Finnegans Wake Darf ich fragen, wie Du damit umgehst? Lässt Dich das einfach kalt oder hast Du eine konkrete Strategie?
Erst mal: Es ist kompliziert ![]()
Ich habe den Vorteil, dass ich ein berufsbildendes Fach habe, wo wegen des - in der Fachabi-Schulform bewusst gewählten - fachlichen Schwerpunkts grundsätzlich etwas mehr Motivation und Interesse da ist. Da haben es Allgemeinbildner schwerer.
Mal zur Klientel: In der HBF schlagen oft SuS auf, die noch nicht die richtige Orientierung in ihrem Schul-Berufsleben haben. Wenn sie an einer IGS mit Oberstufe waren, durften sie dort häufig wegen ihrer Noten/Kurse nicht in die 11. Klasse. Diese SuS sind nur mäßig intrinsisch motiviert und oft eigentlich schulmüde. Sie "wollen" aber halt das Fachabi und sind noch nicht bereit, sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben, was vielen von ihnen gut tun würde. Von denen, die am Ende das Zeugnis der FH-Reife in Händen halten werden, wird nur ein kleiner Teil studieren können.
Das ist der Rahmen. Eine konkrete Strategie habe ich da nicht, sondern eher ein bestimmtes Mindset. Ich akzeptiere, dass meine Klientel anders ist, als die Schulform suggeriert. Auf der Basis nehme ich es - anders als andere KuK - ihnen nicht übel, dass sie so sind, wie sie sind. Ich versuche handlungsorientiert zu unterrichten und bei diesen projektartigen Aufgaben steckt automatisch eine Differenzierung drin bzgl. Menge und Herausforderung. Das klappt aber nicht immer.
In diesem Sinne versuche ich, bei allen irgendwie damit Kompetenzen zu fördern und wenn es nur in Ansätzen fachliche Kompetenzen am Ende sind, die bleiben. Darüber hinaus eben auch Dinge zu fördern, wie eher methodische Herangehensweisen. Außerdem rede ich viel mit denen, die bereit dazu sind, über Ausbildung als Alternative etc.
Also alles keine Goldlösung, aber irgendwie ein Umgang mit der Situation.
Edit/PS: Zu spät gesehen, dass du auch an einer BBS bist. Du kennst ja das Business und die Erklärung oben ist dann überflüssig.