Oh Gott. Ja, sorry, ich hätte es wohl als Ironie kennzeichnen müssen. Relativität und Photoelektrischer Effekt, ja das behandelt man schon in einer aussergewöhnlichen Tiefe und vor allem prägt das den gymnasialen Physikunterricht wesentlich. Das rechtfertigt in jedem Fall über Jahre hinweg die Unterrichtsmethodik.
Und jetzt mal im Ernst, obwohl es völlig OT ist: Vielleicht bin ich als Chemikerin nicht "normal" aber ich habe den grössten Teil des Studiums damit zugebracht, selbständig Syntheseansätze zu planen und diese durchzuführen bzw mich selbständig durch Lesen im Buch oder Lösen von Übungsaufgaben auf die nächste Prüfung vorzubereiten. Diese Art von Arbeit versuche ich grundsätzlich auch bei meinen Schülerinnen und Schüler zu implementieren und mindestens im Schwerpunktfach Chemie gelingt das selbstverständlich auch. Im Grundlagenfach Physik scheitert es daran, dass die Jugendlichen mit primitiven Dreisatzrechnungen überfordert sind*. Das hat mit Einsteins Relativität herzlich wenig zu tun, deren Grundzüge kann ein halbwegs intelligenter Gymnasiast durchaus nachvollziehen. Es geht in selbständigen Arbeitsphasen an der Schule nicht darum, sich so eine Theorie selbst auszudenken sondern lediglich darum, den Weg der Erkenntnis selber nachzuvollziehen. Musste ich das jetzt wirklich schreiben?
*Sorry, ich will wirklich nicht schon wieder damit anfangen, aber leider ist das der Hauptgrund für meine Methodenwahl im Physikunterricht.