Mit "spezifischem Vorteil" meinte ich eigentlich einen pädagogisch spezifischen Vorteil im Sinne eines nachhaltigen Lernprozesses. Das ist vielleicht nicht gut rübergekommen in meinem anderen Beitrag.
Ein anderer Punkt ist die Bedienbarkeit. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen ein Programm zur Simulation elektronischer Schaltungen (z.B. Qucs, Multisim, diverse Spice-Varianten) sinnvoll mit einer Touch-Oberfläche zu bedienen und die Ergebnisse (i.d.R. Diagramme) weiterzuverarbeiten. Auch Texte (die über ein paar Sätze hinausgehen) oder Präsentationen zu erstellen halte ich für eine... naja... Geduldsprobe.
Ein klarer Vorteil liegt u.U. in der Administration, die ist sicherlich einfacher als beispielsweise bei einem Laptop.
Kollaboratives Lernen, eigenverantwortliches Lernen, Selbstorganisation, KREATIVITÄT und auch zeitgemäßes und motivierendes Lernen können im Keime ja nicht schlecht sein.
Volle Übereinstimmung. Die Frage ist, inwiefern eine Touch-Oberfläche hier Vorteile bietet. Was Kreativität angeht, die spielt sich im Kopf ab, nicht im Tablet (und auch nicht in einem Laptop oder auf einem Stück Papier).
...aber es kursiert ein schönes Zitat:" Ich bin als Lehrer gezwungen die Schüler auf die Welt von morgen mit Mitteln von gestern vorzubereiten."
Auch ein iPad ist morgen ein Mittel von gestern. Insofern lohnt es sich m.E. nicht allem Neuen hinterherzurennen, nur weil es neu ist. Es lohnt sich dann, wenn es mir/den Schülern Vorteile bietet.
Übrigens sind solche Mittel wie Lesen und Schreiben auch Mittel von gestern, was nicht zwangsläufig heißt, dass sie schlecht sind und ohne die wir auf absehbare Zeit sicher nicht auskommen werden.
Also, ich bin nicht gegen die Nutzung neuer Medien im Unterricht, aber ich hinterfrage den Nutzen und die Konsequenzen.
Grüße
Steffen