Es muss ja nicht das Spielzeug, die Schoki oder der Hausaufgabengutschein sein. Lob, Anerkennung und Wertschätzung sind in meinen Augen auch eine Art der Belohnung. Nicht ohne Grund wird sogar in Unternehmen darauf hingewiesen, dass diese Dinge unglaublich wichtig sind, um seine Mitarbeiter zu motivieren, zu bestärken und zu halten. Natürlich funktioniert, vor allem am Anfang, bei Kindern das Spielzeug, der Sticker oder der Gutschein super, ähnlich wie ein Preis. Manchmal tut es aber auch schon der tolle Hausaufgabenhefteintrag, den man dann zu Hause vorzeigen kann. Wie schon gesagt wurde, man muss Verhalten erstmal lernen und da hilft Belohnung sehr. Token-Systeme dürfen zwar nicht permanent eingesetzt werden, da sonst eine Konditionierung auf die Belohnung entsteht, aber wenn man dann das Ganze ausschleicht, passt das schon. Es hängt auch sehr von den Kindern ab. Bei manchen reicht einfach Lob, Anerkennung und Wertschätzung. Bei anderen muss es zusätzlich vielleicht doch zu Beginn der Griff in die Überraschungskiste am Ende der Schulwoche sein. Einige brauchen das Gefühl, etwas Physisches in den Händen zu halten. Uns wurde letztes Jahr in einer Schulung für die schwierige L-/EmSoz-Klasse angeraten, ein Token-System einzuführen, und diejenigen hervorzuheben, die sich an die Regeln halten, also viel loben. Zusätzlich viel Reflexion zu unerwünschtem Verhalten (z.B. durch die Trainingsraum-Methode) durchführen und Regeln in der Klasse immer wieder präsent machen.