Es ist dennoch in allen Bundesländern verankert, dass die Förderung der Schüler*innen der Schule obliegt und so, beispielsweise in thematischen Kleingruppenförderungen, betroffene Lernende gefördert werden können. Entsprechende Maßnahmen sind auch ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ohnehin im individuellen Förderplan festzuhalten.
Ohne sonderpädagogischen Förderbedarf haben Kinder auch keinen individuellen Förderplan.
Und wie soll 'die Schule' Kleingruppenförderung anbieten? Mal abgesehen davon, dass es kaum Stunden für Förderung gibt, zählt ADHS zu den psychiatrischen Störungen. Eine wie auch immer geartete pädagogische Kleingruppenförderung sollte idealerweise von Leuten durchgeführt werden, die dafür ausgebildet sind.
Lehrkräfte sind schon ausreichend belastet, im Unterricht mit einer ganzen Klasse ständig zusätzlich pädagogisch intervenieren zu müssen, damit das Verhalten nicht aus dem Ruder läuft. Ich fände mal eine Studie gut, in der gefragt wird, was Eltern sich unter ADHS vorstellen und vor allem, was sie tun, damit es ihren Kindern besser geht oder ob erwartet wird, dass 'Schule' alles richtet.