Da würde ich ernsthaft über die Anschaffung eines Wohnwagens plus Zugfahrzeug nachdenken! Oder kleines Wohnmobil. Campingplätze/ Stellplätze gibt es viele und die sind schnell gebucht. Wohnsitz bei Eltern belassen. Ist vermutlich auch günstiger als eine Wohnung.
Beiträge von Ichbindannmalweg
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Ein Problem ist sicherlich, dass man immer denkt „mir passiert das nicht“. Es gibt so viele Dinge im Leben, die einen aus dem Beruf des Lehrers rauswerfen können, besonders weil er in vielerlei Hinsicht auch recht anspruchsvoll ist. Ob Autounfall oder Krebserkrankungen, eine blöder Keim in einer eigentlich harmlosen Wunde oder was auch immer - jeder wird froh sein, wenn er seinen Lebensstandard auch nur annähernd halten kann. Mit 1800 minus Krankenkasse bleibt als Single nicht viel mehr als Studentenzimmer, Fahrrad und jeden Cent umdrehen. Mit Familie geht sich das nur aus, wenn der Partner gut verdient und das zweite Gehalt nur Bonus ist. Und selbst wenn man so eingeschränkt ist, dass man in Rollstuhl sitzt und sich kaum noch bewegen kann, dann ist man sicherlich froh das ein oder andere Hilfsmittel oder auch nur einen Friseur bezahlen zu können.
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Das klingt nach dem Produkt der Debeka, welches in den ersten Jahren günstiger ist, quasi für Referendare/ Berufseinsteiger, wo das Geld ja eher knapp ist. Ich muss zugeben, dass ich das damals nicht hinterfragt habe. Beitrag war nahezu identisch, ob die Leistung es auch ist, weiß ich nicht. Gut dabei: die Debeka zahlt, sobald die Dienstunfähigkeit bestätigt ist. Keine eigene Prüfung.
Was ich im Freundeskreis beobachten konnte: der Zeitraum, in denen der Leistungsfall eintreten kann, war unterschiedlich. Einige waren nur bis Anfang 40, andere bis 50 versichert. Die Höhe der monatlichen Leistungen differierte natürlich auch, das ist ja frei wählbar.
Ich persönlich würde heute so viele Jahre wie möglich versichern und die Leistung nicht unter 1500 Euro wählen.
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Ich habe zwar nichts sachliches dazu beizutragen, aber ich würde der „Beratung“ sehr gelassen entgegen sehen, wenn die Ursache in den euch rechtlich zustehenden Kinderkranktage liegt. Spannend fände ich den Inhalt der Beratung: gesunde Küche für Kinder, Kneippausflüge in der Umgebung, wie backe ich mir Großeltern? Wer weiß, vielleicht seid ihr einfach nur nicht gut genug informiert, um die Krankheiten von Kindern zu verhindern 🤭
Etwas anderes wäre es, wenn ihr euch krank meldet, weil die Kinder krank sind. Das wäre alles andere als okay, denn das geht natürlich nur wenn ihr selbst krank seid. Mir ist schon klar, dass die Kinderkranktage oft nicht ausreichen, aber sich selbst krank zu melden ohne eigene Krankheit ist mit der richtige Weg.
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Ich dachte immer Grundschullehrer sind kreativ? Das kleine Fenster neben dem Rohr bekäme von mir sofort eine eigene, kleine Gardine verpasst 😅
Optisch gibt es sicherlich schöneres, aber für gleichbleibend frische Luft im Raum nähme ich alles in Kauf. Und ist das Gehäuse nicht vielleicht eine Magnetpinnwand?
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Habe seit fast 30 Jahren Ortlieb Backroller, damals als Schultasche, auf Radreisen und zum Einkaufen immer in Gebrauch. Unkaputtar. Früher das Set zu 120 DM, die haben sich schon zehnfach gerechnet. Heute sind die Halterungen noch schöner, aber die alten funktionieren tadellos.
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Und dann noch Mindestlohn auf 14,13 ab 2024…. Entspricht grob gerechnet einer E6. Begründung: gute Tarifabschlüsse 🙄 äh, welche Tarifabschlüsse bieten 18%? Dann bitte auch 18% mehr in 2024 für den öffentlichen Dienst. Dafür würde ich auch eine Nullrunde in 2023 nehmen 🤩
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Also so ganz ewig geht es nicht, wenn man dauernd krank ist. Dann kommt irgendwann die Einladung zum Amtsarzt. Der kann dann die Teilzeit über die Teildienstfähigkeit erzwingen. Oder der Kollege ist ganz raus. Dann steht es mit der Immobilienfinanzierung richtig düster aus …
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Die Gedanken eines anderen zu verstehen heißt doch nicht, sie gutzuheißen. Ich kann auch Menschen Empathie entgegen bringen und versuchen, sie in ihren Ansichten zu verstehen, wenn ich ihre Ansichten nicht teile.
Wir kennen Aviator nicht, deshalb wäre ich mit rigorosen Verurteilungen jeglicher Art einfach etwas vorsichtiger.
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Vielleicht sollten die, die Aviator hier (durchaus nicht zu unrecht) kritisieren, trotzdem die Empathie entgegen bringen, die sie von ihm erwarten. Von außen lässt sich die Situation sicherlich rational anders betrachten.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich sehr hässliche Gedanken entwickelt habe, weil ich mich selbst ungerecht behandelt gefühlt habe und durch die Arbeitsbedingungen krank wurde. Gedanken, die ich unter anderen Umständen durchaus verurteilt hätte.
Ich finde es übrigens erstaunlich, dass Aviator hier noch immer antwortet.
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Mit dem vermutlich wenig begeisternden Ergebnis dass die Kollegen dann (fast) vollständig Deutsch oder Englisch unterrichten dürfen. Horror oder: der Alltag von Deutsch/ Englischkollegen.
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Besser die Schüler fragen bzw. die Eintragungen aus dem Klassenbuch/ Kursheft mit deren Mitschriften vergleichen. Ich hatte mal das Problem, dass ich vor den Abivorklausuren im Gespräch mit einem übernommenen Kurs feststellen durfte, dass die Eintragungen erstunken und erlogen waren. Der Lehrer hat zwei wichtige, große Abithemen gar nicht unterrichtet. Und das bei Schülern im schriftlichen Zentralabi ! Sachen gibt’s 🙄
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Naja, Schüler sind ja auch Menschen, oder? 😉
Im Ernst: ich kenne Lehrer, die hervorragend mit erwachsenen Schülern arbeiten können, aber auf keinen Fall die notwendigen Kompetenzen haben, um sich mit pubertierenden Siebtklässlern erfolgreich auseinanderzusetzen. Ich glaube auch, dass verwiegend Männer damit größere Schwierigkeiten haben, denn ihnen fehlt es oft an einer gewissen Raffinesse und Anpassungsfähigkeit. Und das meine ich nicht abwertend, eher im Gegenteil. Und ja, es gibt auch Gegenbeispiele. Aber die unterrichten halt eher selten Naturwissenschaften oder Mathe. Und ich fände es gut, wenn die Schüler von heute lernen müssten, auch mit solchen Lehrern zurecht zu kommen (was oft mangels Respekts nicht der Fall ist). Wenn dann die siebte Klasse alles macht, nur nicht dem Unterricht folgt, dann bekommt der weniger gute Löwendompteur halt Stress mit den Eltern, weil er nicht erklären kann oder so. Wenn also jemand dieser Alterklasse absichtlich aus dem Weg geht, dann wird er eine Versetzung dahin zurecht als „menschenfeindlich“ empfinden. Oder eher gesundheitsschädigend.
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An der Förderschule gibt es nicht viel "Elternarbeit"?! Dann mache ich irgendetwas fundamental falsch ....

Ich hoffe ihr macht Elternarbeit und nicht „Elternarbeit“. Ich habe das extra in Anführungszeichen gesetzt, weil sich die „Elternarbeit“ der besonderen Art häufen: Eltern die nach den Fehlern von Lehrern suchen, um die schlechten Leistungen ihrer Kinder zu begründen. Eltern, die ihre Kinder auf Gedeih und Verderb zum Abitur führen wollen.
Und natürlich kann man das auch nicht pauschal sagen, dass die Belastung am Gymnasium höher ist als an der Förderschule. Aber das Gymnasium ist heute auch nur noch ein bunter Haufen, wo oft kaum ein Schüler eine reine Gymnasialempfehlung hat. Und natürlich gibt es dort auch Schüler, die Förderbedarf haben. Zumindest war mal eine meine meiner Schülerin zugeordnete Förderschulleherin immer ganz entspannt und meinte immer, ich hätte mal eine Stunde Zeit zum Reden, wenn sie mich auf den Flur trifft. Oder Zeit 100 Seiten Papier über Nachteilsausgleiche zu lesen. Ähm, nein.
Es gibt auch Arbeitszeitstudien, in denen die Gymnasiallehrer die höchste Arbeitszeit hatten. Förderschule und BK waren aber nicht dabei soweit ich mich erinnere.
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Ich wäre in der Situation froh, wenn ich einige Stunden DaZ unterrichten dürfte - denn das sind Stunden mit geringem Korrekturaufwand ( korrigiert mich wenn ich da falsch liege) und ohne Druck seitens der Elternschaft. Ich wünsche Aviator alles Gute für den Start am Gymnasium. Bin mir nicht sicher, ob die Förderschule nicht die bessere Wahl gewesen wäre, wenn es um die Arbeitsbelastung geht. Denn ich glaube, für einen Lehrer der Erwachsenenbildung ist die viele zu leistende „Elternarbeit“ ein ganz schöner Kulturschock. Zumindest in meiner Wahrnehmung ist das Unterrichten ohne Eltern ( und ihre Rechtsanwälte) viel entspannter.
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Aha? Erklär mal genauer. Ich bin gespannt.
Ich auch! Ich interpretiere: selbst betreuen. Bei den Kosten lohnt sich die Arbeit ja kaum. Oder private Gruppen bilden.
Bei Betreuungskosten von 600 Euro im Monat muss man sich schon gut überlegen, ob man als Lehrer in Teilzeit arbeitet. Das Problem ist ja auch, dass 45 Stunden nicht mal ausreichen, um die breite Verteilung der Arbeitszeit aufzufangen. Wenn der andere Elternteil nicht flexibel ist, kommen wohl noch weitere Kosten für Babysitter hinzu. Zwei Lehrer als Eltern empfinde ich als sehr ungünstige Kombination in Sachen Betreuungszeiten.
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Hier sind die Kosten ähnlich hoch. Ich rechne mit 250-300 Euro für 35 Stunden Ü3 nächsten Sommer. So genau weiß ich es nicht, weil ich die Berechnung noch nicht verstanden habe. Es ist zum Glück nur eine Jahr, da jetzt in NRW die letzten beiden Jahre beitragsfrei sind. Der Höchstsatz für 45 Stunden U2 liegt hier bei 650 Euro bei 125.000 Euro Bruttoeinkommen im Jahr. Bei zwei guten Gehälter wohl schnell erreicht.
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Ich denke die Ursache für „solche“ Gedanken den Schwangeren gegenüber ist der Frust darüber, dass die Kollegen die Arbeit der wegen Schwangerschaft ausfallenden Kollegen auffangen müssen. Leider vernachlässigt der Dienstherr seid Jahrzehnten den Aufbau einer entsprechenden Stellenreserve und damit auch seine Fürsorgepflicht allen Lehrern gegenüber.
Ich habe erlebt, wie solche Gedanken in mir aufkamen, wenn mal wieder die „üblichen Verdächtigen“ krank waren und ich zusätzlich zu meinen eigenen Korrekturen (Doppelhauptfachlehrer) noch deren Stapel auf den Tisch gelegt bekommen habe. Das war echter Hass, geboren aus der eigenen Verzweiflung die Arbeit zu schaffen. Heute würde ich mich krank schreiben lassen und die eigenen Stapel bei der Schule abgeben lassen 🫣
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