Beiträge von Antimon

    Zur Frage ob meine SuS immer unsportlicher werden: Wir haben eher das Problem, dass uns ständig Jugendliche im Freizeitsport "kaputt" gehen. In einer Klasse habe ich gerade eine geflickte Augenbraue und einen gebrochenen Unterarm. Unihockey und Handball. Überhaupt Handball. Sollte man einfach verbieten, da ist selbst MMA noch harmlos dagegen.

    Ja, kaputte Gelenke tun eben nicht weh, wenn die Muskulatur drumherum in Ordnung ist. Dafür braucht's aber nunmal keine Äffchen-Übungen wie Rad und Rumpfbeuge sondern vor allem funktionales Krafttraining. Ich gehe davon aus, dass der Ausgangsbeitrag nicht ernst zu nehmen ist, da ich aber selber einigermassen hart von der Thematik betroffen bin, reizt mich das gerade ein bisschen.

    Wenn das ne ernstgemeinte Frage ist: Nee, ich bin zum Glück noch nicht im Zustand Knochen auf Knochen - ja, Arthrose-Gelenke knirschen irgendwann tatsächlich. Ich habe aber das unangenehme Feature einer Schnappsehne am Iliopsoas was vermutlich eine Folge der Hüftarthrose ist. Wenn man nicht weiss, was das ist, ist das Geräusch mindestens irritierend.

    Die Entscheidung ist ja schon gefallen, ich werfe trotzdem noch mal das Surface Laptop Studio in die Runde, vielleicht ist es für jemand anderes noch ein guter Tipp. Persönlich kann ich ja nicht ganz nachvollziehen, warum man Laptop *und* Tablet rumtragen will. Ich kann ohne Touchscreen und Stift schlicht nicht arbeiten, brauche aber zugleich eine vernünftige Tastatur und vor allem ausreichend Bildschirmdiagonale. Das Surface Tablet würde mich in den Wahnsinn treiben, ich seh da einfach nix drauf. Ich bin immer noch absolut begeistert vom Laptop Studio und vor allem vom Surface Pen 2. Krass, was nur schon der neue Stift für einen Unterschied macht, der schreibt auch auf meinem alten Surface Book um Welten besser.

    Das hat doch auch keiner behauptet. Aber komplett nutzlos ist eine gewisse Beweglichkeit sicherlich auch nicht. Ob man das jetzt an dieser speziellen Übung festmachen muss, ist natürlich die Frage.

    Der Ausgangsbeitrag bezog sich nur auf das Kriterium "Gelenkigkeit", steht ja sogar im Titel. Unter einer "gewissen Beweglichkeit" verstehe ich z. B., dass man sich die Socken im Stehen anziehen kann. Das ist funktionale Beweglichkeit, mehr braucht es in dem Bereich nicht für den Alltag.

    Das hat aber nicht primär was mit Gelenkigkeit zu tun sondern mit dem Muskeltonus. Verhärtete Muskulatur verursacht Schmerzen, kann ich ein Lied von singen. Man muss aber nicht die Hände zum Boden zwingen um das Problem zu lösen. Die Rumpfbeuge ist nicht funktional genau wie auch sonst im Gelenk endständige Bewegungen nicht funktional sind. Es gibt MRI-Aufnahmen von Balletttänzerinnen im Spagat, die ganz klar zeigen, dass diese Bewegung einen mechanischen Konflikt im Gelenk verursacht. Meine Arthrose kommt nicht vom Himmel gefallen. Es gibt einige Sportarten, die einem absolut dysfunktionalen Bewegungsradius fordern, der krank machen kann, wenn man insbesondere die Haltemuskulatur nicht parallel mit auftrainiert. Will sagen Gelenkigkeit alleine ist kein Qualitätsmerkmal für einen gesunden Körper.

    Wenn man das jetzt ernsthaft diskutieren wollte, müsste man wohl die Frage stellen, wozu es gut sein soll mit gestreckten Beinen mit den Händen den Boden zu berühren. Also ich kann es, trotz kaputtem Lendenwirbel und schwerer Hüftarthrose, ist ne Frage der Übung. Ist aber ziemlich nutzlos. Koordination und Gleichgewicht sind viel wichtiger, auch eine gute Kondition ist nützlich. Gelengkigkeit ist eigentlich nur Luxus.

    Interessant - du hast in der Schule gar nicht lernen müssen, nicht einmal Vokabeln zum Beispiel? Hast du ein fotografisches Gedächtnis oder wie geht das?

    Was versteht man denn unter "lernen"? Mir geht es bis heute so, dass ich mich mit Dingen, die mich interessieren, einfach so beschäftige. Ich habe früher in der Schule nie irgendwas im klassischen Sinne z. B. auswenig gelernt. Vokabeln oder so. Ich lese einfach oder schreibe Sätze mit den Wörtern, dann merke ich mir das. Ich hatte tatsächlich mal Stress mit der Chemielehrerin, weil ich das Chemiebuch aus reinem Interesse schon fertig gelesen hatte. Und dann im Unterricht schon wusste, wie das jetzt mit der Flammenfärbung geht. Die ersten paar Wochen an der Uni waren nicht lustig, ich dachte eben auch, das geht jetzt grad so weiter. Umso wichtiger, dass man heutzutage junge Menschen an der Schule ernsthaft beschäftigt. Ich glaube, meine Schüler lernen bei mir alle, wie Arschbacken klemmen geht.

    Ansonsten hat zoe_oder_so eigentlich alles beschrieben, wie ich schlussendlich das Studium überlebt habe.

    Geschmacksverlust oder andres zähle ich persönlich nicht dazu, da es gesellschaftlich keine Auswirkungen hat.

    Na, das ist jetzt schon ne merkwürdige Definition. Für die betroffenen Person ist das ziemlich unangenehm. Das wäre in etwa so als würdest du alle Diabetiker, die ganz normal arbeiten gehen, nicht als Diabetiker zählen, weil sie ja arbeiten. Oder Menschen mit chronischer Migräne, oder ...

    Ich weiß nicht, wie viele Leute du kennst. Aber bei Annahme von 10 - 15 % mit Longcovid und 2 - 3 % Postcovid und inzwischen fast alle mindestens einmal infiziert passt es bei mir mit der Häufigkeit schon.

    Nach meinem aktuellen Kenntnisstand betrifft es 3 - 5 % der Geimpften und mein persönliches Umfeld ist nahezu vollständig geimpft. Und ... wie ich schrieb, es kommt darauf an, wie man LongCovid definiert. Zählt man z. B. komischen Allergien dazu, die Leute nach einer Infektion plötzlich haben, ja, solche Personen kenne ich.

    Ich denke eher, ist es Gesprächs- oder Tabuthema?

    In meinem Kollegium an der Schule wüsste man davon. Man weiss alles mögliche, wir sind sehr offen, bisweilen ein ziemlicher Tratschhaufen.

    Bei uns reichen aktuell schon wieder die vorgesehenen Vertretungen nicht (zum großen Teil wegen Covid-19).

    Und da frage ich mich, woher du akut weisst, dass die alle Covid haben. DAS weiss ich tatsächlich von absenten Kolleginnen und Kollegen nicht. Der Krankenstand ist ansonsten bei uns im Schulhaus völlig normal für die Jahreszeit.

    Es kommt natürlich drauf an, ob man persönlich eher einen jüngeren oder einen älteren Bekanntenkreis hat. Allein mein Kollegium an der Schule ist halt schon recht jung. Im persönlichen Umfeld sind alle Alten, die es mit grösserer Wahrscheinlichkeit hätte treffen können, aus ganz anderen Gründen schon weg. Dann kommt es noch drauf an, was man so alles unter LongCovid versteht. Es gab an der Schule ganz zu Beginn, mit dem Wildtyp des Virus und ohne Impfung, doch ein paar Personen, die recht lange gebraucht haben um alle Symptome wieder loszuwerden. Es gab z. B. diesen typischen Geschmacksverlust, da kann ich mich an 2 Kolleginnen erinnern, die das mehrere Monate hatten. Das würde nach der jetzigen Definition wohl unter LongCovid fallen. Im Moment ist mir einfach niemand bekannt, der noch solche Probleme hätte.

    Sag's doch klar: Denkst du, ich lüge, weil ich von zwei Personen im Umfeld weiß, die dran gestorben sind?

    Oh nein, sorry, ich bezog mich nicht auf dich. Ich hatte meinen Beitrag ungefähr zeitgleich mit deinem abgeschickt. Das was du an Zahlen nennst, entspricht ungefähr dem, was statistisch zu erwarten wäre, wenn man von einem entsprechend grossen Bekanntenkreis ausgeht. Ich kannte (flüchtig) selbst eine Person, die an Covid gestorben ist und weiss aus Erzählungen von Kolleginnen bzw. Bekannten von noch etwa 2 - 3 weiteren Personen, die sicher an Covid verstorben sind. Mit LongCovid kenne ich niemanden, wohl aber mehrere Personen, die infolge einer Covid-Infektion z. B. eine Allergie entwickelt haben, die es vorher nicht gab.

    Hier im Forum gibt's aber Personen, die vollkommen absurde Zahlen nennen. Keine Ahnung, warum man sowas macht, ich wundere mich darüber schon länger.

    Die angebliche Häufigkeit von Bekannten, die an Covid gestorben sind oder an LongCovid erkrankt sind, ist statistisch gesehen unwahrscheinlicher als tatsächlich niemanden zu kennen, auf den dies zutrifft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es hier einzelne Personen gibt, die masslos übertreiben bzw. sich Geschichten ausdenken.

    Sicher beides ;)

    Nach allem was ich so in den deutschen Medien lese und was ich so an Stimmung von deutschen Freunden auffasse, ist man sich da unterdessen wohl mehrheitlich einig, dass den Irren viel zu lange viel zu viel Bühne gegeben wurde. Diskutieren kann man sehr gerne mit Leuten, die seriöse Argumente vorbringen können und die auch bereit sind, zuzuhören. Man muss da am Ende noch nicht mal zum gleichen Ergebnis kommen, wichtig ist einfach die gegenseitige Toleranz. Hier geht's jetzt aber gerade um Leute wie Bodo Schiffmann, Jürgen Elsässer, Attila Hildmann, etc. und all deren vollkommen bekloppte Groupies. Aus dieser Ecke kamen keine "Argumente" sondern nur irrsinniges und mindestens in Teilen strafrechtlich relevantes Gegeifere. Dass man das viel früher und viel konsequenter hätte abwürgen müssen, hat sich schon mit der Reichstagsbelagerung gezeigt und ich bin überzeugt davon, dass auch die Ausschreitungen zu Silvester ein weiteres Symptom dafür sind, dass ein kleiner aber absolut ernstzunehmender Teil der deutschen Gesellschaft die deutsche Rechtsordnung und Demokratie mit Füssen tritt. Das sind keine armen Hascherl, deren Seelenleben wir hier analysieren müssten. Denen gehört der Arsch versohlt und zwar knackig.

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