Beiträge von Ichbindannmalweg

    Woher kommen die Bereitschaften?

    Was macht die Schule, die die Schüler:innen nirgendwohin schicken kann, weil sie sie beaufsichtigen muss?

    Was macht die Schule, die nur Vollzeit-Lehrkräfte hat, die jede Stunde im Unterricht stehen?

    Bei uns gibt es nur Bereitschaft für die erste Stunde. Aber die meisten Kollegen haben so viele Springstunden, dass das Lehrerzimmer gut gefüllt ist. Ich habe schon immer vermutet, dass der Stundenplaner mit fiktiven Klassen arbeitet, um immer genug Lehrer für die Vertretung in Haus zu haben. Es wird erwartet, dass man Freistunden blocken lässt, wenn man die für Termine oder so braucht. Also eigentlich Bereitschaft, nur nicht so genannt, weil die dummen Kollegen es ja nicht merken.

    Schaffen es die Eltern denn, ihre Kinder passend einzukleiden? 60 Minuten im Schnee können sonst sehr nass und kalt werden. Hier kommen im Kindergarten so viele Kinder mit unpassenden Klamotten zum Waldtag ( trotz genauer Beschreibung), dass es statt dessen nur auf den Spielplatz geht.

    Ach ja, für Sport mit Kind (Joggen mit Kinderwagen) reicht es bei mir gerade leistungstechnisch nicht. Aus „fit dank Baby“ sind wir rausgewachsen, haben wir aber gemacht. Ich war sogar in zwei Rückbildungskursen gleichzeitig. Hatte ich schon total vergessen, also Zeit ist echt kein Problem. Ich habe halt immer ein Kind dabei. Oder zwei.

    Wie gesagt, es geht um Prioritäten, nicht um Faulheit. Wer nicht zur Burnout-Therapie gehen kann, weil er so viel arbeiten muss, hat dafür eine sehr plausible und für sich persönlich schlüssige Erklärung gefunden. Dem würde ich auch keine Tips geben, noch mehr oder im Gegenteil endlich weniger zu machen. Allenfalls fragen, wie es ihm mit der Lösung geht.

    Wenn ich zur Burnout-Therapie gehe, bin ich krank geschrieben und damit wird viel Zeit frei. Kinder akzeptieren keine AU und lassen sich auch nicht immer wegorganisieren.

    Wir Gehören auch zu den Rabenvögeln die ihre Kinder mal bei den Großeltern abgeben. Tut ihnen erstens gut und zweitens haben sie da immer nen heidenspass.

    Dazu kommt Das unser Training oft von den Kids begleitet wird (wir trainieren viel Draußen). Die meiste Zeit des Jahres hängen wir somit aufeinander 😊

    Aber auch da: jeder wie er seine Prioritäten setzt.

    Ich würde eher sagen: ihr gehört zu den glücklichen, die Großeltern haben, die sich um die Kinder kümmern können. Mehrere Kinder und ein ganzes Wochenende dürfte bei wenigen gehen. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass die Kinder euch beim Training begleiten, auch da habt ihr Glück (und wenn ihr noch so ein tolles Vorbild seid und die Kids so erzieht, dass sie gerne draußen sind).

    Wenn diese beiden Voraussetzungen nicht gegeben wären, wäret ihr sportlich sicherlich nicht so gut unterwegs. Und ich freue mich für euch, dass ihr das so machen könnt.

    Wir haben diese Möglichkeit nicht, im Gegenteil, wir kümmern uns um die Großeltern. Und anderweitige Betreuung für unser besonderes Kind suchen wir schon lange, da ist nichts zu machen. Ich kann auch nicht früher aufstehen für den Sport, ich stehe schon um drei bis vier mit den Kindern auf. Regelmäßiges schlafen habe ich so auf jeden Fall, denn ich schlafe völlig erschöpft mit den Kindern ein. Die schlafen leider oft nicht gleichzeitig, also muss ich jede Minute nutzen. Und nein, tauschen in der Rolle ist auch nicht, denn erstens kann mein Mann nicht Stillen und zweitens muss der schlafen, damit er arbeiten gehen kann. Zeit für Sport werde ich erst dann haben, wenn die kleine im Kindergarten ist. Heißt noch 8 Monate durchhalten. Und selbst dann bin ich für zwei Kinder diejenige, die aus dem Kindergarten abholen muss wenn etwas ist. Also fallen sportliche Aktivitäten länger als 30 Minuten von zuhause weg raus. Und das ganze geht dann ein Jahr, danach muss ich bangen, ob unser besonderes Kind einen Schulplatz mit Betreuung bis zum Nachmittag findet. Sonst habe ich den hier um 12 wieder zuhause.

    Lange Rede kurzer Sinn: es gibt Situationen, da ist man nicht bloß zu faul, zu schlecht organisiert oder was auch immer.

    Zusammenarbeit mit der Frau …. Soso. Heißt das: Frau übernimmt weitere Aufgaben vom Mann, damit der genug Zeit für Sport hat? Wer passt denn auf die Kinder auf wenn der Mann morgens beim Training ist? Darf dann immer die Frau machen?

    Ich wundere mich auch darüber, dass ein Weihnachtsmarkt Ziel eines Wandertages ist. Was wollen Schüler dort? Glühwein trinken? Bratwurst essen? Holzspielzeug kaufen? Würde es so bei uns nicht geben. Im Anschluss an einen Programmpunkt noch ein kurzer Besuch des Weihnachtsmarktes wäre okay, aber sonst… Da passt die Fahrt nach Hannover irgendwie ins Bild.

    Bei mir ist es umgekehrt: schwimmen kann ich sehr gut, da früh im Verein gelernt, aber ich mag keine Kacheln zählen. Laufen hingegen: einfach wie schweben, mit Musik im passenden Rhythmus. Einfach ein gutes Gefühl, wenn man locker den Tag mit 20km beginnen kann. Oder 10x400m auf den Bahn… Studio auch gut, da sieht Fortschritte. Radfahren: am besten in Gesellschaft, stundenlang quasseln.

    Statt Sport zu machen, habe ich übrigens heute mein angeblich krankes Kind aus dem Kindergarten abgeholt. Zuhause ist von Krankheit aber nichts zu merken, auch das im Kindergarten gemessene Fieber ist auf magische Weise verschwunden. Spontanheilung oder wenig Personal im Kindergarten?

    treasure

    Ganz lieben Dank. Tatsächlich hatte ich bei 15-30 Minuten auch an die Zeit gedacht, die ich insgesamt für alles brauche, also inklusive Umziehen, meinen Roller fertig machen, 1-2km fahren (einmal um den Block, ganz langsam, so 10 Minuten vielleicht) und dann duschen 🙈 also die komplette Betreuungszeit, die abgedeckt werden muss.

    Jo, mein Gewicht muss noch runter, aber im Haus und mit den Kindern bin ich schon zwangsläufig aktiv, meine zappelnden Hanteln wiegen 10 und 18kg. Wenn es mir gut geht, sind Flugübungen mit Kind und Spaziergänge mit Kinderwagen mein Sportprogramm. Meine Rumpfstabilität empfinde ich sogar als ausgesprochen gut, durch das viele Tragen. Im Haus Sport mag ich nicht, ich brauche den Abstand und die frische Luft, egal ob es regnet oder schneit.

    Aber du hast recht, ich muss mich da auf jeden Fall bremsen. Motivationsprobleme habe ich nämlich definitiv nicht. Jetzt, wo ich seit einer Woche nicht erkältet bin, würde ich an liebsten sofort loslegen. Das, was Kapa angesprochen hat, nämlich dass die ersten Einheiten besonders schwer fallen, darf aber tatsächlich nicht eintreten, dann war es nämlich schon zu viel. Und das weiß ich aus Erfahrung, denn von diesen neuen Anläufen habe ich schon sehr viele hinter mir. Zu viele.

    Ich tendiere auch dazu zu sagen, wer möchte, der findet meistens die Zeit für Sport. Zeit wäre wenn es drauf ankommt nicht mein Problem, aber Kraft fehlt mir. Ich bin froh, wenn ich an guten Tagen nicht den Weg in den Keller als anstrengend empfinde. Daher wäre Sport für mich aktuell ein Zeitraum von 15-30 Minuten, die ich jetzt auch unsere Kleine (13 Monate alt) beim Papa lassen kann. Endlich! Und ich bin jetzt ungelogen seit August immer krank gewesen, mit mal einer Woche Pause. Morgen muss ich wieder zum Kinderarzt, da werde ich Maske tragen, denn bislang war ich nach jeden Termin zwei Tage später wieder krank. Ich würde liebend gerne wieder Sport machen. Ich war mal richtig gut, mit einer 10km Zeit um die 45 Minuten… und Laufen war nur meine Ausgleichssportart… Motivation ist kein Problem. Laufen wird auch nicht meine erste Sportart sein, ich werde den Tretroller nehmen.

    100kwh ist für die meisten Haushalte nicht wirtschaftlich. Im Winter bekommt man die nicht voll und im Sommer nicht leer. Ideal dürften eher 20kwh sein. Müsste jede Wohneinheit als Standard haben. Die anderen 80kwh lieber als mobiler Speicher in Form eines Autos. Mit bidirektionalem Laden. Das können nur sehr wenige Modelle. Gibt natürlich Verluste beim umspeichern.

    Der Pv Ertrag der letzten Wochen würde bei uns nicht mal einen 10kwh Speicher füllen. Und wir haben 50 kw Peak auf dem Dach…

    Ich bin entsetzt, dass dieser Beitrag auch noch als Positivbeispiel genommen wird.

    Ich mag weder die Implikation, dass Frauen diese Sachen nicht könnten noch die, dass der Mann sich auf dem bisschen ausruhen könnte.

    Das hängt von sehr vom individuellen Fall ab. Bei uns ist das nicht ein bisschen und auch nicht einmal im Jahr. Natürlich ist es von Vorteil, dass sich vieles Handwerkliche um abgeschlossene Projekte handelt. Kann übrigens gerne auch die Frau machen, bei uns erledigt ein zufällig der Mann die oft als typisch männlich angesehenen Dinge. Wenn ich so viel könnte, hätte ich einen vernünftigen Beruf ergriffen :teufel:

    Warum impliziert: „jeder soll das tun was er kann“, dass Frauen keine handwerklichen Tätigkeiten durchführen können? Man sollte nicht immer reinlesen, was man gerne kritisieren würde …

    Das ist total frustrierend, wenn man immer wieder krank ist und schon jeden Mist von Ingwertee bis Vitamininfusionen durch hat, ohne Erfolg. Bei mir wurde es etwas besser, als ich von Vollzeit auf Teilzeit gewechselt bin. Das lag aber schlicht daran, dass ich dann mal eine Woche entspannt krank sein konnte, ohne in der nächsten Woche gleich zwei Stapel korrigieren zu müssen. Aber infektfrei war ich nur in der Coronazeit ohne Kontakte und mit Maske. Eine wirkliche Lösung habe ich nicht gefunden, ich bin mit Kindern zuhause und nehme jetzt das mit, was die mitbringen. Ich weiß auch nicht, was vorher anders war. In der eigenen Schulzeit, der Uni und noch im Referendariat war ich nie krank, nicht einen Tag. Da hatte ich ja genau so viele Kontakte wie in der Schule und war immer viel gesünder als alle anderen.

    Ich habe auch immer nur die nötigsten krankschreibungen mitgenommen und war auch öfter mal schon freitags wieder da, wenn ich die ganze Woche krank geschrieben gewesen bin. Würde ich heute nicht mehr machen. Habe ich gemacht, um nicht noch mehr Druck wegen des Unterrichtsausfalls zu haben.

    Ich würde mich sogar in den Ferien krank schreiben lassen und wenn die Arbeiten dann nicht korrigiert sind, dann bekommt sie die Schulleitung auf den Tisch und kann sehen was sie damit macht (so habe ich nämlich auch schon zusätzliche von Kollegen abbekommen, die nicht so doof waren die Weihnschtsferien im Bett durchkorrigiert zu haben).

    Also ich mache gerne den Haushalt und kümmere mich um die Termine der Kinder, weil ich auf der anderen Seite auch Dinge an meinen Mann abgebe, die ich einfach nicht (so gut) kann: Haustechnik am laufen halten, Reifenwechsel, Carport bauen, Dach decken, Steuererklärung machen, Weihnachtsbaum aufstellen. Oder was auch immer. Dafür ist die Waschmaschine für meinen Mann ein Buch mit sieben Siegeln. Es macht halt jeder das, was er kann. Das ist auch effektiver.

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