Beiträge von Quittengelee

    Dann muß man das ausprobieren. Irgendwie immer nur Kosmetik drauf kann doch nicht die Lösung sein.

    Das können m.E. nur Brennpunkt-Grundschulleute wissen, wie das wäre. Am Ende muss sich nämlich die Schule rechtfertigen, wenn pro Jahr 15 Kinder sitzen bleiben und für 10 eine Förderschule gesucht wird. Ich sage nicht, dass das nicht der richtige Weg wäre, sondern frage, was das in letzter Konsequenz für die Schulen bedeuten würde.

    Kenne ich, wenn wir die Probleme ernstnehmen "dürften", wäre es bei uns (und den meisten anderen Brennpunktgrundschulen) ähnlich. Aber in NRW müssen Kinder 2 Jahre in der Schuleingangsphase verbleiben. Das erste Schuljahr kann nur wiederholt werden, wenn die Eltern das wünschen und den Antrag stellen.

    Wie würdest du es rechtlich regeln, wenn du die Wahl hättest? Das Problem scheint ja die schiere Masse der Forderbedürftigen zu sein. Haben nur 2-3 Kinder einer Klasse ein Problem, sucht man individuelle Lösungen. Haben 23 von 27 Förderbedarf, traut man sich als Schule wahrscheinlich nicht, 23 Anträge auf Überprüfung sonderpädagogischer Förderbedarf zu stellen oder auch, die Klasse wiederholen zu lassen, wie oben angesprochen. Was würde passieren, täte man es?

    Vor allem ist die Behörde dem Lehrerforum keine Aussage schuldig:sterne:

    Wenn die betreffende Person Lust hat, sich öffentlich zu äußern oder eine Petition zur Änderung der Gesetzeslage bei Abordnungsverfahren ins Leben zu rufen, wird sie das sicher tun und wahrscheinlich dann entsprechende Unterstützung erfahren.

    Ich freue mich derweil, daß sie mal Zahlen auf den Tisch gelegt hat, damit ich meine 60k€ Jahreseinkommen mit ihren 150k€ Jahreseinkommen in Relation setzen kann, wenn es mal wieder darum geht, daß sie behauptet, daß wir alle doch ausreichend verdienen würden und uns nicht beklagen dürften.

    Du hast ein Haus mit Grundstück, machst mehrmals im Jahr Flugreisen und fliegst als Hobby oder gehst Tauchen. Das ist zumindest das Bild, das du von deinem Leben hier zeichnest.

    Was in dieser Diskussion immer wieder so ekelhaft anmutet, ist der Neid und die Missgunst. Antimon kann doch ihr Geld ausgeben, wofür immer sie möchte.

    Wenn wir schon beim Vergleichen sind: Es gibt Länder, da sind Lehrpersonen auf Spenden angewiesen. Und in den USA haben miserabel bezahlte Lehrkräfte aus Solidarität mit den Schulbusfahrern mitgestreikt, als sie selbst bereits eine mickrige Erhöhung erhalten hatten. Solidarität und etwas Demut, was den eigenen "amtsangemessenen" Arbeitswert angeht, fände ich mal angemessen.

    Naja, vom Grundsatz her alles richtig, nur gibt's ja Sachen, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein müssen. Sagen wir Zeugnisnoten bis zur Notenkonferenz oder Entwicklungsberichte bis zu den Sommerferien. Wenn die Person krank ist, kann sie besagte Tätigkeiten in diesem Moment nicht ausführen. Sie müssen aber bis zum Soundsovielten erledigt sein, es könnte dann natürlich schon die Frage aufkommen, wo der angefangene Kram ist, denn was bis Termin x fertig sein muss und ggf. von Kollege y übernommen werden soll, müsste theoretisch irgendwo einen Zwischenstand haben. Erkrankt jemand zur Notenkonferenz, müssen irgendwo Daten für die anderen greifbar sein, um weiterarbeiten zu können. Das macht das ganze etwas komplizierter als der kranke Frisör, dessen Termine abgesagt oder übernommen werden können also bei uns die reine Unterrichtstätigkeit, die ausfällt oder vertreten wird.

    Spekulationen, dass die Schulleitung an der Zielschule nicht besetzt werden kann, halte ich als Begründung für abwegig, in solchen Fällen wird schlimmstenfalls die Leitung einer benachbarten Schule mit einer Doppelleitung beauftragt aber keine Schulleitung mitten im Schuljahr "abgeordnet".

    Doch, auch sowas passiert. Vielleicht wollte man sie zu Schuljahresbeginn abordnen und sie ist in ihrer Dienststelle geblieben, daher der Zwang. Dazu muss man nicht mal Personalvertretung sein, um das schon gesehen zu haben.

    Es ist eine Behörde, da geht's nie darum, wem es wie persönlich geht.

    Angenommen, die andere Schule braucht dringend eine Schulleitung, man hat die betreffende Schulleiterin mehrfach gebeten, dort kommissarisch zu übernehmen, dazu hatte diese verständlicherweise keine Lust, worauf man diesen Weg gewählt hat? Wenn es in NRW üblich ist, Kollegen an jedwede Schulart abzuordnen, an der man dringend Leute braucht, selbst ungeachtet der Ausbildung von Schulart und Fächern, warum soll es nicht möglich sein, dass Schulleitungen hin- und hergeschoben werden? Das wäre natürlich für die betreffende Person übel und für das Kollegium schade, für die Motivation aller Beteiligten Mist, aber es wäre halt auch kein Mobbing und Mundtotmachen, wie hier aufgrund eines völlig spekulativen Spiegel-Artikels gemutmaßt wird.

    Mein demokratisches und juristisches Verständnis verbietet mir irgendwelche Vorverurteilungen in irgendwelche Richtungen.

    Aktuell haben 9000 Personen die Petition unterschrieben - von denen wahrscheinlich noch nur wenige Personen wissen, was passiert ist.

    Sehe ich genauso. Natürlich kann man sich alles mögliche vorstellen, ich traue in der Theorie jeder Schulbehörde und ihren Mitarbeitenden alles Dämliche, Unvernünftige, Unfaire, Selbstwertgekränkte oder juristisch Abwegige zu. Aber eine Petition zu unterschreiben, wenn man keinen blassen Schimmer hat, um was es geht, finde ich schon einigermaßen skurril.

    ...

    Die Fürsorgepflicht des Dienstherrn ist im Ernstfall keinen Pfifferling wert, wenn es hart auf hart kommt muss man schon dankbar sein, wenn er einem kein Messer in den Rücken rammt.

    Und das ist irgendwem neu? Ernsthaft, habt ihr bessere Erfahrungen gemacht?

    Ich konnte den Artikel eben problemlos (also ohne Bezahlschranke) lesen.

    Ich auch, leider enthält er kaum Informationen, da sich die betreffende Person nicht äußert. Klingt jedenfalls strange, vor allem das Betretungsverbot.

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