Beiträge von Ichbindannmalweg

    Da bist du nicht in der Lage zu sagen "Die Korrektur braucht länger"? Das sind keine "harten Fristen". Die einzige "harte Frist" ist das Abitur.

    „Bist du nicht in der Lage“ zu verstehen, dass das Schieben von Korrekturen kaum möglich ist, weil in jeder Woche ein neuer Stapel kommt? Unfreundliche Ausdrucksweise extra als Zitat gekennzeichnet.


    Das erinnert mich an meinen Mathekollegen, der unbedingt meinen Klassenarbeitstermin haben wollte (damit er den Schülern die Arbeit noch vor der Kursfahrt wiedergeben kann - nicht aus wichtigen Gründen) und der mir ernsthaft böse war, weil ich sagte: nein, dann habe ich in der Woche keine Korrektur und in den Herbstferien drei.

    s3g4 Du hast die richtigen Fächer und die richtige Schulform 🫣 Alles richtig gemacht 👍🏻

    2 Stunden pro Klausur kann man sich mit 6-7 Korrekturen nicht leisten. In unseren Arbeitszeit Modell waren da je nach Stufe 15-30 Minuten vorgesehen ( inklusive Übertragung der Noten digital und geforderter Förderempfehlung unter der Klausur/ Klassenarbeit). Selbst damit hat meine theoretische Gesamtarbeitszeit die Sollarbeitszeit um bis zu 30 % überschritten. Ach ja, alle anderen Arbeitsvorgänge waren ähnlich sportlich kalkuliert.

    Bolzbold Danke. So ist es. Noch dazu bekommt der DKLF (musste erstmal überlegen was das ist 🙈) wegen seiner Fächer immer eine Klassenleitung, muss bei jeder Veranstaltung anwesend sein, hat 100 Gespräche am Elternsprechtag, und arbeitet die wegen eigener Krankheit ausgefallenen Stunden bis auf den Unterricht komplett nach. Mit 3 Korrekturen kann man sich eine Woche Krankheit leisten, mit 7 und einer Klassenleitung kommt man in der Folgewoche auf so viele Stunden, dass man schnell wieder krank wird. Und nein, schieben ist nicht unendlich möglich, wenn jede Woche neue Stapel reinkommen.

    s3g4 da gebe ich dir recht, aber ich empfinde Kinderbetreuung nicht als geeignete Pause, um weiter korrigieren zu können.

    Du korrigierst jede Woche Prüfungen? Glaube ich nicht. Keine einzige Französisch-/Deutsch-/Englisch-Lehrperson korrigiert bei uns an der Schule jede Woche Prüfungen. Wir haben einige mit Deutsch/Englisch oder Deutsch/Französisch mit 100 % Pensen, niemand arbeitet da 60 Stunden die Woche. Das passiert ausnahmsweise mal während der schriftlichen Matura, da sitze ich im Schwerpunktfach Chemie aber auch an 15 Seiten pro Nase. Es gibt Statistiken zu durchschnittlichen Arbeitszeiten von Lehrpersonen. Die liegen definitiv über dem Soll und sie sind gemäss der letzte LCH-Umfrage in der Schweiz noch höher als in Deutschland. Sie entsprechen aber keiner 60-Stunden-Woche auf ein Vollzeit-Pensum. Das ist ausgedachter Quatsch.

    Ich unterrichte Deutsch und Englisch, ich hatte mit voller Stelle sechs oder sieben Korrekturen, nicht nur Oberstufe. Ich habe jedes Jahr 34-38 Stapel auf den Tisch gehabt. Darum korrigiert man abgesehen von den ersten drei Wochen nach den Sommerferien und den letzten drei Wochen vor den Sommerferien eigentlich immer. Und wenn man dann mal krank ist, korrigiert man in der nächsten Woche zwei Stapel. Oder krank im Bett. Und ja, 60 Stunden im Schnitt sind es bestimmt nicht gewesen. Aber deutlich mehr, als ich mir mit zwei kleinen Kindern vorstellen kann. Und leider ändert die Teilzeit nichts an den fehlenden Betreuungszeiten für Konferenzen, Elternsprechtag, Klassenfahrten, und so weiter.

    Ich finde, es sollte sich niemand dafür rechtfertigen müssen, wie viel Zeit für Arbeit oder Familie er/sie aufwenden möchte oder kann. Wenn jemand Vollzeit arbeiten will mit zwei kleinen Kindern, soll er das tun. Wenn man ein anderes Modell fährt, dann ist das auch in Ordnung. Das muss doch jeder für seine persönliche Situation schauen, was geht.

    Vielleicht des Rätsels Lösung: das Kind hat eine „Verdacht auf ASS“ Diagnose, die kann vom Kinderarzt oder auch schon von einem SPZ sein. Die reicht schon für so einige Anträge. Bis zur endgültigen Diagnose vergeht auch schon mal ein Jahr, denn so lange wartet man auf Termine. Und wenn die einen Eltern nicht scharf auf Termine sind, vergeht noch mehr Zeit.

    Wir informieren uns gerade über Schulen für unser Kind. Und Kollegen von den Förderschulen in der Umgebung haben alle ganz klar gesagt: kein Schulabschluss an ihrer Schule. In der Theorie ja, aber alle Schüler ohne geistige Beeinträchtigung seien an Regelschulen. Selbst Förderschulen für motorische Entwicklung oder wie das heißt. Davor haben Eltern Angst! Wir sehen das gelassen, denn wenn es für eben Schulabschluss mal reichen sollte, dann halt später am BK. Dauert nur länger.

    Magellan Das ist sehr arbeitgeberfreundlich. Du bist also ein deinen freien Tagen krank und kannst dich nicht um die Familie kümmern, damit du immer zuverlässig deinen Dienst in der Schule verrichten kannst (überspitzt formuliert).

    Ja, habe ich viel zu lange so gemacht, krank am Wochenende, krank in den Ferien, Hauptsache es fällt kein Unterricht aus. Dann in die Teilzeit, damit ich die freie Zeit zur Erholung nutzen kann… War im Nachhinein betrachtet keine sinnvolle Lösung. Würde ich nie wieder so machen.

    rhabarbara Das ist mir bewusst. Ich gehörte selbst viele Jahre zu dieser Fraktion, die die anderen vertreten durften. Aber: Es ist keine Lösung, Kollegen mit Kindern in die Teilzeit zu drängen, damit der Mangel im Bildungssystem kaschiert wird.

    Dann forderte ich: keine Risikosportarten für Lehrer (dazu gehört auch Fußball), keine Gartenarbeit, kein Hausbau und Residenzpflicht… bzw. Teilzeit für alle Kollegen, die von so etwas betroffen sind.

    Da wir sich ein Kind mit ASS (noch nicht Schulkind) haben, tut mir schon sehr weh, wenn ich das lese. Das Problem ist doch, dass für diese Kinder eigentlich nirgendwo ein richtiger Platz ist. Und dass die Diagnosen viel zu spät gestellt werden und damit den Kindern frühe Hilfe verwehrt ist.

    Inklusion als Sparmaßnahme auf den Rücken aller Kinder, Lehrer und Eltern. Eine passende Umgebung und Förderung kostet halt Geld.

    Gibt es denn bei euch Schulen, die eine echte Alternative sind? Fachberater für Autismus gibt es auch in einigen Regionen, die bei der Schulwahl helfen. Ich glaube ohne dass man mit den Eltern auf den gemeinsamen Nenner kommt, dass das Kindeswohl an erster Stelle stehen muss, wird man nicht arbeiten können. Autismus schließt Erziehung ja nicht aus. Aber Autismus erfordert leider ein großes Durchhaltevermögen in Sachen Erziehung. Wenn das Kind Autismustherapie erhält (geht erst mit Diagnose), dann können auch Therapeuten in die Schule kommen und beraten. Die Wartelisten sind aber genau so lang wie die Wartelisten für Spz und Kjp. Von dem Verdacht bis zur Therapie vergehen gut 2 ungenutzte Jahre…

    Nicht nur unterschwellig, sondern ganz offen wurde das bei mindestens einem, eher zwei Kollegen kommuniziert und ja, wenn der eine Kollege Vollzeit bezahlt wird, aber maximal Teilzeit da ist, weil immer umschichtig er oder seine Kinder "krank" sind, dann ist das total nervig für alle.

    Seit er weniger arbeitet haben alle mehr davon.

    Das kann ich natürlich nachvollziehen, dass es einfacher wird, wenn nur 15 statt 25 Stunden vertreten werden müssen. Aber das Problem liegt doch in der fehlenden Reserve, nicht in der Krankheit der Kollegen oder deren Kindern. Die Kinderkranktage zu nutzen ist doch das gute Recht eines jeden Elternteils. Und auch, dass man selbst krank zuhause bleibt.

    Also in unserem Kindergarten fehlt gefühlt jeden Tag mindestens ein Erzieher in der Gruppe, oft zwei, selten keiner. Ich würde den Krankenstand also mal bei locker 10-20 % sehen (gibt ja noch andere Gründe zu fehlen).

    Unser Schulleiter hat uns mal vorgerechnet, dass wir einen Krankenstand von 5,x Prozent haben und einen schlechten Ruf weil so viel Unterricht „ausfällt“ (= vertreten wird).

    Der zweite ist, dass Männer dieses Stereotyp auch in der Regel nicht bedienen.

    Das glaube ich aus eigener Erfahrung nicht. Ich kenne nur wenige Kollegien, aber in denen befinden sich durchaus Männer, die ständig gefehlt haben und von denen man wusste, dass sie pflegebedürftige Eltern oder Kinder haben. Denen hätte aber nie einer gesagt, sie sollten besser ihre Stelle reduzieren, da sie doch überfordert wären. Da wurde nicht mal unter Kollegen gelästert.

    Und ja, es ist ziemlich bescheiden, wenn ich günstig in einer Schiene so liege, dass ich immer die gleiche Person vertreten muss, die immer wieder ausfällt. Aber jeder hat ein Recht auf Familie und gibt kein Zölibat für Lehrer.

    Ich bin zuhause mit Kindern und kann sagen: auch ohne Überforderung mit Job und Familie kann man ständig krank sein mit kleinen Virenschleudern. Nur akzeptieren meine Kinder keine AU…

    Komisch, das wird offenbar immer nur Müttern unterstellt. Hat man irgendeinem Vater schon mal unterschwellig angeraten Teilzeit zu machen, weil er überfordert ist mit kleinen Kindern? Oder geht man da wie selbstverständlich davon aus, dass nur die Mütter überfordert sind?

    Es geht in Schulleiter überhaupt nichts an, wie viel die Mutter oder der Vater gefordert ist. Er hat nur dafür zu sorgen, dass jeder Lehrer im Beruf nicht überfordert ist, im Rahmen seiner Fürsorgepflicht. Die Familie geht da nun wirklich niemanden etwas an.

    Wie viel Teilzeit du machst, geht die Schulleitung einen ….. ( Bitte selbst einsetzen) an, das ist einzig und allein deine Entscheidung.

    50 % Teilzeit sind meines Erachtens völlig unwirtschaftlich, man verbringt fast den ganzen Tag in der Schule mit vielen Freistunden und Freizeiten zwischen Konferenzen und Unterricht. Man muss fast überall dabei sein, bekommt aber nur wenig Geld.

    Deine Schule scheint ja mit Lehrern gut versorgt zu sein, ansonsten sind die Schulen nämlich über jede Stunde froh. Vielleicht können Sie dich tatsächlich gar nicht gebrauchen und möchten ihre Vorstellung subtil durchdrücken.

    Außerdem steht zu befürchten, dass dein Kind in den ersten Kindergarten Jahren relativ viel krank ist, und du damit ausfällst. Muss ja nicht so sein, ist aber auch nur normal.

    Und ob man dich für eine Rabenmutter hält, lass dir getrost den Buckel runter rutschen. Und das sage ich als Mama, die das gegenteilige Modell fährt. Wie man es macht, man macht es verkehrt.

    WTF?!?

    Ich soll die Berufliche Veranlassung meiner Arbeitsmittel z.B. nachweisen. Wie weise ich denn nach, dass ich den Rotstift brauche?!? Die haben sie doch nicht mehr alle.

    Achso, eine berufliche Veranlassung ist nicht erkennbar, wird behauptet.


    Naja neuer Bearbeiter und wir gehen von Dumm über Dümmer immer tiefer scheinbar.

    Ohje, sowas haben wir noch nie erlebt. Foto von Klausuren machen? Rotstifte schriftlich bei der Schulleitung beantragen und Ablehnung schicken? Ein Bekannter beim Amt sagte mir übrigens: was der Arbeitgeber mir nicht zur Verfügung stellt, das brauche ich nicht. Wenn der keinen Kugelschreiber bekommt, schreibt er nichts.

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