Beiträge von Finnegans Wake

    Aber was wäre dann ein wenig schreiben? Ich persönlich hab nicht so krass viele Forenpunkte, weil ich oft auch eher der stille Typ bin und wenig auf Konfrontation gehe. Mir ist es dann oft zu „aufgeheizt“ und dafür würde ich bestraft werden.

    Tja, ich weiß auch leider keine Lösung. (wobei ich in dem Punkt mit der defensiven Art mit dir völlig konform gehe)

    Wie weit geht der öffentliche Teil des Forums? Wie weit ein privater? Welche Threads laufen in welchem Bereich? Kann der/die TE das selbst festlegen?

    Mir sind - was wenige Beiträge angeht - eher die one-thread-wonder ein Dorn im Auge. Es passiert leider zu oft, dass jemand ein Thema aufmacht, auf das sehr sachlich, hilfreich und differenziert geantwortet wird. Darauf folgt dann öfters komplette Stille, das heißt, der/die TE zieht sich aus der eigenen Diskussion komplett raus und gibt selbst keine weiteren hilfreichen(!) Rü mehr.

    Ich kann die Idee nachvollziehen, Humblebee, gleichwohl höre ich in meinem virtuellen Ohr dann das Geschrei nach "Zwei-Klassen-Gesellschaft".

    Die wäre aber selbstgewählt. Um in die 1. Klasse zu kommen, müsste man sich ja nur anmelden und eine kleine Basisbeteiligung zeigen (also auch ab und zu was schreiben). Das würde ggf. auch anstoßen, dass manche Leute sich auch mal an ihren eigenen Threads beteiligen und auf Rü eingehen würden, statt mit einem Beitrag zu starten und dann zu verschwinden.

    Die Grundsatzfrage beim Splitting ist, was man da eigentlich fördern will. Bisher/früher war das die formalisierte Versorgungsgemeinschaft der Ehe.

    Ich glaube das sehen heute viele als etwas überholt an und würden die Förderung vermutlich eher an Familien/Kinder knüpfen. Kinder/Familien sind ja inzwischen von einer Ehe abgekoppelt.

    Förderung ist der eine Begriff, der andere, der sich ergänzend(!) benutzen lassen könnte, wäre: Ausgleich.

    Mit der Ehe sind ja auch Unterhalts- und Versorgungspflichten zwischen Partnern/innen verknüpft, die ohne Ehe nicht in diesem Ausmaß(!) bestehen.

    Insofern ist das Splitting ein (möglicher) Ausgleich dafür. Wenn man die Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft sieht, die Pflichten beinhaltet, ist das komplette ersatzlose Streichen der Vergünstigungen gleichzeitig fragwürdig. Man kann nicht in die eine Richtung von einer Wirtschaftsgemeinschaft ausgehen, ohne sie in die andere Richtung anzuerkennen.

    Das heißt aber nicht, dass man es nicht anders gestalten könnte bspw. durch das Übertragen, das teilweise Verschieben oder die gemeinsame Nutzung von Grund- sowie Kinderfreibeträgen anstelle des Splittings.

    Oder man könnte eine Wirtschaftsgemeinschaft auch ohne Ehe definieren, die dann gleichfalls (Unterhalts-/Versorgungs-)Pflichten definiert und ebenfalls steuerliche Vorteile bringt.

    Oder...

    Das mal Ideen, den von dir genannten Aspekt aufzugreifen.

    Natürlich ist die Frage, wie Personen, die bspw. für die Familie zurückstecken, gestärkt werden können, noch ein weiterer Punkt, der aber auch unabhängig von der Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft diskutiert werden kann.

    Und sollen Kinder deiner Meinung nach nie in den Kindergarten??? Die Betreuungskosten hat man meiner Meinung nach immer, weil JEDES Kind dorthin gehört. So reine Betreuung zu Hause bis zur Schule finde ich echt rückständig.

    Nicht nur rückständig, sondern dem Kind werden auch Entwicklungsmöglichkeiten (bspw. in einem sozialen Umfeld mit Strukturen etc. bewegen) und manchmal auch der Erwerb mancher Kompetenzen (Sprache, zeichnen, Stift halten...) genommen.

    ihr stimmt über bewegliche Ferientage ab? Uns werden die einfach mitgeteilt. Die Tage sind an allen Schulen der Region gleich. Wüsste auch gar nicht, wo ich meine Kinder hätte unterbringen sollen, wenn wir an 4 verschiedenen Terminen freigehabt hätten. Habe mich jetzt mitgezählt.

    Das ist auch der Grund für die Absprache der beweglichen Ferientage. Die Familien sollen auch was davon haben und nicht noch in Stress kommen wegen der Betreuung.

    offtopic: "Hier" ist der heutige bewegliche Ferientag völlig chaotisch geregelt: Manche Schulen haben ihn, andere nicht. Da hätte ich gewünscht, dass die Stadt das für alle Schulen festlegt.

    Für den Fall, dass sich SL-Mitglieder wegen der fehlenden finanziellen Würdigung der größeren Verantwortung zurückziehen und SL(!)-Aufgaben ans Kollegium verteilt werden, dann würde ich ganz konsequent eine Zeiterfassung machen und natürlich die Aufgaben gewissenhaft erledigen. Dann alle paar Wochen rückmelden, dass die Arbeitszeit überschritten ist. Und dann wie bei dem GS-Rektor die Bezahlung der Überzeit fordern.

    Dies geschrieben wäre ich an der Stelle tatsächlich neugierig, wo es aktuell wirklich überhaupt keine Dienstgeräte für Lehrkräfte gibt. Dass es nicht das gibt, was man persönlich bevorzugt/ für sinnvoll erachtet/ als ausreichend erachtet- geschenkt. Aber nicht einmal ein 0815- Tablet ohne Tastatur , Hülle und Stift?

    Trotz Dienst-IPad wird der Laptop bei der Steuer problemlos anerkannt. Das liegt daran, dass (gut begründbar) mit dem Tablet manche wichtige Dinge überhaupt nicht gehen. Es gibt Software, die gibt es gar nicht dafür. Das lässt sich in diesen Fällen gut begründen.

    Hast du jemals eine Steuererklärung gemacht? Das wurde schon stark reduziert und Nachweise müssen generell nur noch auf Nachfrage erbracht werden. Seit Jahren.

    Das stimmt. Und insbesondere Elster ist - wenn man sich reingearbeitet hat - schon eine recht gute Plattform, die die Arbeit vereinfacht. Kein Vergleich zu früher, als ich alles handschriftlich auf Papier bzw. später in die Felder der pdf-Dokumente eingetragen habe. Nachweise musste ich bei Elster bisher einmal nachreichen, das aber, weil ich explizit darauf verwiesen hatte. Seitdem ich das umformuliert habe in der Erläuterung, ist es nicht mehr passiert.

    Was aber weiter nervt, ist die extreme Kleinteiligkeit und manche Formulierungen, die ich 3x lesen und 2x googeln muss, bevor ich sie verstehe. Bleibt weiterhin ca. eine Woche Arbeit.

    In der Vergangenheit hatten wir aber auch Fälle wie den oben geschilderten (aber nicht in der Preisklasse), wo willkürlich andere Beträge eingesetzt wurden (Fahrtkosten: kommentarlos bei uns beiden 3km bei der Fahrtstrecke reduziert), Ausgaben angezweifelt wurden, die Menge der gekauften Dinge (in dem Fall: Toner) als dienstlich veranlasst bezweifelt etc.

    Was immer geholfen hat (alle(!) Einsprüche wurden am Ende akzeptiert): Klare und fundierte Begründungen bei den Einsprüchen bzw. sogar proaktiv das Liefern der entsprechenden Begründungen direkt im Rahmen der StE. So hat bspw. das gleichzeitige Ansetzen der HO-Pauschale und der Fahrtkosten gar keine Probleme gemacht.

    Und die Formulierungen waren sehr nah an denen von naddel81 dran.

    Nicht zum Hauptthema aber zu den Rollenbildern: Ich hatte früher auch skurrile Erlebnisse beim Kinderturnen. Da waren nur Mamas mit den Zwergen und ich der erste Papa der da erschien. Woran lag das? Wurden die da nicht hin gelassen von den Mamas? Wollten die nicht in der Mama-Kind-Gruppe rumrennen? Lag's an Rollenbildern? Daran, dass es immer so lief, dass die Mamas das machten? Waren die Papas davon abgeschreckt, alleine unter den Mamas zu sein?

    Nachdem ich paar Mal da war, hat sich die Zahl der Papas dann langsam erhöht ;) Das war schon witzig.

    PS: Elternzeit hatte ich nie, aber durch die Freiheiten im Job viel Papazeit :)

    Wurde denn beim Schreiben auch bedacht, dass das Publikum es gar nicht lesen wird?

    Für einen Prokrastinator ist tatsächlich die erste Hürde, das Buch zu kaufen. Da wird also eine schwierige Klientel angesprochen :D

    Ich habe es mir aus diesem Grund zu Weihnachten gewünscht ;)

    Es zu lesen ist leicht, wenn gleichzeitig ein Stapel Klassenarbeiten nebendran liegt, also auch die Hürde ist zu nehmen.

    Das Buch liest sich daher sehr gut, weil es keine Ratgeberliteratur ist nach dem Motto: "Dann schreib mal ne Liste mit Aufgaben" "Hier sind die besten 10 Tipps zur Motivation" etc., die von Leuten geschrieben sind, die eben Selbstdisziplin haben. Stattdessen wird mit vielen Anekdoten dargestellt, wie andere Leidensgenossen/innen genauso handeln und dass das so (unter der Rahmenbedingung, dass man erfolgreich prokrastiniert - also die wichtigen Dinge alle irgendwie(!) geregelt bekommt) 1. sogar extrem effizientes Arbeiten zur Folge hat und 2. unwichtige Dinge problemlos liegen bleiben dürfen.

    Die Tipps im Buch gehen also 1. in die Richtung: Du bist ok. 2. nehmen sie dir das schlechte Gewissen: Ich muss unbedingt gewissenhaft werden (was du eh nicht mehr hinkriegen wirst). und 3. sind doch paar Tipps drin, wie du erfolgreich prokrastinieren kannst (ohne Disziplin!)

    Die Ehe ist eine Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft. Durch die Ehe entstehen Versorgungs- und Unterhalts-Pflichten untereinander. Mit der Ehe sind also Pflichten und Rechte verbunden.

    Eine Abschaffung des Splittings ohne entsprechende Kompensation wird höchstwahrscheinlich am Ende vom BVerfG beerdigt. Das heißt, wenn am Ende zwei Ehepaare, die - unter gleichen Bedingungen - in Summe das gleiche Brutto haben, Netto deutlich unterschiedlich liegen, wird das aufgrund des Charakters der Ehe sehr wahrscheinlich rechtswidrig sein.

    Das mag es sicherlich geben. Das ist aber doch kein Problem von der Steuergesetzgebung, sondern eine Einstellungssache in der Partnerschaft. Ich persönlich finde das menschlich armselig.


    Also kann ja jedes Paar machen wie es passt. Mir gefällt der Unterton nur nicht. Wir haben 3/5 und es geht uns gut damit, weils einvernehmlich ist.

    Das sind entscheidende Punkte. In einer Partnerschaft, in der Lasten und Kosten geteilt werden, ist eine Aufteilung 3/5 verbunden mit "mein" und "dein" wirklich armselig und unfair.

    In Bezug auf die Rente/Pension gibt es aber doch den Versorgungsausgleich und gleichzeitig ist die Ehe doch auch eine Zugewinngemeinschaft, in der dieser auch geteilt werden muss im Fall einer Scheidung, oder? Ist es da realistisch, dass sich der Mann mit vergoldeter Versorgung aus dem Staub machen kann, ohne mit der Frau die in der Ehre hinzugewonnene Versorgung zu teilen? (Diese Frage ist ernst gemeint und weder rhetorisch noch provokant gemeint!)

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