Beiträge von sunshine_:-)

    Ich hatte in Klasse 4 auch noch ein Schmuse - und Kuscheltier, auch zum Trösten, aber so ein Tier, das immer am Wochenende mit einem anderen Kind nach Hause geht und die Familie ist im Stress, irgendwas tolles zu unternehmen, denn die Eltern schreiben dazu ein "Tagebuch" und machen Fotos, was das Tier tolles erlebt hat und das wird dann allen vorgelesen und auch alle anderen Eltern sehen die Einträge, wenn das Buch bei ihnen ist, das mag ich gar nicht. Kinder mit wenig Geld unternehmen nicht viel oder erfinden dann etwas. Außerdem finde ich es aus datenrechtlicher Sicht fragwürdig.

    Das Prozedere kenne ich von meinen eigenen Kindern und ich stimme dir zu!

    Ich fand es immer ganz, ganz schrecklich, besonders dann, wenn wirklich mal putzen und chillen angesagt war und dann dieses "Paket" mitgekommen ist. Versifftes Tier muss schnell samstags auf irgendein Event geschleppt werden, damit man auf jeden Fall noch vor 20.00 Uhr im Drogeriemarkt gescheite Fotos fürs Buch ausdrucken kann... nerv.

    Und für alle, die jetzt sagen: man kann doch auch ganz tolle Sachen erleben, wenn die Familie zusammen kocht oder das Tier beim Stallhasen sitzt .. Nein, kann man nicht. Das ganze Buch (mehrere kenne ich) ist voller toller Sachen, da möchten die Kinder nicht zurückstecken.

    Auch datenrechtlich stimme ich dir zu.

    Edit: Rechtschreibung

    Andere Kollegen haben sich so schlecht angestellt, so dass du denen vermutlich keine Klassenleitung geben willst.

    Andere machen so tolle Zusatzaufgaben dass man ihnen keine oder nur sehr angenehme Klassen gibt.

    Alles in allem nicht sehr zufriedenstellend.

    ... und wenn man seinen Job gewissenhaft und ordentlich macht (im Gegensatz zu den von dir genannten) bekommt man halt einfach noch ne Klasse dazu. Klappt ja immer so gut. Da kommt dann @treasures "Nein"- Sagen ins Spiel (welches ich inzwischen recht gut beherrsche- unangenehm ist es mir aber immer noch).

    treasure Das, was du beschreibst, klingt tatsächlich nach Spaß und es ist schön, dass es bei euch so gut klappt.

    Bei uns ist es inzwischen sogar so (neben der oben beschrieben Lage), dass das Kollegium bei der Fülle unserer "on tops" so viel unfreiwillige Zusatzarbeit leisten muss, um den "Spaß" der engagierten Kolleg*innen aufzufangen, dass kaum ein*e Kolleg*in noch den Präsentationen/ Aufführungen etc. geht (kann man jetzt natürlich auch mit mangelndem Respekt erklären, ist aber tatsächlich ein komplettes Zeit- und Überlastungsphänomen).

    Nein.

    "Solche" Kolleginnen, die für die Durchführung und auch vorhergehende Organisation von größeren Veranstaltungen (was sie gern machen!) verantwortlich sind, bekommen natürlich Entlastung. Außerdem ziehen sie für sich daraus u.a. auch Motivation für ihre andere Arbeit.

    Es geht um die dafür notwendigen "Helferlein", die bei einer Zwangsverpflichtung natürlich nicht so motiviert sind. Diese suchen dann evtl. andere Entlastungsmöglichkeiten, zu Lasten des Kollegiums.

    Deshalb ist so eine transparente Lösung, die treasure beschrieb, sinnvoll.

    Mit allem was du sagst magst du Recht haben für deine Schule, treasures Lösung finde ich auch spannend.

    Ansonsten gilt weiterhin wie oben von mir beschrieben: die Verantwortlichen (!) für diese Veranstaltung (die, die Entlastung bekommen) sind bei uns die, die dann "krank" sind. Das mag bei mir, ebenso wie bei dir, anekdotisch sein. Mich nervt es allerdings sehr. Übrigens auch als Klassenleitung, weil dann einfach in Hochphasen der Vorbereitung, organisierten und "individuell organisierten" (=krank) Entlastung einfach mal Wochenlang kein Fachunterricht in bestimmten Fächern stattfindet.

    Wie gesagt: on top kann man machen, wenn der Rest läuft. Und da erlebe ich zunehmend eine Diskrepanz.

    Das ist ein sehr passendes Beispiel. Solche Auftritte, die vom (zum Glück) sehr engagierten Lehrkräften organisiert werden, finden meist außerhalb der Unterrichtszeiten, oft am Wochenende statt.

    Solche Kolleg*innen haben wir auch. Die fehlen dann allerdings traditionell überdurchschnittlich oft krank "unter der Woche" und die anderen müssen vertreten. Dann bitte lieber keine Sonderveranstaltungen ...

    Das Zimmer soll ja im Laufe des Schuljahres wachsen.

    Absolut, sehe ich ebenso, bin zwar in der Sek I, da aber oft bei den Kleinen.

    Im Leben käme ich nicht darauf, Inneneinrichtung vorauseilend zu gestalten oder- noch absurder- bei IKEA einzukaufen.

    Entweder gestalten wir gemeinsam, u.a. mit Unterstützung der Eltern oder die Schulträgerin macht's. Für die Inneneinrichtung bin ich tatsächlich voll und ganz nicht verantwortlich.

    Aktuell gibt es eine Kuchhustenwelle, aber die Coolen werden natürlich trotzdem hustend in die Schule kommen, weil einen Husten ja nicht umbringt. Scheiß auf alle, die ein Husten eben doch umbringen kann.

    So bereits vor den Ferien in zwei Fällen erlebt. Wirklich unangemessen anstrengend, dass manche Leute nicht einfach mal zuhause bleiben können. Aber nein, die Schule bricht zusammen, wenn Herr A und Frau B nicht erscheinen.

    wirklich state_of_Trance, ich schrieb es ja oben schonmal, warum bist du so verbittert? Meinst du wirklich, ich rege mich übere andere mit höheren Mietenstufen auf oder über irgendwen sonst der -mit oder ohne Kinder- das System ausnutzt und sich dadurch -vermeintlich- besser stellt? Was bringt dir das Genörgele? Freu doch, dass du deinen Job gut machst und bleib mal bei dir, dieser Neid kann doch nicht gut sein fürs Gemüt .

    Da muss man sich wohl nur den richtigen Kid Doc Holiday suchen:

    Seit 18. Dezember 2023: Telefonische Kinderkrankschreibung

    Wenn das Kind erkrankt und Betreuung benötigt, können beschäftigte Eltern seit dem 18. Dezember 2023 die ärztliche Bescheinigung zum Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes per Telefon erhalten. Sie müssen dafür nicht mehr mit dem Kind die Kinderarztpraxis aufsuchen. Diese Bedingungen müssen erfüllt sein:

    • Das erkrankte Kind ist der Arztpraxis bereits persönlich bekannt.
    • Die Krankschreibung per Telefon ist medizinisch vertretbar. Die Entscheidung trifft der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin.
    • Die Bescheinigung gilt für maximal 5 Kalendertage.

    Wichtig zu wissen: Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf die telefonische Krankschreibung.

    https://www.tk.de/firmenkunden/v…37156?tkcm=aaus

    Machen Kinderärztinnen ungern, weil sie sich auf die Einschätzung der Eltern verlassen müssen.

    Die Hausärztinnen hingegen machen das prompt, dort geht es ja genau so.

    Aber was genau ist eigentlich deine Sorge? Warum ärgert dich das alles so?

    Man kann sich über alles ärgern, ist aber nicht dazu verpflichtet...

    Als ob man da ins Wartezimmer müsste. Da muss man doch nur sagen "Der kleine hat die ganze Nacht gehustet" und dann nimmt man das Attest mit und verbringt den Tag mit den Kindern statt auf der Arbeit.

    Da hast du leider keine Ahnung!

    Hausärzte hier in der Umgebung stellen allerdings noch/ wieder telefonisch aus. Kindkrank ist wesentlich komplizierter.

    Aber die Neiddebatte ist auch albern. Ich erfreue mich meiner Kinder und bleibe zuhause wenn sie oder ich krank sind. Und über meine DINK-Kolleginnen die einfach nur blau machen ärgere ich mich einfach nicht.

    Haben Kinder dabei wirklich eine Wahl? Können sie mit 7 oder 8 wirklich sagen was für sie gut oder schlecht ist? Ich denke nicht.


    Das ist sicher richtig, aber dennoch verstehe ich den TE und die Kind oder seine Familie das beste möchte.

    Warum sollten die Kinder das entscheiden? Können 8jährige Kinder denn sonst entscheiden, ob sie in Flensburg oder München leben? Das entscheiden in dem Alter immer die Eltern. Verstehe dein "Argument" nicht.

    Wie kommst du denn drauf, dass das Abitur "das Beste" für ein Kind sei? (Da ist sie wieder, sie Denke, von der ich oben sprach...). Und zudem: bitte nicht vergessen, dass hier noch nicht mal die Familie selber gefragt hat ...

    Ich möchte mich den USA-Befürwortenden anschließen, aber nicht weil es um die USA geht, sondern weil hier offensichtlich eine Familie eine eigene Lebensplanung hat.

    Das ist alles wieder so aus der sehr eigenen Ecke gedacht. Vielleicht gefällt es der Familie sehr? Vielleicht bleibt sie noch länger oder geht für weitere drei Jahre nach Panama oder in die Mongolei? Vielleicht ist es einfach nicht so wichtig, wer wann hier nach wievielen Jahren Abitur macht?

    Ich finde diese "alle müssen Abi haben" - Denke grauenvoll, sie ist ja auch unter Lehrkräften sehr verbreitet.

    Ganz ehrlich, wisst ihr wieviele meiner Abi-Pappnasen BWL im 3. Semester abbrechen und nichts auf die Reihe bekommen? Und wieviele von denen, die vorher mit einem mittleren Bildungsabschluss oder FHR abgegangen sind,einen kreativen/interessanten Lebensweg hinlegen? (Dazu kommen übrigens noch mehrere Flüchtlingskinder, die inzwischen eine beachtliches Abitur hingelegt haben, nachdem sie hier mit 13 ohne Sprachkenntnisse aufgelaufen sind, sowie meine durchweg positive Erfahrungen mit USA-Rückkehrenden).

    Ganz ehrlich, soll die Familie doch eine tolle Zeit im Ausland haben. Der Rest wird sich- wie Immer im Leben- zeigen.

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