Beiträge von SteffdA

    Zitat

    Dienst nach Vorschrift ist doch auch nicht erlaubt


    Hallo??? Wie arbeitet ihr denn?
    Mein Dienstherr erläßt Vorschrifte, damit ich mich (und andere sich) daran halten. Welchen Sinn sollten Vorschriften sonst haben?
    Also halte ich mich daran, so wie gewünscht, oder? ;)

    Wenn ich nicht nach den geltenden Vorschriften handle, so mach ich mich doch dienstrechtlich angreifbar...

    Timm

    Zitat

    Dumm nur, dass das alles systemische Komponenten waren...


    Welche staatliche Veranstaltung wäre denn heute keine systemische Komponente???

    meike
    Ich habe bis zu meinem 21.Lebensjahr in der DDR gelebt, ganz klassisch eben... Schule, Ausbildung, Abitur und Studium gemacht. Das Studium mußte aufgrund der Wende abgebochen werden (Abwicklung des Studiengangs), konnte aber in einer verwandten Fachrichtung fortgesetzt und abgeschlossen werden.
    Ich konnte weder anderen Menschen schaden, noch habe ich viel Lebens(arbeits)zeit in dieses System investiert. Ich schätze das so ein, das ich von diesem System eher profitiert habe.
    Ich bin überwiegend gerne zur Schule gegangen, habe auch überwiegend faire und gute Lehrer erlebt, konnte eine gute Ausbildung geniessen. Natürlich gab es Aufs und Abs im Leben und mich hat die Schule auch manchmal angenervt, ich hatte auch manchmal einfach keine Lust. Aber ich kenne aus eigener Erfahrung keine Schulangst, keinen Schulstreß der mich gnötigt hätte irgendwelche Pillen zu schlucken, der Unterricht war so gestaltet, das genügend Freizeit blieb, trotz Hausaufgaben, das man verstehen konnte und nicht nur auswendig lernen mußte. Es gab Arbeitsgemeinschaften, Klubs, Kino- und Konzertbesuche genauso, wie es später das gemeinsame Bier mit Freunden gab.
    Es gab Ferienspiele, Baden an Baggerseen, Grillfeste und dergleichen mehr... alles in allem kann ich sagen, das ich eine glückliche Kindheit und Jugend erleben durfte.
    Ähnliches kann ich von Berufsausbildung, Abitur und Studium berichten.
    Aber man mußte auch schauen, wo man was sagt, das muß ich heute zumindest teilweise aber auch. Da schlägt dann im Zweifel nicht der politische, wohl aber der ökonomische Zwang zu.
    Und nein, ich will die DDR nicht wieder haben! Dafür habe ich die individuelle Freiheit heute zu sehr schätzen gelernt. Aber ich lebe heute noch sehr gut von dem, was ich dort gelernt habe.

    Schubidu
    Ups, Ache auf mein Haupt, wußte nicht das es das tatsächlich gibt...

    Zitat

    ...die Fehler des einen relativieren meiner Meinung nach nicht die Fehler des jeweils anderen Systems.


    Eben deshalb plädiere ich ja für eine differenzierte Betrachtung.

    Timm
    Den Grausamkeitsindex hast du bereits zitiert: "Das Schwarzbuch des Kommunismus", das des Kapitalismus hat sich nur noch keiner getraut zu schreiben.
    Im derzeitigen System wird auch viel mit Ideologien gearbeitet und wenns denn grad mal passt sind da Menschenleben auch nicht mehr so viel Wert. Ich denke da mal ganz aktuell an den Krieg gegen den Terrorismus und sogenannte Kollateralschäden. Wer etwas in der Geschichte zurückgeht findet Entsprechendes in den beiden Weltkriegen und diversen Kolonialkriegen in der Zeit danach.

    meike
    Deine Beschreibung stimmt nicht mit dem überein, was ich erlebt habe und ich denke, sie ist auch nicht signifikant für DIE DDR.
    Allerding, das muß ich einschränkend gestehen, kann ich aufgrund meines Lebensalters die 60iger nicht aus eigener Erfahrung beurteilen.

    Ist einfach gesagt, aber versuch das nicht persönlich zu nehmen.
    Alles was wir als Lehrer machen können ist ein Angebot, aber wir können niemanden zwingen es anzunehmen (gilt für Schüler, wie für Eltern).
    Und wenn dein Angebot hinreichend gut ist (und davon gehe ich jetzt einfach mal aus) brauchst du dir keinerlei Vorwürfe machen zu lassen.
    Und wenn es irgend jemand nicht gut genug ist kann er sich ja am Bildungsmarkt nach einem besseren Angebot umsehen.

    Grüße
    Steffen

    offtopic:
    Vokabeln lernen sich am besten in der Anwendung in Redewendungen, da ist dann auch die richtige Grammatik gleich mit dabei.
    Schaut euch mal einfach "Russian Grammar in Illustrations" von K.I. Pekhlivanova und M.N. Lebedeva an. Nach diesem System lernen die Russen seit 'ner kleinen Ewigkeit Sprachen und ich habe selbst welche erlebt, die nie ihre Heimat verlassen haben und ein Englisch oder Deutsch sprachen, da hab ich die Ohren angelegt.
    Wenn man sowas erlebt... da kann bei uns noch 'ne Menge getan werden... aber das will wahrscheinlich niemand wissen...

    Außerdem zeigt der Erfolg von Sprachreisen das es so geht ;)
    Damit meine ich "richtige" Sprachreisen, also die, bei denen man sich tatsächlich in der fremdsprachigen Umgebung bewegt und nicht nach 'nem Vormittag Sprachunterricht sich nur unter gleichsprachigen Leuten aufhält.

    Nele
    Es geht nicht darum, irgendwen, -etwas vom Kanthaken zu lassen. Es geht um ein differenziertes Bild des Landes zu zeigen, indem ein Teil der Bevölkerung der BRD aufgewachsen ist. Und natürlich müssen auch Flucht, Verfolgung, Erschießung an der Grenze aufgearbeitet werden, da gibt es nix zu beschönigen oder zu relativieren.
    Aber die DDR ausschließlich darauf zu reduzieren isteinseitig und wird diesm Land und dessen Mensche nicht gerecht. Das wäre in etwa so, als würde ich die "alte" BRD ausschließlich an der Berufsverbotspraxis für linke Lehrer in den siebzigern messen. Auch das würde diesem Land nicht gerecht werden.

    Eugenia
    Mhmm... das liest sich doch gut :)
    Dann wäre ich allerdings auch etwas ratlos. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das ein linkslastiger POWI-Lehrer unreflektiert kommunistische Parolen verbreitet bzw. das Schüler ihm da so leicht folgen.

    Ja, ja,ein Gespenst geht um in Europa... ;)
    Vielleicht war ja das Bild der DDR, das im Unterricht entworfen wurde etwas einseitig? Ich erlebe immer wieder, das DDR gleichgesetzt wird mit Verfolgung, Flucht, Erschießung an der Grenze. Da gab es aber auch ein ganz normales Lebenmit den Aufs und Abs in Alltag und Beruf, so wie es das hier und heute auch gibt. Das allerdings wird nahazu vollständig ausgeblended.
    Dann allerdings muß man sich nicht über undifferenzierte Meinungen seiner Schüler wundern.

    Grüße
    Steffen

    Was will/soll er denn damit anschauen/fotografieren o.ä.?
    Für Mineralien, Insekten, Dünnschliffe und dergleichen ist ein Auflichtmikroskop mit 10 - ca. 100-facher Vergrößerung geeignet.
    Für Kleinstlebewesen, Schnitte u.ä. ein Durchlichtmikroskop mit größerer Vergrößerung so ca. bis 1200-fach.
    Möchte er das auch fotografieren, dann brauchts 'nen Fototubus dazu.
    Gehts um spezielle optische Methoden wie Phasenkontrast-, Fluorezensmikroskopie u.ä. wirds ganz schnell ganz teuer...

    Achso, es gibt auch Auf- und Durchlichtmikroskop in einem Gerät.

    Zitat

    ...weil alles gleich für sie ist.

    ..ist es ja auch. Für mich gibt es in dem genannten Beispielen (Epochen lustig) keine großen Unterschiede in der enthaltenen Information. Und das die Frau hinter den Herd gehört ist ja nicht signifikant für die eine Epoche, diese Auffassung findet man ja bis heute.

    Die gesunde Ernährung der Kinder ist die Verantwortung der Eltern, und an dieser Stelle sollte man auch den Mut haben diese einzufordern!

    Und für jeden Apfel ein Formular o.ä. ist ja wohl total krank. Ich finde es gut, das es Entscheidungsträger gibt, die sich für solche Spinnereien nicht hergeben.

    Die maximale Leistung ist die elektrishce Lwistung, die vom Leuchtmittel aufgenommen werden darf. Dabei ist es vollkommen egal, ob das Leuchtmittel eine klassische Glühlampe ist oder eine Energiesparlampe oder irgendwas mit Leuchtdioden.
    Die Temeparturbelastbarkeit ist auf die klassische Glühlampe ausgelegt, da die mit Abstand die größte Wärmeentwicklung hat.
    Du kannst also auch eine 40W-Energiesparlampe (elektrische Leistung, nicht Äquivalenzleistung zur Glülampe!) nehmen, wenn sie von den geometrischen Abmessungen paßt.

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