Beiträge von NisM

    Komm nach Sachsen, hier werden dringend Lehrkräfte gesucht und vom Seminar unterstützt.

    Hmm behalte ich mal im Hinterkopf, falls ich dann doch abbreche ^^

    Die Halbzeitgespräche kommen auf jeden Fall noch. Beratungen folgen ja auch. Ich hoffe dann, dass ich noch mehr wissen werde, was ich zu tun/ ändern habe :) unter anderem wird es vermutlich sein, dass ich den offenen Unterricht durchziehen muss, auch wenn mir das immer sehr schwer fällt.

    Bei uns sind Beratungen auch schon innerhalb der Ferien teilweise möglich und auch schon geplant :thumbup:

    Aus einigen Gesprächen in den letzten Tagen habe ich bis jetzt auch für mich mitgenommen, dass ich das Ref. nicht zu vorschnell abbrechen würde, da ich einfach keine Möglichkeit für einen Wiedereinstieg habe. Einzige Möglichkeit wäre ja eine Unterbrechung (ich bin noch nicht zum Staatexamen angemeldet), dazu müsste ich aber dann gesundheitliche Probleme "bekommen" :S

    Ich kann wenig beitragen, was nicht schon gesagt wurde, aber folgendes muss ich dennoch loswerden: Du stellst dich sehr erwachsen den eventuellen Konsequenzen und gehst sehr ruhig damit um. Du suchst auch (zumindest hier) die Schuld nicht an deinen Fachleitern, sondern an dir selber, das aber konstruktiv und nicht zerstörerisch. Das ist eine sehr wertvolle Eigenschaft!

    Jaa innerlich sieht es in mir manchmal etwas anders aus ^^ aber Panik und Schuldzuweisungen helfen letztlich in meiner Situation nicht weiter.


    Was sagen denn deine Mitseminaristen? Haben die schon deinen U gesehen?

    Und was sagen die MentorInnen?

    Die anderen Refis haben meinen Unterricht bis jetzt noch nicht gesehen (wir sind da alle etwas gestresst mit dem ganzen hin und her). Ich hatte aber auf jeden Fall vor, da ein paar Refis anzusprechen (inzwischen kennt man sich ja auch).

    Die MentorInnen, die ich in Präsenz hatte, machten mir nicht den Eindruck, dass mein Unterricht mangelhaft sei. Es kann aber auch sein, dass es ist, wie wossen sagte und die MentorInnen und Seminarleitung zwei verschiedene Welten sind (bei den MentorInnen hatte ich auch keinen offenen Unterricht gezeigt)



    Danke für die vielen Beiträge. Die sind echt aufbauend, informierend und helfen auch nochmal alles zu reflektieren.

    Einen Abbruch erwäge ich dann vermutlich eher nicht. Alleine aufgrund dessen, dass ein Wiedereinstieg dadurch verhindert wird. Dann ziehe ich es lieber durch. "Schlimmer" als durchfallen geht ja dann auch nicht ^^

    Ich ziehe es dann durch, nehme so viel wie es geht aus den Beratungen und dem Ausbildungsunterricht mit und hoffe dann auf das Beste.


    Wenn ich mit den Beratungen fertig bin/ sich etwas ändern sollte, kann ich hier nochmal schreiben. Vielleicht interessiert es sonst auch einfach diejenigen, die in einer ähnlichen Situation sein könnten, wie ich.


    VG, Nism

    Danke für die vielen Antworten, ich hatte gar nicht so schnell mit so vielen gerechnet :)

    Wie genau äußert sich denn dieses "Nicht-dem-Ausbildungsstand-entsprechen" gemäß deiner Fachleiter? Sind sie der Meinung, dass du diese Defizite nicht mehr aufholen kannst?

    Ob ich die Defizite aufholen kann oder nicht, dazu sagen die Fachleiter nichts. Das ist mein persönliches Empfinden, da es in Zukunft noch mehr wird. Zur ersten Frage wird konkret nichts genannt, sondern das Gesamtbild meines Unterrichts im UB als "Nicht-dem-Ausbildungsstand-entsprechend" angesehen, also Umgang mit den SuS, teilweise auch mein Entwurf, der Unterrichtsablauf, Gesprächsführung, Schüler-Lehrer-Verhältnis, usw..

    Warum glaubst du das bzw. woran machst du das fest?

    Das ist schwierig zu beantworten, vermutlich hauptsächlich durch die Beurteilung der Fachleiter. Wenn ich tatsächlich der Einzige mit solchen Defiziten bin, dann scheint der Beruf einfach nicht zu mir zu passen.

    Auch hier die Frage: Warum befürchtest du das? Fehlt es dir an Ideen zur Unterrichtsgestaltung, kennst du nicht genug unterschiedliche Methoden oder liegt das Problem woanders?

    Ideen zur Unterrichtsgestaltung sind eigentlich vorhanden (teilweise durch Mentoren, aber auch anderen Referendaren, Internet, usw.). Im Unterricht, außerhalb der UB's, kommt es wenn schon vor, dass es dann nicht so läuft, wie geplant. Aber ich denke, dass das normal ist und meistens weiß ich dann auch, wie ich es das nächste mal anders machen würde.

    Mir persönlich wäre es lieber, wenn ich den Unterricht etwas mehr steuern könnte (z.B. Einstiegsbild oder sonstigen Impuls zur Motivation, (gemeinsame) Erarbeitung, Sicherung, Übung). Gewünscht ist aber offenerer Unterricht, in dem ich mich stark zurücknehmen muss. Das finde ich für UB's dann sehr schwer zu planen, weil Schülerlösungen bei rauskommen können, die überhaupt nicht vorhersehbar sind, teilweise stark vom eigentlichen Thema abweichen können und dann natürlich auch insgesamt eingeordnet/ gesichert werden müssen. Und ich bin mir da nicht sicher, ob ich solch offenen Unterricht zeigen kann, der den Ansprüchen gerecht werden kann.

    Leider finde ich dein BL nicht. Von deiner Wortwahl aber könnte es NRW sein. Achtung: hier kannst du zwar jederzeit das Ref. abbrechen aber nicht einfach wieder anfangen. Wer ohne anerkannten Grund anbricht, darf kein Ref. mehr in NRW starten. Lass dich da gut beraten und triff nicht übereilig eine Entscheidung.

    Wie sehen denn die Schule bzw. deine Mentoren dich und deinen Unterricht? Halten sie den auch für mangelhaft?

    Ach krass, ja NRW ist richtig. Konkrete Noten geben meine Mentoren nicht, es werden natürlich Ratschläge gegeben (was man besser/ anders machen könnte, worauf man insbesondere in UB's achten sollte, usw.) aber an sich wurde mir im Ausbildungsunterricht nicht der Eindruck geweckt, dass mein Unterricht mangelhaft wäre.

    Besteht die Möglichkeit, das Referendariat in einem anderen BL neu zu beginnen? Ich denke ein Ortswechsel könnte das Problem beseitigen. Es gibt einfach Unterrichtsstile, die miteinander nicht vereinbar sind. Das wirst du auch später im Kollegium feststellen.


    Wenn du das Eine zeigst, der Fachleiter aber das Andere sehen will... Und es keinen gemeinsamen Nenner gibt. Dann wird es einfach ganz schwer....

    Da wäre es dann vermutlich sinnvoll, wenn man wüsste, wie die "Unterrichtsstile" in den einzelnen BL sind :)

    Am meisten schockiert hatte mich einfach, dass mir im Praxissemester der Eindruck geweckt wurde, dass ich ins System Schule als Lehrer gehöre. Seit den UB's habe ich aber das Gefühl, dass ich da gar nicht mehr rein passe.



    Also wenn es insgesamt heißt, dass ich mein Ref. nicht abbrechen und später weitermachen kann, dann würde ich es auf jeden Fall durchziehen und auf das Beste hoffen (wie erwähnt ist meine Schule super, also Mentoren, Ausbildungsbeauftragten und Schulleitung). Das macht dann schließlich keinen Unterschied, ob ich jetzt abbreche und nicht mehr Lehrer werden kann, oder ob ich später im Staatsexamen durchfalle und dann nicht mehr Lehrer sein kann. Dann versuche ich es lieber :) (Beratungsgespräche stehen ja wie erwähnt auch noch an).

    Ich schätze mal, dass ich dem ganzen Stress mental und körperlich standhalten sollte. Meine einzige Sorge war, dass ich mir dadurch die Zukunft verbaue, wenn ich das Ref jetzt mit aller Kraft einfach durchziehe.


    Ich kann mich ja sonst nach den Beratungsgesprächen nochmal melden.

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich befinde mich, wie vermutlich unschwer zu erkennen ist, im Referendariat. In den echt erholsamen Sommerferien hatte ich nun etwas Zeit über mein derzeitiges (Corona-)Ref nachzudenken. Meine Lage sieht wie folgt aus:

    Das Referendariat verlief bis jetzt sehr holprig. Das hin- und her mit und Online- und Präsenzunterricht die "alternativen (online) Unterrichtsbesuche" waren für mich da sehr anstrengend und ich war froh, als bei uns zumindest etwas Ordnung gegen Ende (Sommerferien) herrschte. So konnte ich dann auch eine längere Zeit tatsächlich in Präsenz unterrichten. Insgesamt habe ich von meinem 18-monatigem Vorbereitungsdienst gerade Halbzeit (also 9 Monate hinter mir).

    An sich finde ich die Schule toll. Meine Mentoren waren freundlich und hilfreich und auch die Ausbildungsbeauftragten und Schulleitung sind uns Referendaren sehr entgegenkommend.


    Mein Problem ist nun das Folgende: In den zwei Unterrichtsbesuchen in Präsenz (3 alternative UB's, 2 UB's in Präsenz), die ich bis jetzt hatte, wurde mir deutlich gemacht, dass der Stand meiner Ausbildung mangelhaft ist. Beide Fachleiter haben mir deutlich gemacht, dass ich überhaupt nicht dem Ausbildungsstand entspreche. Der letzte Unterrichtsbesuch, den ich hatte, wurde mit "mangelhaft" bewertet.

    Ich frage mich nun (auch schon seit längerem), ob es nicht sinnvoller ist, das Referendariat vorerst einmal abzubrechen (und evtl. später nochmal einzusteigen). Ich würde nämlich ungern das Referendariat "einfach" durchziehen und dann (aus meiner Sicht höchstwahrscheinlich) im 2. Staatsexamen durchfallen und/ oder von meinen beiden Fachleitern mit "mangelhaft" bewertet zu werden.

    Im Austausch mit ein paar anderen Referendaren, scheine nämlich nur ich da so massive Probleme zu haben (niemand sonst steht meines Wissens nach auf "mangelhaft").


    Vielleicht bin ich einfach für den Beruf des Lehrers nicht gemacht. Dennoch würde ich mir die Tür des Lehrerberufs gerne vorerst offen halten und nicht damit verschließen, dass ich mein Referendariat "einfach durchgezogen" habe (wie gesagt bezweifle ich, dass ich jetzt auf die Schnelle von mangelhaft auf ausreichend oder besser komme). Ich bin nämlich jetzt schon am Limit und müsste dennoch alles irgendwie noch besser machen (die weiteren Unterrichtsbesuche werden schließlich noch anspruchsvoller). An sich stehe ich gerne vor der Klasse. Die SuS und deren Eltern scheinen mit mir auch zufrieden zu sein (oder zumindest nicht unzufrieden). Die Klausuren und Klassenarbeiten scheinen mir auch eigentlich deutlich zu machen, dass ich den Kindern was vermitteln konnte (die sind sogar recht gut ausgefallen, eine Klausur wurde sogar "zentral" von uns Fach-Lehrern der Schule gestellt). Aber ich befürchte, dass ich nicht die Art Unterricht zeigen/ lernen kann, die die Fachleiter und Prüfer mit "ausreichend" bewerten würden.


    Ist/ war jemand womöglich in einer ähnlichen Situation und hätte ein paar Ratschläge für mich? Lohnt es sich, das Referendariat auch dann durchzuziehen, wenn man selbst stark davon ausgeht durchzufallen?

    Ich würde gerne einfach wissen, ob es Licht am Ende des Tunnels gibt, oder ob ich da vor die Wand laufe. Ein Beratungstermin steht auch bereits an, in welchem ich die Situation ebenfalls besprechen wollte. Zusätzlich würde ich aber auch gerne eure Meinung/ Ratschläge hören :)


    Viele Grüße und schöne Restferien

    Nism

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