Ich lese hier zwar mit, kann aber (noch) nichts Hilfreiches beitragen.
An meiner Schule gibt es einige Quereinsteiger, einer davon ist mein Ausbildungslehrer. Er hat das Studienseminar nur sechs Monate lang besucht, keine 18. Ein anderer Quereinsteiger, der sogar schon Unterrichtserfahrung an einer öffentlichen Schule hatte, macht hingegen den "ganz normalen" 18monatigen Vorbereitungsdienst. Beide sind aber von Anfang an Vollzeit angestellt. Ersterer wurde verbeamtet, nachdem er das Seminar sechs Monate besucht hat (das ersetzt wohl die notwendige Staatsprüfung), letzterer wurde direkt ab Start verbeamtet. Ich habe keine Ahnung, wie er den Workload stemmt. Er kriegt zwar vier Stunden pro Woche "erlassen", muss aber trotzdem immer noch 20,5 Stunden unterrichten und zusätzlich den Vorbereitungsdienst absolvieren, inklusive 12 Unterrichtsbesuchen. Dafür muss er aber die Hausarbeit nicht machen und auch keine PU.
Eine dritte Quereinsteigerin kann wählen, ob sie einen 6monatigen Vorbereitungsdienst macht oder stattdessen vier Jahre als Angestellte im ÖD arbeitet, bevor sie dann verbamtet wird. Sie und mein Ausbildungslehrer hatten 3 Jahre Zeit, alle erforderlichen CP nachzustudieren, bevor es in den Vorbereitungsdienst geht. Mit Vorbereitungsdienst meine ich den Besuch des Studienseminars. Welchen Sinn das macht kann ich nicht beurteilen.
Meine Kollegen haben Recherchen angestellt und dabei herausgefunden, dass es mindestens zwölf Wege in den Quereinstieg in das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen gibt.
Bin geneigt, dass eher noch für eine Untertreibung zu halten.