Hey Mrs Pace,
damit der Vorfall als Dienstunfall anerkannt wird, muss ich noch ein unabhängiges Gutachten vorlegen, das bestätigt, dass der Vorfall "nach medizinischem Kenntnisstand allgemein geeignet" ist eine solche Störung hervorzurufen. Das Gutachteninstitut, das mir fest vorgeschrieben wurde dafür, kann jedoch erst Ende des Jahres wieder Termine anbieten. Bürokratie eben. Aber meine Therapeutin und auch die Amtsärztin haben keine Zweifel daran, dass das Erlebnis Ursache für meine Beschwerden ist und auch bei anderen eine PTBS hätte auslösen können.
Der Schritt, einen Anwalt hinzuzuziehen, bereitet mir irgendwie Sorge... Aber ich befürchte auch, dass kein Weg daran vorbei führt.
Danke schon mal.
Genau dafür sind Anwälte da - um dich durch diesen unschönen und bürokratischen Prozess zu begleiten und zu unterstützen. Es ist absolut nichts Ungewöhnliches, einen Anwalt in einem solchen Fall einzuschalten, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß abläuft.
So gesehen finde ich, dass der Begriff "befürchte" nicht der passende Begriff ist. Sieh es eher als etwas Positives an: Du holst dir Unterstützung.
So ein Schreiben des Anwalts könnte ja vllt. auch dafür sorgen, dass plötzlich ein früherer Termin zustande kommt. Solche Schreiben wirken manchmal Wunder.