Gute Noten zu schreiben, hat nunmal verschiedene Ursachen. Sowohl Intelligenz als auch andere psychische Merkmale wie Konzentrationsfähigkeit, Angst, Abneigung gegen den Lehrer oder Interesse am Fach, als auch Fleiß als auch "Kapieren, wie das System läuft", spielen eine Rolle. Das wissen wir für unsere Schüler*innen, dasselbe gilt selbstredend auch für uns.
Das merkt man schon daran, dass es immer wieder auch Leute mit überdurchschnittlichem IQ gibt, die trotzdem schlechte Noten haben.
Ich bleibe daher dabei, wer ohne Lernaufwand überall spitzen Noten hat, der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich intelligent. Zumindest trifft das für Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen zu 
30 Jahre später in einen Lehrplan zu gucken, und zu überlegen, ob man das heute besser machen würde, finde ich etwas billig. Der IQ hat sich kaum geändert, alle anderen Bedingungen aber schon, zum Beispiel, dass man eben durchaus als Lehrkraft besser weiß, wie der Hase aka "System Schule" läuft, man nicht auf 10 Fächer gleichzeitig lernen muss, schlicht und ergreifend mehr Bock hätte etc. Wenn dem nicht so wäre, hätten ja sonst alle hier ein 0,9er Abitur.
Edit: davon abgesehen haben wir natürlich auch nicht alle einen überdurchschnittlichen IQ. Meiner ist sehr normalverteilt, fürchte ich, aber ich lebe meist ganz gut damit. Viel anstrengender, als irgendwas nicht zu verstehen, sind doch im Alltag sowieso ganz andere Persönlichkeitsfaktoren, die Schule weder fördert noch abprüft.