Um Unterricht beurteilen zu können, muss man selbst nicht sonderlich gut unterrichten. Genau wie ein Fußballtrainer, kein Topstürmer sein muss.
Jürgen Klopp hat auch immer wieder erwähnt, dass er nur ein begrenzt begabter Zweitligaspieler war ![]()
Um Unterricht beurteilen zu können, muss man selbst nicht sonderlich gut unterrichten. Genau wie ein Fußballtrainer, kein Topstürmer sein muss.
Jürgen Klopp hat auch immer wieder erwähnt, dass er nur ein begrenzt begabter Zweitligaspieler war ![]()
Für eine Beförderung ist der Unterricht auch völlig unerheblich. Er muss laufen, das war's und das reicht auch völlig aus.
Der Unterricht ist aber ein sehr sehr großer Teil der Bewertung (hier).
Ich frage mal nach: Diejenigen, die darüber nachdenken bis zum erreichen der Altersgrenze zu arbeiten. Arbeitet ihr in Teilzeit oder Vollzeit?
Plan: Bis zur Altersgrenze. Arbeit in VZ.
Tja, mal gucken. Habe noch keine Lust über die Pension (bzw. Altersteilzeit) nachzudenken- Dafür ist das noch zu weit weg und ich möchte mich weiter als aktiver Lehrer sehen und nicht die Pension planen.
Was mir früher mal in einer Behörde auffiel:
Aber:
Interessanterweise scheint das Lehramt dann doch attraktiver gewesen zu sein für dich
Tatsächlich als offen interessierte Frage: Was gab dann den Ausschlag dafür?
Ich antworte mal, obwohl die Frage nicht an mich ging, weil ich aber einen ähnlichen Weg gegangen bin.
Als ich in der Firma gekündigt hatte, hat mich mein Chef gefragt, was er finanziell machen muss, damit ich bleibe. Meine Antwort war: Da könne er nichts machen, weil ich definitiv das mit der Schule ausprobieren möchte. Er bot mir an, dass ich ihn jederzeit anrufen könne, wenn ich zurückwollen würde.
Hintergrund: Als Ingenieur, der in seinem Job lieber mit Menschen zu tun hat als nur mit Technik, ist man ein Exot. Ich hatte einen gut bezahlten und sehr angenehmen Schnittstellen-Job mit tollen Arbeitsbedingungen, für den es wenige gute Kandidaten gibt, weil du Leute brauchst, die sehr gutes technisches Verständnis haben, aber eben an Schnittstellen arbeiten, wo sie sehr kommunikativ und sozial kompetent sein müssen. Trotz der ganzen guten Rahmenbedingungen hast du aber ein Problem, wenn in dir der Gedanke nagt; Wie wäre es, Lehrer zu sein? Und dann kannst du entweder mit dem Grummeln im Bauch da sitzen bleiben und irgendwann frustriert sein oder du bewegst dich aus der Komfortzone raus. Letzteres habe ich gemacht.
Die ersten Jahre war es finanziell ein ziemliches Minusgeschäft (auch mit der A13). Ich hatte erst nach ca. 4 Jahren das alte Jahresnetto von vor dem Ref erreicht. Aber: Die Frage, ob ich richtig bin, stellt sich mir seitdem nicht mehr, weil ich im richtigen Job angekommen bin.
Inzwischen ist auch das Finanzielle besser, als ich es draußen haben könnte, denn dort müsste ich wahrscheinlich ATler sein, um auf das gleichen Netto zu kommen. Das liegt an der Kombi aus Kinderzuschlägen, höheren Erfahrungsstufen und einer Beförderung.
Warum ist der Lehrerjob toll?
Die Arbeit mit Menschen vor allem, dann die (so empfinde ich das) ziemlich große Freiheit in der Gestaltung meines Jobs (die Restriktionen und den Behördenkram kann ich umschiffen oder recht gut ausblenden). Und vor allem: Durch meinen Job hatte ich jetzt seit über 10 Jahren sehr viel von meinen Kindern und die von mir. Klar, der Preis dafür sind eben auch manchmal Nachtschichten, aber das ist ok.
Btw.: So wie ich mich vor langer Zeit aus dem bequemen Industriejob rausbewegt habe, suche ich weiter immer wieder nach kleinen Wechseln, neuen Aufgaben und interessanten Projekten.
Daher schrieb ich ja
Ich konnte gut und gerne darauf verzichten - zumal in meinem Fall (Steuerklasse 1) bei €350 brutto mehr bestenfalls €250 übrig bleibt. Das sind relative Peanuts angesichts unserer Pensionshöhe.
250€ netto mehr sind sehr viel Geld bei 350€ brutto mehr. Hier ziehe ich mal den Vergleich zu normalen Angestellten, die eine sehr sehr deutlich höhere Bruttodifferenz bräuchten, um auf einen solchen Anstieg beim Netto zu kommen.
Und auch wenn man nicht mit Angestellten vergleicht, sind das 3000€ mehr im Jahr und das ist ein schöner Batzen Geld. Klar, das steht in Relation zum zeitlichen Mehraufwand der Aufgabe (den es streng genommen nicht geben dürfte, weil alle theoretisch die selbe Arbeitszeit haben).
In RLP sind Beförderungen auf A14 an BBSen nicht an Aufgaben gebunden. Das ist da ein gutes Geschäft und bringt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Lehramt. Manchmal hängen Schulleitungen halt kleine Aufgaben wie eine Raumbetreuung da dran. Bei "uns" sind daher die A14-Beförderungen sehr beliebt und das System erlaubt es, dass man nach Jahren großen Engagements dann nach der Beförderung etwas herunterfahren kann.
Anekdotisch:
Was an meiner Schule auffällt: Ich höre zur Zeit vor allem von zwei Gruppen Beschwerden über ausbleibende Beförderungen: Zum Einen sind das ältere KuK, die den Zeitpunkt für die Beförderung verpasst haben (da gibt's ja viele mögliche Gründe: Schulwechsel, die dafür gesorgt haben, dass man sich in der neuen Schule neu hinten anstellen musste oder auch Streit mit einer früheren Schulleitung, die im entscheidenden Zeitfenster eine Beförderung verhindert hat... oder einfach geringes Engagement bzw. an den "falschen" Stellen). Zum Anderen sind da jüngere KuK, die sich jetzt ein paar Jahre stark engagiert haben und sich beschweren, dass die Beförderung noch nicht kommt.
Interessanterweise ist das Mittelfeld bei uns dahingehend recht ruhig und nörgelt da kaum.
so oft wie möglich
Tucholsky (großartig)
Ja, die Gelassenheit ist viel wert
Die Routine auch.
Ich glaube nicht, dass die Lehrkräfte so heißen. Die haben sicher alle einen richtigen Vor- und Nachnamen...
Ja: Lehr Kraft
Darüber kann man als Grundschullehrer verschnupft sein, aber auch ein Erzieher wird niemals Professor heißen und ein Hund auch niemals Katze
Hm, du äußerst dich äußerst verschnupft darüber, dass die KuK an den GSen bald fast alle A13 bekommen und stellst in den Raum, dass du(?) als Gym-LK ja eigentlich im Gegensatz zu denen A14 verdient hättest.
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