Die Frage, die sich mir stellt, ist: Wie repräsentativ ist eine Rückmeldung überhaupt zu diesem Thema? Mein Eindruck seit dem Eintritt ins Berufsleben ist der, dass die breite Masse der Bevölkerung überhaupt keine Muße hat, sich damit auseinanderzusetzen. Quasi ein Thema für die "oberen 10-20%".
Kommaregeln haben wir in der Schule (01-13) nie bzw. höchst selten thematisiert. Kinder, die viel lasen, waren hier einfach grundsätzlich im Vorteil (so auch ich). Ich bin überzeugt davon, dass man durch bloßes Lesen entsprechender Texte sich die Kommasetzung "abschauen" kann, ohne in der Praxis zu überlegen, ob das jetzt ein Konsekutivsatz o.Ä. ist und eine Regel dafür gilt.
Wir sind ja alle von Vorurteilen nicht unberührt, aber ich gebe zu, dass mir vernünftige Orthographie und Interpunktion (wenn es drauf ankommt natürlich) bei meinen Mitmenschen und Kollegen schon wichtig sind. Gerade in der dienstlichen Kommunikation tun sich in dem Bereich krasse Abgründe auf. Als Lehrer sollte man da schon fit sein, Stichwort sprachliches Vorbild, nicht nur verbal, sondern auch in der Schrift.