Freilich. Aber sollte man sich nicht ernsthaft fragen, ob man nicht die Autoren gleich in deutscher Übersetzung lesen sollte statt die Schüler jahrelang mit Grammatik und Vokabeln zu traktieren, um nach einpaar Jahren festzustellen dass die Mehrheit das Fach sowieso abwählt? Das hat übrigens der von mir hoch geschätzte Rainer Nickel, Schulleiter und führender Lateindidaktiker schon vor 20 Jahren vorgeschlagen und dafür viel Kritik bekommen . Was für eine Zeitverschwendung. Ein Kollege von mir, der gerade eine 11. Klasse in Latein hat, hat immer mehr als 60 Prozent unter dem Strich und verteilt gerne zusammen mit den Korridoren Klausuren Anmeldeformulare von der Schule
Wenn du die Autoren auf Deutsch liest, ist es kein Latein-Unterricht.
Und der Unterricht meiner Tochter bestand in den bisherigen Jahren noch nicht aus Caesar im Original sondern umfasste bspw.:
* Latein (Vokabeln, Grammatik, Übersetzung)
* griechische und römische Geschichte (so breit und interessant, wie es der Geschichtsunterricht nicht geschafft hat)
* umfangreiche Kompetenzen im Bereich von Grammatik und Sprache im Allgemeinen
Und da es ihr Spaß bereitet, ist das verbunden mit dem Obigen doch schon mal gar nicht so schlecht.