Beiträge von putzmunter

    Ich mache keinen Unterschied mehr zwischen Englisch als Lerngegenstand und Englisch als Verständigungsmittel zwischen mir und den Schülern. Statt Inseln von Englisch gibt's bei mir den Kontinent Englisch, von Klasse 5 bis 13. Auch auf dem Schulhof und dem Korridor.
    Ich bitte auch immer darum, keine Klassenleitung gemeinsam mit Englischunterricht in der 5. Klasse zu bekommen. Gehabt habe ich auch das schon, aber ist ist schwieriger, weil Eltern und Kollegen da gern hineinpfuschen mit Vorschriften, was ich in welcher Sprache zu machen habe... deshalb mache ich die Kombination nicht gern. Muss ja auch nicht sein, es kann ja jemand anders die Klassenleitung haben, oder ich habe Klassenleitung in einer 8, dort ergeb sich weiger Einmischungen durch Außenmeinungen.
    Gruß,
    putzi

    Uh, mir graust es irgendwie. Lernen die Schüler hauptsächlich, welche Lernmethoden sie benutzen? Das kommt mir sehr technokratisch vor.
    "Schülerzentrierte Einstiegsstunde" - Einstieg in welches Sachthema? Sollte man nicht vom inhaltlichen Stundenziel ausgehen und dazu die geeigneten Methoden wählen? Was (fachbezogen) sollen die Schüler am Ende der Stunde erreicht haben, und wie bringe ich sie (methodisch) auf den Weg dorthin? Das wäre mein Planungsstart.

    Ich habe selber auch Dyskalkulie, bin jetzt 58 und habe KEINE Probleme in der Schule und im praktischen Leben gehabt - außer im Matheunterricht natürlich. Lernbehindert??? Ich bin problemlos durchs Abitur und Studium gekommen und bin seit über 30 Jahren StR (für Fremdsprachen).
    Ketfesem schreibt doch selbst:
    "Die Grundrechenarten kann er relativ gut. Aber mit den großen Zahlen kommt er gar nicht zurecht, hat das Dezimalsystem nicht wirklich verstanden...."
    Da erkenne ich mich genau wieder.
    Meiner Meinung nach muss der Junge lernen, wie er mit den Grundrechenarten das Leben meistert. Das geht nämlich - ich sehe mich selbst da als lebenden Beweis.
    Mit schlechten Mathenoten wird er leben müssen, da Dyskalkulie nicht wie LRS als Lernbehinderung anerkannt wird und es also keinen Nachteilsausgleich gibt. ( Den hatte ich ja auch nicht.) Er muss halt in den anderen Fächern glänzen...
    Gruß,
    putzi

    Den GEDANKEN an bundesweite Vergleichbarkeit kann man ja vielleicht inhaltlich noch ganz interessant finden, aber die Praxis der Durchführung (wie angedacht) klingt höchst bizarr: Es soll dabei ZUSÄTZLICH zum normalen Landesabitur geprüft werden, und dann 10 % von der Gesamtleistung ausmachen.

    „Das gemeinsame Kernabitur ist ... eine länderübergreifende schriftliche Abiturkomponente in den drei Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch“, erklärte der Aktionsrat. Die Aufgaben in den drei Fächern sollen jeweils in neunzig Minuten bearbeitet werden. Die Experten schlagen vor, dass die Prüfungen deutschlandweit an einem Tag stattfinden und danach zentral ausgewertet werden. Neben der Prüfung zum Kernabitur sollen in die Abiturnote nach wie vor auf Landesebene weitere schriftliche und mündliche Prüfungen und die Jahrgangsnoten einfließen."
    (Welt am Sonntag").

    Das kann doch nur den bürokratischen Kollaps bedeuten. Was meint ihr?

    Gruß,
    putzi

    Die "Bildungsexperten" vom Aktionsrat Bildung rufen nach einem bundesweit gleichen "Kernabitur", natürlich zusätzlich, und natürlich in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe. Als ob die Lehrer dieser drei Fächer nicht schon genug zu tun hätten mit Prüfungsexperimenten aller Art. Nun kann man die Idee ja vielleicht inhaltlich noch ganz interessant finden, aber die Praxis der Durchführung (wie angedacht) klingt höchst bizarr:

    „Das gemeinsame Kernabitur ist kein einheitliches Bundeszentralabitur, sondern eine länderübergreifende schriftliche Abiturkomponente in den drei Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch“, erklärte der Aktionsrat. Die Aufgaben in den drei Fächern sollen jeweils in neunzig Minuten bearbeitet werden. Die Experten schlagen vor, dass die Prüfungen deutschlandweit an einem Tag stattfinden und danach zentral ausgewertet werden. Neben der Prüfung zum Kernabitur sollen in die Abiturnote nach wie vor auf Landesebene weitere schriftliche und mündliche Prüfungen und die Jahrgangsnoten einfließen."
    (Welt am Sonntag").

    Das kann doch nur den bürokratischen Kollaps bedeuten. Was meint ihr?

    Gruß,
    putzi

    mara77

    Als "Jigsaw" bezeichnet ist die Methode gleich noch viiiiiiieeeeeel besser, als wenn man ein schnödes "Gruppenpuzzle" veranstalten würde.[Blockierte Grafik: http://www.fancysplace.com/smileys/kit-shifty.gif]

    Vom Methodenwahn genervt und mit lieben Grüßen
    Raket-O-Katz

    Edukraten-Englisch ist immer mit Vorsicht zu genießen. "Jigsaw" heißt Laubsäge/Stichsäge, eben das Werkzeug, mit dem Holzpuzzles zurechtgesägt werden.
    Als Name für eine Unterrichtsmethode finde ich es albern. Dann doch eher "Gruppenpuzzle".

    Mir ist da ein Angebot ins Haus geflattert - 50 Mio Versicherungsumme pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden (Personen bis zu 15 Mio), Internetschäden bis zu 15 Mio. Ich hätte einen Jahresbeitrag von 39,- Eu.
    Haltet Ihr es für ratsam, so eine Versicherung abzuschließen?
    Fragt sich

    putzi

    Falls es einen interessiert, wie es nach der Kindheit weitergeht, hier mein Bericht. Ich hatte dasselbe schon mal hier im Eltern-Lehrer-Schüler-Forum geschrieben, deswegen die Anführungszeichen. Als ich aufwuchs, gab es natürlich gar keine Vorstellung von "Dyskalkulie". Es hieß nur: "Das Kind kann absolut nicht rechnen". LRS hatte ich aber nicht - im Gegenteil, da war ich als Schüler ziemlich unfehlbar.

    "Achtung, hier erzählt der Dyskalkuliker selber, nämlich ich:
    Ich gehe jetzt auf die 60 zu und bin mein Leben lang Dyskalkuliker gewesen - allerdings gab es diesen Begriff noch nicht, als ich zur Schule ging. Ich musste also wie alle anderen Betroffenen selber lernen, wie ich mit dem lebensnotwendigen Rechnen klarkomme. Meine Eltern hatten mir mal eine Nachhilfestunde organisiert. Die brachte überhaupt nichts außer Tränen bei mir und Verständnislosigkeit beim Nachhilfelehrer, und das war das Ende des Nachhilfeversuchs.
    Ich kann 1a räumlich sehen und kam in Geometrie (anschaulich!!) immer tadellos zurecht. Aber Algebra und Arithmetik (nicht sichtbar!!) gingen gar nicht. Bis heute habe ich Schwierigkeiten, zweistellige Zahlen (z. B. 29) korrekt hinzuschreiben, weil meine Hand die zuerst gehörte/gesprochene Zahl (9) zuerst schreiben will und mein Gehirn dagegen an korrigiert ("das sollst du doch nicht, du sollst es doch anders herum machen") und ich diesen Konflikt nie zu lösen geschafft habe. Ich schreibe meist 9 und setze die 2 dann nachträglich davor. Bei 30 schreibe ich natürlich die 3 zuerst, bei 31 wieder anders herum, und so mache ich es nach Gehör und zugleich vermischt bzw gestört von antrainierten Selbstkorrigierversuchen; oft genug endet das mit Zahlendrehern, die mir gar nicht auffallen. Weil ich das ich weiß, kontrolliere ich meine Rechenergebnisse mehrmals, bis sie mehrmals übereinstimmen.
    Ich weiß auch, was Multiplizieren bedeutet, aber ich kann es nur auf additivem Wege (9x27 : ich schreibe die 27 neun Mal untereinander und addiere dann. Das geht flott, weil ich ja in der Schule die Siebenerreihe und die Zweierreihe auswendiglernen musste. Auswendiglernen konnte ich immer super. 7x8 war schon immer 56, das hör ich doch am auswendiggelernten Klang, dass das richtig ist. Wir mussten damals das kleine und das große Einmaleins auswendiglernen. Dafür bin ich heute regelrecht dankbar.
    Dividieren: zum Beispiel mit dem textilen Maßband. Das falte ich in drei gleichlange Teile, dann kann ich an der Zahlenskala SEHEN, wieviel 70 geteilt durch drei ist.
    Klar, für 27x18 müsste ich endlos lange addieren - aber ich weiß ja, wie man das mit einem Taschenrechner macht. Das Taschenrechnerergebnis ist immer überraschend ("was, das kommt dabei raus?"), da ich im Gegensatz zu anderen nicht im Geringsten vorher abschätzen kann, was da so ungefähr herauskommen könnte - ich habe keine Ahnung, ob bei 27x18 etwas unter hundert oder über hundert oder vielleicht sogar über zweihundert herauskommt - ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Ich habe auch keine Vorstellung davon, ob meine Stammtankstelle 50 oder 500 Meter von der Kreuzung da vorne entfernt ist. Das sind für mich aber keine Probleme.
    Meine Dyskalkulie war nur in der Schule ein Problem, aber nicht in meinem Leben. Ich habe es nämlich gelernt, meine Finanzen ganz allein in Ordnung zu halten, Möbel, die ich baue, sind korrekt geplant und vermessen, und ich mache meine Steuererklärung nicht nur ganz alleine, sondern auch völlig korrekt - nur bewältige ich die Rechnerei eben auf meine eigene Art, die ich mir selbst zurechtgelegt habe. Mathematische Erklärungen von anderen kann ich bis heute nicht nachvollziehen.
    Der Taschenrechner (Billigmodell mit wenig Rechenarten und großen Tasten) ist mir da eine wertvolle Hilfe. Ich weiß ja, wie der Rechenweg sein muss, ich kann nur nicht selber rechnen.
    Kochrezepte finde ich machmal knifflig, wenn ich Rezepte verändern möchte (Wieviel ist denn die Häfte von 125 g) aber ich habe ja schließlich den Taschenrechner!
    Das war's auch schon - anders macht sich die Sache im meinem Leben nicht bemerkbar.
    Meine Mathenoten waren immer unterirdisch und die sehr bemühten Mathelehrer sind immer an mir verzweifelt, aber ich hatte immer Ausgleich in genug anderen Fächern."
    Gruß,
    putzi

    Hallo littlesweetie,

    von zwei Fremdsprachen würde ich Dir aus meiner Berufserfahrung dringend abraten. Natürlich sind das tolle Fächer, und man liebt seine Fächer ein Leben lang, und es kann jahrzehntelang Freude machen, sie zu unterrichten. Aber wenn Du jetzt schon fürchtest, dass Du belastungsanfällig sein könntest, dann mach Dir klar, dass es ja nicht nur die Fächer und die Korrekturen sind. Mit Englisch bekommst Du in der Regel eine Klassenleitung - das kann auch erfüllend sein, aber es kommt halt weiterer Aufwand auf Dich zu. Dazu kommen teilnehmerstarke Oberstufenkurse. Die schreiben auch ellenlange Klausuren, die aufwendig zu korrigieren sind (ich habe gerade mehrere 2800-Wörter-Exemplare durch).
    Außer Klassenfahrten veranstaltest Du auch noch Oberstufenfahrten.
    Am Elternsprechtag hast Du keinen Moment Pause und bist hinterher platt mit Schaum vorm Mund vom vielen Reden.
    Gehen Schüler ins Ausland und brauchen ein Gutachten in Englisch oder Französisch, dann sitzt Du mit dem Aufwand da, bist ja Sprachenlehrer.
    Die Korrekturen sind so zahlreich, dass man sich selbst sehr gut organisieren muss. Das kann man allerdings hinbekommen, so dass man die Belastung etwas ausbalancieren kann.
    Ich muss aber hinzufügen (womöglich geht das ja nur mir so), dass zwar mit den Jahren meine Routine im Korrigieren und meine Arbeitsdisziplin ganz beträchtlich gewachsen sind - ich hätte aber nie damit gerechnet, dass meine Abneigung gegen das Korrigieren (Erbsenzählen) ebenso stark wachsen würde.
    Ich liebe meinen Beruf und meine Schüler! aber die Korrekturen vermiesen mir zeitweise ganz schön das Leben. Wenn ich zum 26. Mal dieselben Ausführungen zu einem Sachtext auf 24 Spalten lesen muss, mag ich danach erstmal längere Zeit nichts mehr von dem Thema hören.

    Ich unterrichte Englisch und Französisch und mache es mit Freude, aber ich würde diese Kombination kein zweites Mal wählen.
    Gruß,

    putzi

    Ich hätte es genauso gemacht. Man muss den Schüler übrigens nicht auf frischer Tat ertappen, und es muss auch kein Ipod oh. Äh. gewesen sein. Meist ist es ein ausdrucktes Blatt, in kleine unauffällig handhabbare Zettel zerteilt.
    Was man als Lehrer immer machen sollte, ist, die Fundstelle im Internet als Text auszudrucken, den Schüler (nicht vor der Klasse) damit zu konfrontieren, und dann kann er erklären, wie es zu dieser wundersamen Übereinstimmung kommt. Er wird zugeben, dass er gemogelt hat und einsehen, dass er die 6 verdient.

    Wichtig: solche Vorfälle immer wieder mal schon VOR den Klassenarbeiten thematisieren (ohne Namensnennung) und auf zweierlei hinweisen:
    1. Alles, was ein Schüler im Internet findet, kann ein Lehrer auch finden.
    2. Selbst hohe und höchste Minister fliegen aus dem Amt, auch wenn es erst nachträglich herauskommt, dass sie abgeschrieben haben. Also muss der Mensch es schon in der Schule lernen, das sowas nicht geht, und muss Konsequenzen erleben.

    Gruß,

    putzi

    Urheberrecht Film in der Schule
    Der Gesamtvertrag der Länder mit den Verwertungsgesellschaften zur Abgeltung von Vergütungsansprüchen nach § 52 a Urheberrechtsgesetz für die öffentliche Zugänglichmachung urheberrechtlich geschützter Werke bzw. Werkteile im Intranet von Schulen vom 14.07.2010 regelt, wie Filme in der Schule genutzt werden dürfen.
    1. kleine Teile eines Werks maximal 12 % eines Werks, bei Filmen jedoch nicht mehr als fünf Minuten Länge;
    2. Teile eines Werks 25 % eines Druckwerks, jedoch nicht mehr als 100 Seiten;
    3. Werk geringen Umfangs:
    [font=&quot]o [/font]ein Druckwerk mit maximal 25 Seiten, bei Musikeditionen maximal sechs Seiten
    [font=&quot]o [/font]ein Film von maximal fünf Minuten Länge
    [font=&quot]o [/font]maximal fünf Minuten eines Musikstücks, sowie
    [font=&quot]o [/font]alle vollständigen Bilder, Fotos und sonstigen Abbildungen

    Aus welcher Quelle darf ein Film in welchem Umfang und in welcher Veröffentlichungsform verwendet werden?
    1. Filmvorführungen im Klassenverband
    Wenn ein Film ausgeliehen oder privat erworben wurde (z.B. DVD, Videokassette), darf dieser im Unterricht ohne das Einholen einer Erlaubnis und ohne das Zahlen einer Vergütung gezeigt werden. Es handelt sich nicht um eine öffentliche Wiedergabe nach §53 UrhG.
    Dies gilt nicht für aufgezeichnete Sendungen aus dem Fernsehen. Das Zeigen von Fernsehsendungen im Unterricht ist nur gestattet, wenn es sich um Tagesaktuelles handelt oder direkt aus dem Internet (z.B. über eine Mediathek) gezeigt wird.
    Eine Filmvorführung unterliegt außerdem der Einschränkung, dass der Kinostart mindestens 2 Jahre zurückliegen muss.
    2. Filmvorführungen außerhalb des Klassenverbandes in der Schule
    Schulen, die im Rahmen von klassenverbandsübergreifenden Veranstaltungen Filme vorführen wollen, müssten bei den Berechtigten eine entsprechende Erlaubnis einholen. Bei Bildstellen und Medienzentren können Filme mit einer entsprechenden Lizenz ausgeliehen werden. Falls der gewünschte Film dort nicht vorhanden sein sollte, kann man bei der Firma MPLC eine Single-Event-Lizenz oder eine Schirmlizenz (für ein ganzes Jahr) erwerben.
    3. Schirmlizenzen des MPLC (Motion Picture Licensing Cooperation)
    MPLC bietet sogenannte Schirmlizenzen an, die das öffentliche Vorführen von Filmen in der Schule in unbegrenzter Anzahl lizensieren. Nach Einschätzung des Kultusministeriums ist es nicht notwendig, diese Lizenzen für das Zeigen von Filmen im Unterricht (s. 1.) zu kaufen.
    [font=&quot]Quelle: Schreiben des Kultusministeriums an alle Regierungspräsidien
    vom 3. März 2011 - AZ 14-0521.31/147: Herunterladen [pdf] [18 KB]

    Gruß
    putzi
    [/font]

    Entschuldigung, ich vergaß zu erwähnen, dass ich am Gymnasium bin. Bei uns dürfen in der zentralen Prüfung (Sekundarabschluss NRW) auch keine Wörterbücher benutzt werden. Den Umgang damit trainieren wir während des Unterrichts, aber erst die Oberstufen dürfen während der Klausur eins benutzen.
    Wenn Klassenarbeiten in der Sek I Vokabelhilfen brauchen, schreibt der Lehrer die betreffenden Vokabeln mit aufs Arbeitsblatt.
    Wie gesagt, so hab ich es gelernt, aber ich weiß nicht, ob das in NRW noch gültig ist.
    Weiß es einer von euch?

    putzi

    Ich habe es so gelernt, dass in der Sek I in den Klassenarbeiten keine Wörterbücher benutzt werden dürfen.

    Gilt das nach wie vor? Ich frage deshalb, weil ich feststelle, dass jüngere Kollegen Wörterbücher für die Klassenarbeit bereitstellen. Mich stört daran, dass dann ja jegliche Begründung fürs Vokalbellernen den Bach runtergeht.

    Aber gibt's irgendetwas offiziell und schriftlich festgelegtes zur Wörterbuchfrage in Sek I?

    Vielen Dank schon mal,


    putzi

    Unsere Oberstufenleitung sagt, das mit den Geldstrafen gilt nur für die Unter- und Mittelstufen - die Oberstufen hingegen seien ja nicht mehr schulpflichtig!!!
    So richtig verstehe ich das nicht, denn mit diesem Argument kann man ja jedes Fehlen rechtfertigen. (Wozu dann noch Entschuldigungen?)

    Gefragt hatte ich eigentlich, weil nicht alle geschwänzt haben, und mit denen, die da waren, habe ich immerhin noch vernünftg gearbeitet. Die fragen sich aber, ob sie nicht auch hätten fehlen können, wenn das alles keine Konsequenzen hat.

    putzi

    NRW - ist das nur bei uns in der Stadt so, oder haben Eure Schulen auch einen Tag der Abiturvorbereitung? Ich soll mit meinen LK-Schülern an dem Tag sechs Stunden auf Abiturvorbereitung verwenden.
    Ich mach doch schon seit Wochen "revision", und zwar gründlich genug. Da verstehe ich gar nicht was so ein "Tag der Abiturvorbereitung" soll, außer einem bulimischen Effekt sehe ich da gar keine Wirkung - außer dass ich VIER Französischstunden (2 Mittelstufenklassen, die ich an dem Tag hätte) verliere, die mir dann natürlich bitter fehlen...

    Gibt's bei Euch auch so einen Tag, und wenn ja, wie handhabt Ihr den?

    Fragt Euch
    putzi

    Schüler in anderen Ländern bleiben nicht sitzen - gut, aber bei den Gründen wird's ja schon argumentationsbeliebig.
    Weil die Schwachen gezielt gefördet werden? Das gibt's doch bei uns auch schon seit einigen Jahren.
    Wird woanders vielleicht besser, effektiver gefördert? Falls ja, müsste mal dargestellt werden, wie das ganz konkret gehandhabt wird. DAS könnte wirklich interessant sein.
    Bis dahin glaube ich nur, dass bei uns sitzengeblieben wird, weil es das Sitzenbleiben überhaupt gibt.
    Wenn wir das abschaffen würden, stünden wir doch genauso wie die anderen Länder da.
    Lasst uns das Sitzenbleiben abschaffen. Dann hat dieser emsige Dauervergleich von Kartoffelpüree und Kartoffelbrei ein Ende.

    Putzi

    Bei uns kommt es durchaus regelmäßig (wenn auch nicht häufig) vor, dass Kollegen ihre eigenen Noten in der Konferenz noch ändern. Auch ich behalte mir diese Möglichkeit vor, um ganz sicher zu gehen, dass ich für mich noch ein Korrektiv habe, wenn mir eigene Fehler auffallen.

    Zeugnisnoten sage ich den Schülern überhaupt nicht an - mir ist auch keine Vorschrift bekannt, die besagt, dass man das müsste. Oder liege ich da falsch?

    Ich sage ihnen ihren derzeitigen mündlichen Leistungsstand; der schriftliche ist ihnen ja eh bekannt, und frühere mündliche Einschätzungen habe ich immer in Klammern mit unbter die letzte Arbeit geschrieben.

    Außerdem weise ich sie darauf hin, dass eine REIN rechnerische Ermittlung von Endnoten in NRW nicht zulässig ist. Damit hört es dann auf, dass sie einem vorrechnen, welche Note sie zu bekommen haben.

    In der Oberstufe spiele ich mit komplett offenen Karten und bespreche mit jedem einzelnen außerhalb des Klassenraums, wie und warum ich seine Leistung so einschätze.
    Das machen bei uns fast alle Kollegen so.

    Gruß,
    putzi

    Zitat

    Original von Herrmann
    @ Sprachenlehrerinnen:

    ...Es ist doch von Anfang an klar, welche Belastungen im Schulalltag vorhanden sind. ... Die Fächerkombi habt ihr selbst im Besitz eurer vollen körperlichen und geistigen Kräfte gewählt.


    Nee, das ist keineswegs von Anfang an klar. Woher soll man das vorher wissen? An der Uni ist niemand, der es weiß - da sind nur Dozenten, die nicht selber Lehrer sind. Die eigenen Lehrer, bei denen man Unterricht hatte, die fragt man nicht, weil ja Schüler immer glauben, sie kennen die Lehrerarbeit, weil sie Lehrer kennen. Und DIE Schüler, die ihre Lehrer fragen und dann über die Arbeitsrealität aufgeklärt werden, die glauben nicht, dass es wirklich so ist, weil sie es nicht glauben wollen - es passt ja nicht in ihr Bild vom bequemen Lehrerberuf.

    Zitat

    Original von Herrmann Eine Mathearbeit korrigiere ich in der selben Zeit, wie ein Deutschlehrer einen einzigen Aufsatz.


    Das ist ja auch ein Richtig-oder-Falsch-Fach. Da ist die Sache einfach weil die richtige Lösung eindeutig ist. Sprachen dagegen sind lebende Materie, deren Gebrauch sehr individuell und doch in vielen Varianten richtig (oder falsch) sein kann, und nicht einmal Muttersprachensprecher sind sich 100% einig, was sie als richtig oder falsch sehen. Da muss abgewogen und begründet werden - plus eine Positivkorrektur gemacht werden, die zeitaufwändig ist. Es ist nicht Deine tolle Geschwindigkeitsleistung beim Korrigieren, sondern die Eindeutigkeit deiner Fachmaterie, die dich schneller einen Heftestapel durchkriegen lässt.

    Zitat

    Original von HerrmannAlso ich fände es unfair, wenn diejenigen, die so genannte "Geisteswissenschaften" studierten, dann auch noch ihren Kram zu denen rüberschieben, die ein richtiges Studium bewältigen mussten.Herrmann


    Oh je, hat Dich heute noch keiner gelobt?

    putzi

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