Ich hab mir das jetzt tatsächlich mal ausgerechnet. In SH gibt es nämlich keine Mietstufen.
In NRW würde ich 500€ Netto mehr im Portemonnaie haben, schon in Mietstufe 1. Wow!
Der Zuschlag für meine Kinder beträgt etwa 600€, egal ob in NRW oder in SH. Das ist gerade das, was allein mein ältestes Kind als Unterhalt von mir benötigt für das Studium. Nein, ich habe mich nicht bereichert an irgendwelchen Kindern, sondern im Gegenteil auf vieles für sie verzichtet.
Ich bin übrigens immer noch erstaunt, dass die kinderlosen Foris, die hier so lautstark und niveaulos über Ungerechtigkeiten brüllen, sich so gut auskennen mit den Kosten, die Kinder verursachen!
Ich akzeptiere die Entscheidung, wenn jemand sagt, er möchte keinen Nachwuchs. Ich versichere euch: Finanziell für euch persönlich ist das die bessere Entscheidung. Das sage ich euch aus Erfahrung…
Aber ich würde mir wünschen, dass auch umgekehrt anerkannt wird, dass man mit Kindern eben finanziell definitiv nie einen vergleichbaren Lebensstandard erreicht wie ihn Singles erreichen.
Das Niveau, auf dem hier einige Foris in unterschiedlichen Threads teils sehr provokant dafür kämpfen, die Ungerechtigkeit der Alimentation für Familien zu verdeutlichen, wirkt schon sehr auf Neid gebaut. Ich kann auch nachvollziehen, dass jemand sagt: schade, ich hätte gern Kinder gehabt, aber jetzt ist es zu spät… aber ich würde trotzdem behaupten, dass da noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben, denn selbst ein A12 Gehalt hat auch (oder gerade!) vor 20 Jahren schon gereicht, um eine Familie zu ernähren. Es erforderte damals und erfordert heute (trotz mehr Elterngeld, mehr Kondergeld, mehr Familienzuschlag…) Verzicht - da kommt man nicht drumherum.
Bei der Diskussion über die Mietstufen muss ich tatsächlich sagen, dass ich das auch als ungerecht empfinde, dass der Zuschlag an Kinder gebunden ist oder dass er überhaupt in der Höhe existiert.An dieser Stelle kann ich jegliche Kritik verstehen!