Beiträge von Ichbindannmalweg

    Dem Schnelltest würde ich nicht mehr vertrauen - sowohl zuhause als auch im Krankenhaus (und die haben sehr sorgfältig getestet) waren alle Tests negativ, auch bei sehr eindeutigen Symptomen mit Fieber. PCR zeitgleich abgenommen deutlich positiv.

    Wenn ich wüsste, dass ich eben Kontakt zu positiv getesteten hatte und Symptome habe, würde ich auf private Besuche verzichten. Das gleiche würde ich aber bei anderen ansteckenden Krankheiten. Mich haben schon immer die Leute genervt, die ohne Rücksicht ihre Viren und Bakterien bei privaten Feiern verteilt haben, nur weil sie auf den Spaß nicht verzichten wollten, inklusive Umarmung zur Begrüßung und engen Kontakt. Schön, wenn zwei Tage später die Hälfte der Anwesenden auch im Bett lagen…

    Das ist finanziell schon so bitter, dass ich jede Möglichkeit die Entlassung zu vermeiden überprüfen würde, weil deine Altersversorgung besonders im Falle einer Dienstunfähigkeit stark eingeschränkt würde. Je nach Alter und Familiensituation ist das mehr oder weniger wichtig.

    Auf jeden Fall würde ich mir in dieser Frage sowohl sachliche Beratung holen (Gewerkschaft/ Verbände) als auch psychologische/ Supervision oder was es da auch immer gibt.


    Ich kenne niemanden, der den Schritt der Entlassung gegangen ist, wohl aber welche, die zum Beispiel erfolgreich die Schulform gewechselt haben uns nun glückliche Lehrer sind.

    Im Zweifelsfall betreibt die Ehefrau/ der Ehemann die Firma, vermute ich.

    Da empfiehlt sich wohl eher ein Engagement im künstlerischen Bereich. Ein Kollege brüstete sich mal damit, jede Woche 12 Messen zu orgeln … bei einer Vergütung von ca 40 Euro ist das ein ganz erheblicher Nebenverdienst…

    Bei uns hat die Beihilfe dieses Frühjahr problemlos gezahlt. Indikation Alter. Auf das alte Ersttrimesterscreening haben wir verzichtet, das wäre ähnlich teuer gewesen.

    2020 wurde der Test nicht übernommen, auch nicht nach nachgereichter Begründung (Alter + Ablehnung invasiever Tests)

    Nun, du kannst dir selbst eine gute FFP3-Maske (mit Ventil) aufsetzen und deine sozialen Kontakte dann trotzdem pflegen. Bei mir hat das 2 Jahre lang sehr gut funktioniert, obwohl ich täglich Kontakt mit Coronainfizierten hatte, da ich derjenige war, der sie an unserer Schule 'verarztet' hat.

    Das könnte man bei Notwendigkeit machen, aber nur wenn man keine Kinder hat. Die bringen halt alles mit, also kann man sich die Mühe auch sparen. Vielleicht ist es sogar eine schlechte Idee, die „automatische Grundimmunisierung“ zu unterlaufen. Wer weiß was noch an Varianten kommt…

    Was die Gefahr einer Ansteckung angeht, bin ich inzwischen völlig desillusioniert… wer sich schützen muss, muss vollständig auf soziale Kontakte verzichten, alles andere funktioniert nicht mehr. Es laufen einfach genug Infizierte mit und ohne Symptome rum, auch die Tests sind höchst unzuverlässig. Maske trägt kaum einer richtig. Händewaschen ist auch nicht en vogue.

    Ein Aspekt fehlt mir hier in der Diskussion noch: wenn ich keine bis geringe Symptome habe, könnte die zusätzliche Belastung des Immunsystems durch die Arbeit meiner Gesundheit schaden? Vor allem wenn man von ständig wiederkehrenden Infektionen ausgeht? Dazu habe ich noch nie etwas gelesen.

    Auch wenn ich der Meinung bin, dass man mit positivem Test mindestens Maske tragen sollte und Bereiche mit vulnerablen Personen (Z.B Krankenhaus) meiden sollte, sollten wir uns nichts vormachen:

    1. Wenn ich als Lehrer positiv bin, ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Virus längst durch die halbe Klasse gerauscht

    2. Wenn sich die Kinder nicht in der Schule infizieren, dann in der Freizeit.

    Kennt hier jemand eigentlich irgend eine Person, die mit der aktuellen Virusvariante symptomlos war? Meine begrenzte Erfahrung sagt bislang: wer infiziert war, war definitiv zu krank zum arbeiten.

    Auch wenn das dein freier Tag ist: lass dich ausplanen, denn wie der Teufel so will, kann da mal schnell eine Dienstbesprechung, eine Vertretung oder was auch immer hingelegt werden… freier Tag bedeutet nämlich nur: kein regulärer Unterricht.

    Ich glaube man muss beim Thema Delegieren von Aufgaben zwei Bereiche trennen: einmal sind da die notwendigen Aufgaben, die Schule so mit sich bringt, von von Curriculumsarbeit bis zur Planung und Durchführung von Infoabenden oder was auch immer.

    Was dem „Fußvolk“ jedoch sauer aufstößt, ist die nicht notwendige Vermehrung von Aufgaben durch Kollegen, die sich mit supertollen, öffentlichkeitswirksamen Projekten befördern lassen. Diese werden dann zwar von Ihnen koordiniert, aber die Last tragen die anderen. Erlebtes Beispiel: Erweiterung des Fahrtenprogramms, welches die Klassenlehrer zur Durchführung verpflichtet, selbst andere zuhause bleiben. Oder ein Siegel in der Schule zu installieren, welches alle Kollegen zu weiteren Fortbildungen und aufwendigen Projekten verpflichtet. Alles zwar nice to have, aber ein Schlag in die Magengrube für die, die eh schon am Limit sind ( oder drüber hinaus).

    Ich kenne sogar einen Fall, wo ein Kollege die Beförderung nicht bekommen hat, mit der Begründung, et solle die Arbeit nicht selbst machen, sondern delegieren. Nach dem Verfahren wurden dann die Aufgaben an ihn delegiert….

    Latex ist halt so sicher wie ein Kopierer, solange ich keine Fehler mache, läuft das.

    Ich kann die Ausführungen von Schokozwerg nur unterschreiben, das ständige technische und auch menschliche Versagen ohne Aussicht auf schnelle, professionelle Abhilfe empfinde ich als zermürbend. Gerade wenn die Digitalisierung in der Schule ein Flickenteppich aus 20 Jahren Sparpolitik ist, statt aus einem Guss (konstruiert von zahlreichen Hobbysysteminformatikern aka Lehrern).

    Aviator, ich kann nachvollziehen, dass die Situation dich sehr trifft und auch deinem Gerechtigkeitssinn zuwider läuft. Aber: Du hattest vorher offenbar eine Luxussituation, dir 99,99% aller Lehrkräfte nicht haben und deshalb auch nicht nachvollziehen können, dass du dich über Arbeitsbedingungen beschwerst, die sie auch jeden Tag meistern bis ertragen müssen.

    Am allermeisten kann ich nachvollziehen, dass dir Klassen 5-8 das Leben zur Hölle machen. Und ja, ob man da klar kommt, zeigt sich wie bereits erwähnt wurde oft erst nach mehreren Jahren. Hier muss also eine Strategie her, die diese Jahrgangsstufen ausschließt. Ich weiß gerade nicht wie alt du bist, aber mit zunehmenden Alter und mehr Erfahrung und Abstand könnten sich diese Probleme sogar abmildern.

    Am Gymnasium könnte man durchaus versuchen, vorrangig in der Oberstufe eingesetzt zu werden. Manche Kollegen sind froh, wenn sie die Arbeit in der Oberstufe mit dem dazugehörigen Korrekturaufwand nicht machen müssen. Fragen! Vorteil: dass Niveau ist das von dir gewünschte, die Arbeitsbelastung hoch.

    Oder: Berufskolleg suchen, dass dich gebrauchen kann. Niveau höchst unterschiedlich, da müsstest du deine Vorstellungen teilweise drastisch runterschrauben. Verhalten der Schüler auch unterschiedlich, manche Bildungsgänge stehen einer siebten Klasse in nichts nach… Vorteil: die Arbeitsbelastung ist tendenziell geringer als Gym oder Ges, vor allem weil der Kontakt mit den Eltern weitestgehend entfällt. Meines Erachtens liegt nicht ganz so viel Druck auf dem System, in vielfacher Hinsicht. Ein (Sport-)Gymkollege sagte mal: bei uns im Fußballverein spielen nur Berufskollegslehrer, die anderen haben dafür keine Zeit. Das soll nicht heißen, dass man am BK mit auf seine Sollstunden kommt, nur dass es leichter ist mit diesen auszukommen.

    Ich würde nicht damit rechnen, wieder an die alte Schule zu kommen, die paar Jahre bis zur Schließung sind dann vermutlich auch egal, du wirst wohl den größten Teil des Berufslebens an einer anderen Schule noch vor dir haben.

    Außerdem würde ich mir dringend psychologische/ psychotherapeutische Unterstützung suchen (falls du das noch nicht getan hast), denn deine hier zurecht kritisierten Äußerungen können durchaus schon ihre Ursache in deiner aktuellen psychischen Verfassung haben.

    Wenn man in der deutschen Geschichte ein paar Jahrzehnte zurück geht, dann sieht man was passieren kann, wenn man es nie gelernt hat Autoritäten zu widersprechen.

    Ich wage zu bezweifeln, dass unangemessenes Verhalten/ Stören/ oder wie immer man es nennen mag in der Mehrheit einem kritischen Hinterfragen und dem daraus folgenden Widerspruch gegen Autoritäten gleichsetzen ist… Wäre aber schön wenn es so wäre!

    Hier häufen sich auch im Umfeld die Fälle von „Sommergrippe“. Im Kindergarten sind viele krank. Und obwohl wir ja schon vor sechs Wochen nachweislich mit Corona flach lagen, hat jetzt die ganze Familie wieder Husten, die Großeltern waren auch über eine Woche „stark verschnupft“. Nur unser Dreijähriger geht jetzt ohne jegliche Symptome seit drei Wochen in den Kindergarten.

    Fazit für mich: der Sommer als Pause für solche Erkrankungen fällt weg. Ich war immer sehr froh, mich ein paar Monate von Bronchitis und Halsentzündungen erholen zu können. Läuft jetzt voll durch. Für die Kinder habe ich Fiebersaft für den Winter auf Vorrat gekauft, letzteres Jahr war ja nichts zu bekommen. Müssen wir wohl durch…

    Ich hoffe die Kollegin war Tarifangestellte und kurz vor dem Renteneintrittsalter. Klingt ja so, wenn man ihr gekündigt hat. Dann kann sie hoffentlich die verbleibenden Monate mit Arbeitslosengeld überbrücken und hat Zeit rechtliche Schritte einzuleiten.

    Ansonsten muss man wohl aus ihrem Fall lernen: Wenn ich die Arbeit gesundheitlich nicht schaffe, weil die Belastung zu hoch ist, soll dieses bitte ein Arzt attestieren und damit die Belastung reduzieren. Für Beamte: Teildienstfähigkeit statt in die freiwillige Teilzeit zu gehen. Angestellte dürften da wohl leider wieder in Nachteil sein.

    Im Yogastudio ist man zwar auch nicht alleine, aber die mit entsprechender Atmosphäre und in selbst ausgesuchter Gesellschaft. Bei der Vorstellung so etwas mit Kollegen machen zu müssen, sträuben sich mir schon die Nackenhaare… Das wäre für mich echter Stress und garantiert kontraproduktiv. Ich hoffe die Teilnahme ist keine Dienstpflicht.

    Bitte unbedingt alle einmal mitmachen und dazu das Fernsehen einladen, vielleicht die Heute Show…. Die brauchen sich doch nichts mehr aus zu denken, das ist schon Satire in Realität.

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