass es eine nicht legale Aufführung wird, weil die Amateur-Aufführungsrechte gar nicht vergeben werden (ich habe mich erkundigt). Wenn man bedenkt, dass für die Aufführungen öffentlich geworben wird, ist es doch auch ziemlich unmöglich, diesen Umstand vor den Rechteinhabern geheim zu halten.
    Theaterverlage haben genauso eine Rechtsabteilung wie Schulbuch-, Film-, Stadtplan- und andere Verlage. Man muss doch gewarnt sein, dass das Ignorieren der Aufführungsrechte ein juristisches Nachspiel haben kann.
    Deshalb finde ich schon, dass es Teil der Ausbildung sein sollte.
    Gruß,

    putzi

    Liebe Referendare,

    kommen in Eurer Ausbildung die folgenden beiden Themen vor?
    1. Schulhomepage und Datenschutz
    2. Schultheater und Rechtliches

    Ich frage deshalb, weil ich beobachte, dass Kollegen sich nicht nur nicht auskennen, sondern gar nicht erst auf die Idee kommen, die Rechtslage zu recherchieren, weil sie nicht ahnen, dass es da Vorschriften gibt, an die man sich halten muss. Der Dienstherr setzt natürlich voraus, dass man sich sachkundig gemacht hat und sich keine Rechtsverstöße zuschulden kommen lässt.
    Ich weiß, dass wir hier schon mehrfach das Thema Schulhomepage und Datenschutz diskutiert haben. Ich wollte das auch nicht wieder aufwärmen - ich wüsste nur gern, ob man in der Lehrerausbildung mittlerweile dazu offiziell etwas lernt.
    Beim Schultheater geht es mir um die Aufführungsrechte von veröffentlichten Stücken und die Gebühr für Texthefte bzw. Kopien. Wir haben Kollegen, die davon ausgehen, weil es in der Schule ist, gelten da noch keine Rechtsansprüche. Auch der Gedanke, das es doch kostenlos sein muss, weil man selber keinen Eintritt erhebt, ist weitverbreitet, aber nicht zutreffend. Lernt man dazu etwas in der Ausbildung?

    Danke schonmal für jede Antwort

    putzi

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