Ich finde Digitalisierung im Bereich Verwaltung total wichtig. Eine Plattform zur Kommunikation mit KuK und Eltern; Zeugniserstellung, digital Zugriff auf Schülerdaten datenschutzkonform. und ich liebe Worksheetcrafter…
Ja, ich nutze auch mal QR-Codes, habe mit meinen SuS schon mit ChatGPT Reizwortgeschichten geschrieben (schreiben lassen) und auf Kriterien hin untersuchen lassen, ich nutze ergänzend Anton, finde bestimmte Diagnosetools toll.
Aber: während ich am Anfang bzw während und direkt nach Corona alles an digitalen Ideen eingesetzt habe, nur um es um der Sache Willen auszuprobieren, war ich zu Beginn dieses Schuljahres sehr geschockt, wie schwach meine 3. Klasse in Deutsch im Schreiben ist. Und zwar sowohl die reinen Fertigkeiten betreffend - viele können motorisch gar keine Schreibschrift leisten!), aber auch von der Rechtschreibung her oder vom freien Schreiben als solches- Ende Klasse 3 jubel ich jetzt, wenn sie 5 eigene Sätze zu Papier bringen (ok, 3, und kriterienfrei, damit sie nicht schon im Vorfeld aufgeben). Und wer es schafft, den Satzanfang groß zu schreiben und am Ende einen Punkt zu positionieren bekommt einen Orden. Regelschule übrigens.
Ich habe für mich entschieden: wenn die Basics nicht passen, muss ich keine Digitalisierung betreiben. Also für mich vielleicht, aber nicht für die SuS. In erster Linie sollten sie mit der anhand im Heft schreiben können, dabei die Linien ansatzweise einhalten, vielleicht ein Linieal nutzen (hin und wieder zumindest). Und wenn das klappt und sie nach 4 an die weiterführende Schule wechseln, können sie immer noch ihre digitalen Kompetenzen weiter ausbauen….
(Sorry an alle sek-Lehrkräfte, aber wäre es euch lieber, sie könnten tippen, recherchieren, Stop-Motion-Filme erstellen - aber handschriftlich keinen Satz formulieren? 😡)