Die Lehrer in London sind verknackt worden, weil sie im Vorfeld nicht die Erkrankungen der Schüler*in erfragt haben, daher in Unkenntnis der Diabetes waren und sie deshalb in der Notsituation nicht schnell genug adäquat reagiert haben.
Wenn du in dem oben skizzierten Fall eine HLW beginnst, passiert dir garnichts! Da wird auch kein Anwalt der Welt dir irgendwas andichten können.
Eine kurze Ergänzung zu dem Fall, damit hier kein falscher Eindruck entsteht.
Das war am Ende der angeführte Grund für die Verurteilung. Genauer: Es erfolgte keine schriftliche Abfrage. Ein mündlicher Hinweis ist erfolgt am Elternabend, galt aber als unzureichend.
Es kam dabei aber noch einiges hinzu. Die beiden Lehrerinnen haben noch weitaus mehr Fehler gemacht, die am Ende zu der Verurteilung geführt haben. Andere Lehrer, die auch mit auf der Klassenfahrt waren, wurden schließlich nicht angeklagt und verurteilt.
Es gab dazu ja schon einen langen Thread und immer wieder die Erwähnung vieler User, dass sie "nie mehr auf Klassenfahrt fahren". Wenn man sich mit den Einzelheiten auseinandersetzt - beispielsweise, dass man über längere Zeit trotz deutlicher Hinweise von Schülerinnen - nicht nach dem Mädchen geschaut hat, sollte man eher erleichtert sein, dass hier am Ende Recht gesprochen wurde. Es gab Whatsapp-Verläufe und Audionachrichten von besorgten Schülerinnen, die ein wirklich bedenkliches Bild zeichneten.
Wie bei dem Schwimmunfall müssen wir überlegen, was wir tun können und müssen, um Sicherheit zu gewährleisten. Das ist unsere Aufgabe. Wenn man eklatante Fehler macht, muss man mit Konsequenzen rechnen. Das müssen andere in anderen Berufen ja schließlich auch. Jedoch sind Verurteilungen dieser Art äußerst selten und kein Massenphänomen.