Nein, ich wollte erst Tierfotografin werden, wie Heinz Sielmann, dann Polizistin (da lief Großstadtrevier). Allerdings wurde es dann lange vorm Abi klar, dass es Förderschullehramt wird.
Auch dUum möchte von seinen Berufswünschen erzählen...
Nein, ich wollte erst Tierfotografin werden, wie Heinz Sielmann, dann Polizistin (da lief Großstadtrevier). Allerdings wurde es dann lange vorm Abi klar, dass es Förderschullehramt wird.
Auch dUum möchte von seinen Berufswünschen erzählen...
Okay, also nicht befristeter Honorarvertrag oder sowas.
Zwei Fächer sind in jedem Falle gut und Fremdsprache an der Oberschule gesucht. Soweit ich weiß, wird geschaut, inwieweit deine Studieninhalte mit denen des Lehramts übereinstimmen. Wenn die Übereinstimmung ausreicht, musst du nichts nachstudieren, sondern kannst mit dem Vorbereitungsdienst weitermachen. Ich glaube, dass das ein Jahr geht und die Seiteneinsteiger 'unter sich' sind. Wenn das ganze fertig ist, bist du gleichgestellt, bekommst E13. Aber hast dann keinen Lehramtsabschluss, der sich in andere Länder mitnehmen ließe.
Alles ohne Gewähr, das ändert sich auch immer mal.
Hier findest du Merkblätter und auch Ansprechpersonen:
https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php…-es-in-sachsen/
Was hast du denn für Fächer studiert und in welchem Arbeitsverhältnis arbeitest du in S-A?
Lachen allgemein
Und dabei geht es natürlich nicht darum, allen jungen Menschen das Christentum aufzuzwingen, sondern eher für christliche Brauchtümer und Einflüsse auf Geschichte, Recht und Kultur zu sensibilisieren. Dabei geht es auch nicht darum, dass sich am Ende diese 15% Katholiken besonders toll fühlen. Ich vermute, dass bei den konfessionslosen Schülern vielfach gar nicht klar ist, warum überhaupt Ostern gefeiert wird.
Du willst oder kannst dich offenbar nicht festlegen. Man kann in vielen anderen Fächern erklären, was Christ*innen an Ostern feiern. Wozu braucht es den konfessionsgebundenen Unterricht, traust du es den Ethik-Kollegen nicht zu, es richtig zu erklären? Muss man selber ganz fest überzeugt davon sein, dass Jesus auferstanden ist, damit man vielleicht doch son bisschen überzeugen kann? In Ethik könnte es ja zu sachlich klingen und alle Religionen gleichwertig nebeneinanderstehen.
Gerade wenn bei euch in der Gegend Religion (also Religion im klassischen Sinne; manch eine Jugendbewegung weißt ja durchaus einige Schnittstellen mit Glaubensgemeinschaften auf) keine große Rolle spielt, ist es doch umso wichtiger, dass junge Menschen die Gelegenheit erhalten, hiermit wieder in Berührung zu kommen, oder etwa nicht?
Warum hältst du das für relevant? Es scheint mir hier immer wieder Glaube, Religion und konfessionsgebundener Reliunterricht in einen Topf geworfen zu werden.
Was spricht denn nun für konfessionsgebundenen Reliunterricht? Weil wegen dass wir Weihnachten wegen Maria im Stall feiern statt wegen der neuen PS5? Machs doch mal konkret.
Du schriebst zum Beispiel:
Man wird nicht mehr oder weniger ernst genommen, je nachdem was man trägt.
Und das halte ich leider für ein Gerücht.
Ach kommt, erzählt doch nicht, dass das Äußerliche keine Rolle spielt. Kauft mal im Problemviertel der nächsten Großstadt bei netto ein und dann erzählt hier von den Vorstellungen, die ihr zum Leben/IQ/höchsten Bildungsabschlüssen und psychischen Erkrankungen der dort Einkaufenden, bzw. davor Biertrinkenden habt. Und der Eindruck entsteht nicht durch ein intensives Gespräch, sondern nach 0,5 Sekunden.
Ich dachte, der Förderverein muss immer gemeinnützig sein und darf daher keine Klassenfahrtgelder verwalten?
Ich habe den Thread verfolgt. Ich habe eher den Eindruck, dass diejenigen, die selber kein Religion unterrichten, den Unterricht als Missionierung kritisieren. Gab es hier irgendjemanden, der Religion unterrichtet und es als seine Aufgabe ansieht Kinder zu bekehren oder missionieren?
Es mag solche Religionslehrer geben. Ich habe sie bisher nicht getroffen.
Es schrieb niemand von Missionierung, soweit ich erinnere. Ich habe aber den bayerischen Lehrplan kath. Rel. zitiert, der bestimmte, wissenschaftlich nicht haltbare Grundannahmen und Weltbilder schlicht voraussetzt.
Meiner Meinung nach ist es ein Moorfrosch.
Vom Quaken her klingen die anders, habe gerade probegehört ![]()
Quittengelee Ist das nicht eine Kröte?
Ich glaube, es ist ein Seefrosch, wegen des Aalstrichs.
Es kam dann noch ein zweiter, etwas dunklerer dazu, es blieb aber jugendfrei![]()
Ich vermute, dass der christliche Religionsunterricht in der Regel nichts anderes ist.
Du vermutest falsch. Hast du den Rest des Threads nicht verfolgt? Es wurde schon so viel Wichtiges und Richtiges geschrieben. Es scheint mir nur gläubigen Menschen schwer zu fallen, ihre persönliche Weltsicht als ihre persönliche Weltsicht zu identifizieren.
Ist das eine ernsthafte oder eine provokative Frage? Ich kenne nur islamische Mathematik. Die beiden Begriffe sind mir nicht bekannt.
Die Frage war ernst und natürlich gibt es das nicht. Ich versuche dir zu vermitteln, dass katholischer Religionsunterricht ein ideologisch gefärbtes Fach ist, "vergleichende Religionslehre", wenn man so will (also Ethik oder Normen/Werte bzw. Philosophie) aber nicht. Niemand würde katholischen Philosophieunterricht oder katholischen Physikunterricht fordern, weil es eben keine unabhängige konfessionsgebundene Wissenschaft geben und entsprechenden Unterricht geben kann.
Was ist aus ihr geworden, eigentlich? Ist sie mit hierher "gewandert"?
Ich glaube nicht, du erinnerst dich auch? ![]()
Die eigene Religion ist hier natürlich meist das Christentum, wenn einen Eltern taufen, ohne dass man gefragt wird und sich dann aber vielleicht um nichts mehr kümmern. Wenn man alle Feste feiern will, soll man auch wissen, was man da tut. Sonst geht es nur um die Geschenke. Wer nicht in christlicher Tradition lebt, sollte doch lieber den Kindern selbst überlassen, ob sie sich irgendwann dazu bekennen und taufen lassen. Dazu gehört aber, dass man die Religion überhaupt kennenlernt und dafür spricht ein nicht indoktrinierender Religionsunterricht.
Ich verstehe noch nicht, warum es dir wichtig ist, ob Familien selten, oft oder nie in die Kirche gehen und Weihnachten wegen der Geschenke feiern, an die Geburt Jesu erinnern oder das Fest komplett ausfallen lassen? Heikler wird es natürlich bei der Frage um Ostern. Jesus ist tatsächlich irgendwann geboren worden. Von einer Wiederauferstehungsidee nicht nur zu berichten, sondern als Wahrheit zu übermitteln, könnte man im Falle von Kindern durchaus schon als Indoktrination bezeichnen.
Wenn Eltern zuhause kein Deutsch sprechen, zeigt das doch, dass die deutsche Sprache halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.
Wenn Eltern nicht wählen gehen, zeigt das doch, dass politische Teilhabe halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.
Wenn Eltern ihre Kinder nicht sportlich/musikalisch fördern, zeigt das doch, dass sportliche/musikalische Betätigung halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.
Wenn Eltern stolz sagen "Mathe habe ich noch nie gekonnt.", zeigt das doch, dass Mathematik halt gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.
...
Bist du denn auch für evangelischen Englischunterricht oder islamischen Kunstunterricht? Was würde das bedeuten?
Wenn wir uns als Gesellschaft religionsoffen zeigen, sollen auch Kinder Kontakt zur Religion erhalten, die aus Elternhäusern kommen, die aufgrund fehlendem Hintergrundwissens selbst keine religiöse Grundbildung bieten können. Außerdem hat ein staatlich kontrollierter Religionsunterricht den Vorteil, dass Fehlvorstellungen und Extremismus eingeschränkt werden. Und natürlich das Offensichtlichste: Ostern und Weihnachten sind Feiertage, die nicht vom Himmel gefallen sind. Kinder sollten wissen, warum diese Feste gefeiert werden, ob sie sie selbst aktiv feiern oder nicht.
Was wäre denn eine universelle religiöse Grundbildung? Anleitung zum Beten? Ich habe den Eindruck, als ob du immer als katholischer Christ denkst, es aber nicht zu merken scheinst. Klar kann man was von Ostern erzählen. Und eben auch von anderen Feiertagen. Ich erinnere mich an eine Kollegin im Referendare-Forum vor vielen Jahren, die es schade fand, dass ihr nie jemand zu Chanukka gratuliert (sagt man so?) oder überhaupt nur weiß, was Jom Kippur ist.
Wer darauf wohl weidet? ![]()
Vielleicht, damit die Kinder mehr oder überhaupt etwas über ihre eigene Religion erfahren, die Variante von oben ist sowieso dabei.
Da ich kath. Religionsunterricht erteile, habe ich auch mindestens zur Hälfte italienische Kinder, da spielen der Glaube und die religiöse Erziehung doch noch eine größere Rolle. Aber ich befinde mich ja auch in der katholischen Diaspora, da ist es schwierig, eine gute deutschprachige katholische Kirchengemeinde zu finden. Die Kroaten und Italiener, manchmal auch die Polen haben hier ihre eigenen kath. Gemeinden.
Was ist "die eigene Religion" deiner Ansicht nach? Ist sie angeboren und muss in der Schule ausgebildet werden, weil sonst was eigentlich genau passiert?
Für mich ist Religion Privatvergnügen, manchem tut sie gut, andere begehen in ihrem Namen Kriege, verdienen einen Sack Geld oder diskriminieren Minderheiten. Nichts an sich staatlich Schützenswertes, gleichwohl die Freiheit zur Ausübung derselben natürlich bewahrt werden muss.
Alles anzeigenUm mal die Gesamtstimmung hier etwas zusammenzufassen: Bin ich richtig, dass Religionsunterricht nicht gänzlich abgelehnt wird, sondern eher eine Variante gewünscht, die
- informierend statt bekehrend ist
- Inhalte statt Meinungen bewertet
- Bezüge zu ethische Fragestellungen und andere Weltreligionen zulässt
- auch Raum für Religionskritik (vermutlich eher Richtung Sek II) bietet
?
Was spricht für dich gegen Ethik statt konfessionsgebundenem Religionsunterricht?
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